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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Leistungsbeschreibung im Facility-Management für strukturierte Betriebsaufnahme

Fachliche Grundlage für Dienstleisterwechsel, Start-up und Regelbetrieb

Die Leistungsbeschreibung ist eines der wichtigsten Dokumente beim Dienstleisterwechsel im Facility Management. Sie beschreibt, welche Leistungen der neue FM-Dienstleister erbringen soll, welche Ziele damit verfolgt werden, welche Qualitätsanforderungen gelten, welche Schnittstellen zu beachten sind und welche Voraussetzungen vor dem Betriebsbeginn geschaffen werden müssen.

Eine gute Leistungsbeschreibung ist nicht nur eine Beschreibung des späteren Regelbetriebs. Sie ist zugleich die fachliche Grundlage für Ausschreibung, Angebotsbewertung, Vertragsgestaltung, Mobilisierung, Go-live, Hypercare und laufende Dienstleistersteuerung.

Beim FM-Start-up entscheidet die Leistungsbeschreibung wesentlich darüber, ob der neue Dienstleister die Anforderungen des Auftraggebers richtig versteht und realistisch kalkulieren kann. Wenn Leistungen nur allgemein beschrieben werden, entstehen im Start-up häufig Unklarheiten: Welche Daten sind zu übernehmen? Welche Anlagen sind zu warten? Welche Dokumente sind zu prüfen? Welche Systeme sind zu nutzen? Welche Nutzerkommunikation ist erforderlich? Welche Betreiberpflichten sind zu unterstützen? Welche Nachweise sind zu liefern? Eine professionelle Leistungsbeschreibung übersetzt den Bedarf des Auftraggebers in klare, prüfbare und start-up-fähige Anforderungen. Sie sorgt dafür, dass der Dienstleisterwechsel nicht mit Annahmen, sondern mit einem belastbaren Leistungsverständnis beginnt. Hierzu dienen auch die Bieterfragen und Antworten des Auftraggebers.

Präzise Leistungsbeschreibung für Facility Services

Definition Leistungsbeschreibung

Die Leistungsbeschreibung ist die fachliche Beschreibung der vom Facility-Management-Dienstleister geschuldeten Leistungen. Sie legt fest, welche Aufgaben, Ergebnisse, Qualitätsanforderungen, Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten, Nachweise und Schnittstellen für die Leistungserbringung gelten.

Sie beschreibt insbesondere, was der Dienstleister leisten soll, welches Ergebnis erwartet wird, unter welchen Bedingungen die Leistung zu erbringen ist und wie die Erfüllung nachgewiesen wird.

Begriff

Bedeutung

Leistungsbeschreibung

Fachliche Beschreibung der zu erbringenden FM-Leistungen

Leistungsziel

Erwarteter Zustand oder Zweck der Leistung

Leistungsumfang

Gesamtheit der geschuldeten Tätigkeiten, Ergebnisse und Verantwortlichkeiten

Leistungsgrenze

Abgrenzung zu Auftraggeberleistungen, Drittleistungen, Sonderleistungen und nicht geschuldeten Leistungen

Qualitätsanforderung

Vorgabe zum gewünschten Ergebnis, Zustand oder Servicelevel

Nachweisanforderung

Vorgabe, wie eine Leistung zu dokumentieren ist

Start-up-Leistung

Leistung zur Herstellung der Betriebsfähigkeit vor Go-live

Regelbetriebsleistung

Dauerhafte Leistung nach Betriebsbeginn

Sonderleistung

Leistung außerhalb des vereinbarten Standardumfangs

Mitwirkungspflicht

Beitrag des Auftraggebers, der für die Leistungserbringung erforderlich ist

Schnittstelle

Übergabepunkt zwischen Auftraggeber, Dienstleister, Nutzer, Nachunternehmer, System oder Prozess

Ziel der Leistungsbeschreibung

Das Ziel der Leistungsbeschreibung besteht darin, den künftigen Facility-Management-Bedarf eindeutig, vollständig und prüfbar zu beschreiben. Sie soll verhindern, dass Anbieter unterschiedlich interpretieren, was zu leisten ist.

Ziel

Erläuterung

Ergebnis

Leistungsbedarf beschreiben

Technische, infrastrukturelle, kaufmännische und steuernde Leistungen werden fachlich dargestellt.

Anbieter verstehen den Bedarf des Auftraggebers.

Leistungsgrenzen klären

Standardleistungen, Sonderleistungen, Auftraggeberleistungen und Drittleistungen werden abgegrenzt.

Weniger Nachträge und Zuständigkeitskonflikte.

Start-up absichern

Mobilisierung, Datenübernahme, Systemeinrichtung, Unterweisung und Go-live werden beschrieben.

Der Dienstleisterwechsel wird planbar.

Qualität messbar machen

Servicelevel, KPI, Nachweise und Berichte werden vorbereitet.

Der Regelbetrieb wird steuerbar.

Betreiberpflichten berücksichtigen

Prüfpflichten, Freigaben, Mängel und Nachweise werden einbezogen.

Compliance-Risiken werden reduziert.

Daten und Dokumentation regeln

Datenübergabe, Validierung, Pflege und Dokumentationsprüfung werden beschrieben.

Der Dienstleister startet auf belastbarer Informationsgrundlage.

Mitwirkung sichtbar machen

Auftraggeberleistungen wie Daten, Freigaben, Zugänge und Ansprechpartner werden benannt.

Start-up-Verzögerungen werden reduziert.

Angebote vergleichbar machen

Anbieter kalkulieren auf derselben fachlichen Grundlage.

Die Vergabeentscheidung wird belastbarer.

Vertrag vorbereiten

Anforderungen können in Vertrag, Anlagen, SLA, KPI und Leistungsverzeichnis überführt werden.

Die FM-Vereinbarung wird steuerbar.

Bedeutung der Leistungsbeschreibung im FM-Start-up

Im FM-Start-up wird aus dem Vertrag eine arbeitsfähige Betriebsorganisation. Die Leistungsbeschreibung bildet dafür die fachliche Grundlage. Sie gibt dem neuen Dienstleister vor, welche Leistungen zu mobilisieren sind, welche Daten und Dokumente benötigt werden, welche Systeme einzurichten sind und welche Nachweise vor dem Go-live vorliegen müssen.

Wenn die Leistungsbeschreibung nur den laufenden Betrieb beschreibt, aber die Start-up-Phase auslässt, entsteht eine gefährliche Lücke. Dann ist zwar geregelt, was später dauerhaft zu leisten ist, aber nicht, wie der Dienstleister überhaupt betriebsfähig wird.

Fehlende Regelung in der Leistungsbeschreibung

Folge im Start-up

Keine Start-up-Leistungen beschrieben

Mobilisierung wird nachträglich verhandelt oder improvisiert.

Keine Datenanforderungen beschrieben

Anlagen-, Flächen- und Prüfdaten fehlen beim Systemstart.

Keine Dokumentationsprüfung beschrieben

Prüfberichte, Pläne und Genehmigungen bleiben ungeordnet.

Keine Systemanforderungen beschrieben

CAFM, Ticketsystem, Reporting und GLT-Zugänge starten verspätet.

Keine Mitwirkungspflichten beschrieben

Auftraggeber liefert Daten, Zugänge oder Freigaben zu spät.

Keine Betreiberpflichten berücksichtigt

Prüffristen, Mängel und Nachweise können im Wechsel verloren gehen.

Keine Nutzerkommunikation geregelt

Nutzer melden Störungen über falsche oder alte Wege.

Keine Nachweisanforderungen definiert

Leistungen sind schwer prüfbar und abrechenbar.

Keine Go-live-Kriterien beschrieben

Betriebsbeginn erfolgt nach Datum statt nach Betriebsbereitschaft.

Keine Hypercare vorgesehen

Anfangsprobleme werden nicht systematisch stabilisiert.

Abgrenzung zur Leistungsbeschreibung im Regelbetrieb

Eine start-up-fähige Leistungsbeschreibung muss zwei Ebenen unterscheiden: die Leistungen zur Herstellung der Betriebsfähigkeit und die Leistungen des späteren Regelbetriebs.

Ebene

Zweck

Beispiele

Start-up-Leistungsbeschreibung

Herstellung der Betriebsfähigkeit vor und um den Go-live

Start-up-Plan, Datenvalidierung, Dokumentationsprüfung, Systemeinrichtung, Unterweisungen, Nutzerkommunikation

Regelbetriebs-Leistungsbeschreibung

Dauerhafte Leistungserbringung nach Betriebsbeginn

Wartung, Störung, Reinigung, Sicherheit, Entsorgung, Reporting, Betreiberpflichtenunterstützung

Hypercare-Leistungsbeschreibung

Stabilisierung nach Go-live

Ticketmonitoring, Nutzerfeedback, Restpunktesteuerung, Systemkorrekturen, Datenbereinigung

Exit-Leistungsbeschreibung

Geordnete Beendigung und Übergabe am Vertragsende

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe, Wissenstransfer, Schlussbericht

Abgrenzung zum Leistungsverzeichnis

Die Leistungsbeschreibung beschreibt den fachlichen Inhalt der Leistung. Das Leistungsverzeichnis konkretisiert die Leistung in Mengen, Positionen, Intervallen und Preislogik. Beide Dokumente müssen aufeinander abgestimmt sein.

Aspekt

Leistungsbeschreibung

Leistungsverzeichnis

Hauptfrage

Was ist zu leisten und mit welchem Ziel?

Welche konkrete Position ist in welchem Umfang zu erbringen?

Schwerpunkt

Anforderungen, Ziele, Qualität, Schnittstellen, Nachweise

Mengen, Flächen, Anlagen, Intervalle, Einheiten, Preise

Bedeutung für Start-up

Beschreibt, welche Betriebsfähigkeit herzustellen ist

Macht Start-up-Leistungen kalkulierbar

Beispiel

„Der Dienstleister validiert die übergebenen Anlagendaten vor Go-live.“

„Validierung Anlagendatensatz je Anlage, einschließlich Abweichungsprotokoll.“

Risiko bei Schwäche

Unklare Erwartungen und Leistungsstreit

Fehlkalkulation, Nachträge, Mengenkonflikte

Arten der Leistungsbeschreibung

Im Facility Management können Leistungen funktional, detailliert oder kombiniert beschrieben werden. Für Dienstleisterwechsel ist meist eine kombinierte Leistungsbeschreibung sinnvoll.

Art

Beschreibung

Vorteil

Risiko

Funktionale Leistungsbeschreibung

Beschreibt das gewünschte Ergebnis, nicht jeden Arbeitsschritt

Dienstleister kann eigene Kompetenz einbringen

Ergebnis muss messbar formuliert sein

Detaillierte Leistungsbeschreibung

Beschreibt konkrete Tätigkeiten, Intervalle und Nachweise

Gute Vergleichbarkeit und Kalkulierbarkeit

Kann unflexibel werden

Outputorientierte Leistungsbeschreibung

Fokus auf Ergebnis, Verfügbarkeit, Qualität und Nutzerwirkung

Fördert Verantwortung und Qualität

Erfordert belastbare KPI und SLA

Inputorientierte Leistungsbeschreibung

Fokus auf Personal, Stunden, Frequenzen oder konkrete Arbeitsmittel

Leicht zu kontrollieren

Führt nicht automatisch zu guter Ergebnisqualität

Kombinierte Leistungsbeschreibung

Verbindet Ergebnisanforderungen mit Mindestleistungen und Nachweisen

Geeignet für komplexe FM-Verträge

Benötigt sorgfältige Struktur

Empfohlener Ansatz für FM-Start-ups

Für FM-Start-ups empfiehlt sich eine kombinierte Beschreibung: kritische Leistungen werden detailliert beschrieben, während weniger kritische Leistungen stärker ergebnisorientiert formuliert werden können.

Leistungsbereich

Empfohlener Beschreibungsansatz

Betreiberpflichten

detailliert, mit Fristen, Nachweisen und Verantwortlichkeiten

Arbeitssicherheit

detailliert, mit Unterweisungen, Freigaben und Nachweisen

Start-up-Leistungen

detailliert, mit Meilensteinen, Ergebnissen und Nachweisen

Wartung und Prüfungen

detailliert, mit Anlagen, Intervallen, Checklisten und Protokollen

Störungsmanagement

kombiniert, mit Prozess, Prioritäten, SLA und Ergebnisanforderungen

Reinigung

kombiniert, mit Flächen, Frequenzen und Qualitätszuständen

Service Desk

kombiniert, mit Meldewegen, Servicezeiten, Rückmeldungen und KPI

Reporting

detailliert, mit Berichtsinhalten, Taktung und Datenquellen

Verbesserung und Optimierung

funktional, mit Ziel, Prozess und Berichtspflicht

Nutzerkommunikation

kombiniert, mit Mindestinformationen und Qualitätsanforderung

Grundstruktur einer professionellen Leistungsbeschreibung

Eine professionelle Leistungsbeschreibung sollte so gegliedert sein, dass Anbieter die Gesamtanforderung verstehen und später einzelne Vertragsanlagen, Leistungsverzeichnispositionen und Start-up-Maßnahmen daraus abgeleitet werden können.

Abschnitt

Inhalt

Ausgangslage

Beschreibung von Objekt, Portfolio, bisheriger Dienstleisterstruktur und Wechselanlass

Zielsetzung

Ziel des künftigen FM-Betriebs und des Dienstleisterwechsels

Leistungsmodell

Beschreibung technischer, infrastruktureller, kaufmännischer und steuernder Leistungen

Objektumfang

Standorte, Gebäude, Flächen, Räume, Außenanlagen, Nutzerbereiche und Sonderbereiche

Start-up-Leistungen

Mobilisierung, Datenübernahme, Dokumentationsprüfung, Systeme, Go-live und Hypercare

Regelbetriebsleistungen

Dauerhafte FM-Leistungen nach Betriebsbeginn

Daten und Dokumentation

Anforderungen an Datenqualität, Übergabe, Pflege, Dokumentenstruktur und Rückgabe

Systeme

CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT, Reporting, mobile Anwendungen und Schnittstellen

Service Desk

Meldewege, Ticketprozess, Servicezeiten, Prioritäten und Nutzerkommunikation

Betreiberpflichten

Prüfpflichten, Mängel, Freigaben, Arbeitssicherheit und Nachweise

Nachunternehmer

Zulassung, Qualifikation, Unterweisung, Zutritt, Steuerung und Nachweise

Qualität

SLA, KPI, Audits, Eigenkontrollen, Maßnahmenmanagement

Reporting

Start-up-Berichte, Monatsberichte, KPI-, SLA-, Risiko- und Maßnahmenberichte

Governance

Regeltermine, Eskalationen, Entscheidungswege und Kommunikationsstruktur

Vergütungsschnittstellen

Pauschalen, Regie, Sonderleistungen, Freigaben und Nachträge

Exit

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe, Wissenstransfer und Schlussbericht

Ausgangslage und Zielsetzung

Die Leistungsbeschreibung sollte mit einer klaren Beschreibung der Ausgangslage und der Zielsetzung beginnen. Anbieter müssen verstehen, warum der Dienstleisterwechsel erfolgt und welches Zielbild der Auftraggeber verfolgt.

Inhalt

Erläuterung

Anlass des Dienstleisterwechsels

Vertragsende, Qualitätsdefizite, Neuorganisation, Kostenoptimierung, Betreiberpflichten, Digitalisierung

Objekt- oder Portfoliobeschreibung

Art, Größe, Nutzung, technische Komplexität und besondere Anforderungen

aktueller FM-Zustand

bestehende Dienstleisterstruktur, bekannte Schwächen, Datenlage und Dokumentationsstand

Zielbetriebsmodell

gewünschte künftige Organisation und Steuerung des FM

Qualitätsziel

erwartete Servicequalität, Reaktionsfähigkeit, Nachweisfähigkeit und Nutzerorientierung

Start-up-Ziel

sichere, geordnete und nachweisbare Überführung in den Regelbetrieb

strategische Anforderungen

Digitalisierung, Standardisierung, Kostenkontrolle, Compliance, Nachhaltigkeit

besondere Risiken

kritische Anlagen, Nutzerbereiche, Betreiberpflichten, Datenlücken, Systemwechsel

Objekt- und Leistungsumfang

Der Objekt- und Leistungsumfang muss so beschrieben werden, dass der Dienstleister erkennt, wo Leistungen zu erbringen sind und welche Leistungsobjekte betroffen sind.

Bereich

Beschreibung

Standorte

Anzahl, Lage, Nutzungsart, regionale Besonderheiten

Gebäude

Gebäudeart, Gebäudeteile, Geschosse, technische Komplexität

Flächen

Reinigungsflächen, Nutzflächen, Technikflächen, Außenflächen, Verkehrsflächen

Räume

Raumarten, Sonderräume, Nutzerbereiche, Sicherheitsbereiche

Außenanlagen

Wege, Parkflächen, Grünflächen, Höfe, Entsorgungsflächen, Feuerwehrzufahrten

Technische Anlagen

Anlagengruppen, Kritikalität, prüfpflichtige Anlagen, Sonderanlagen

Nutzer

Nutzergruppen, Betriebszeiten, Serviceerwartungen, sensible Bereiche

Sicherheitsbereiche

Zutrittsbeschränkungen, Begleitpflichten, Datenschutz, Arbeitsschutz

Leistungsbereiche

technisches, infrastrukturelles, kaufmännisches und steuerndes FM

Ausschlüsse

nicht geschuldete Leistungen oder Leistungen anderer Dienstleister

Leistungsbeschreibung für den Start-up

Der Start-up muss als eigener Leistungsbereich beschrieben werden. Er ist die Voraussetzung dafür, dass der neue Dienstleister ab dem Go-live arbeitsfähig ist.

Start-up-Bereich

Beschreibung

Start-up-Planung

Der Dienstleister erstellt einen Plan mit Phasen, Meilensteinen, Verantwortlichen, Terminen und Nachweisen.

Kick-off

Gemeinsamer Projektstart mit Rollenklärung, Kommunikationsstruktur und Eskalationswegen.

Pflichtenanalyse

Vertragliche, organisatorische und sicherheitsrelevante Pflichten werden exzerpiert und in Maßnahmen überführt.

Datenübernahme

Anlagen-, Flächen-, Raum-, Prüf-, Nutzer- und Systemdaten werden angefordert und übernommen.

Datenvalidierung

Übergebene Daten werden auf Vollständigkeit, Aktualität, Eindeutigkeit und Systemfähigkeit geprüft.

Dokumentationsprüfung

Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen, Brandschutzunterlagen und Betriebsunterlagen werden bewertet.

Objektbegehung

Gebäude, Flächen, Räume, Technikbereiche, Außenanlagen, Mängel und Risiken werden aufgenommen.

System-Start-up

CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT-Zugänge, Reporting und mobile Anwendungen werden eingerichtet und getestet.

Betriebs-Start-up

Objektleitung, Fachrollen, Dienstpläne, Bereitschaft, Prozesse und Eskalationen werden aufgebaut.

Service-Start-up

Meldewege, Service Desk, Servicezeiten, Nutzerkommunikation, SLA und Rückmeldungen werden aktiviert.

Geräte-Start-up

Werkzeuge, PSA, Messmittel, mobile Endgeräte, Ersatzteile und Lagerstrukturen werden bereitgestellt.

Nachunternehmer-Start-up

Externe Dienstleister werden beauftragt, unterwiesen, zugangsberechtigt und in Nachweise eingebunden.

Compliance-Start-up

Unterweisungen, Freigaben, Gefährdungen, Notfallverfahren und Betreiberpflichten werden berücksichtigt.

Betriebsbereitschaftsprüfung

Vor Go-live wird geprüft, ob startkritische Voraussetzungen erfüllt sind.

Hypercare

Die Anfangsphase nach Go-live wird eng begleitet, ausgewertet und nachgesteuert.

Technische FM-Leistungen müssen präzise beschrieben werden, weil sie häufig sicherheits-, betriebs- und prüfpflichtenrelevant sind.

Technische Leistung

Inhalt der Leistungsbeschreibung

Anlagenbetrieb

Sicherer, wirtschaftlicher und bestimmungsgemäßer Betrieb technischer Anlagen

Wartung

Durchführung wiederkehrender Wartungen nach Herstellerangaben, Vertrag, Betreiberpflichten und Wartungsplan

Inspektion

Regelmäßige Sicht-, Funktions- und Zustandskontrollen

Entstörung

Annahme, Priorisierung, Diagnose, Sofortmaßnahme, Reparatur und Rückmeldung

Mängelmanagement

Erfassung, Bewertung, Priorisierung, Maßnahmenplanung und Abschlusskontrolle

Prüfpflichtenunterstützung

Fristenüberwachung, Prüfbegleitung, Berichtserfassung und Mängelverfolgung

GLT / Gebäudeautomation

Überwachung, Alarmbearbeitung, Bedienrechte, Eskalation und Dokumentation

Ersatzteilmanagement

Identifikation, Bevorratung, Beschaffung und Einsatz kritischer Ersatzteile

technische Dokumentation

Nutzung, Prüfung und Pflege von Anlagenunterlagen und Plänen

Notfallmanagement

Reaktion bei Stromausfall, Wasserschaden, Aufzugseinschluss, Anlagenstörung oder Brandalarm

Infrastrukturelle FM-Leistungen beschreiben

Infrastrukturelle Leistungen müssen nutzer-, flächen- und qualitätsbezogen beschrieben werden. Sie prägen die Wahrnehmung des FM besonders stark.

Infrastrukturelle Leistung

Inhalt der Leistungsbeschreibung

Unterhaltsreinigung

Sicherstellung definierter Sauberkeits- und Hygienestandards

Sonderreinigung

Durchführung zusätzlicher Reinigungsleistungen nach Bedarf, Freigabe oder Ereignis

Glas- und Fassadenreinigung

Reinigung definierter Glas-, Fenster- und Fassadenflächen unter Beachtung von Sicherheit

Sicherheitsdienst

Zutrittskontrolle, Kontrollgänge, Ereignismeldung, Alarmbearbeitung und Besucherunterstützung

Empfangsdienst

Besucherempfang, Information, Weiterleitung und serviceorientierte Kommunikation

Entsorgung

Sammlung, Bereitstellung, Abholung, Trennung und Nachweis von Abfallfraktionen

Außenanlagenpflege

Pflege von Grünflächen, Wegen, Hofflächen, Parkflächen und Außenmöblierung

Winterdienst

Räum- und Streuleistung zur Sicherung von Verkehrsflächen

Logistik

interne Transporte, Materialbewegungen, Post-, Waren- oder Serviceprozesse

Schädlingsbekämpfung

Monitoring, Dokumentation, Eskalation und Maßnahmen bei Befall

Kaufmännische FM-Leistungen beschreiben

Kaufmännische Leistungen sind notwendig, damit der Betrieb wirtschaftlich steuerbar wird. Sie sollten ausdrücklich beschrieben werden, nicht nur als Nebenpflicht.

Kaufmännische Leistung

Inhalt der Leistungsbeschreibung

Leistungsnachweise

Dokumentation und Bereitstellung prüffähiger Nachweise für erbrachte Leistungen

Rechnungsunterstützung

Bereitstellung abrechnungsrelevanter Unterlagen, Nachweise und Kosteninformationen

Sonderleistungssteuerung

Anforderung, Prüfung, Freigabe, Ausführung und Nachweis zusätzlicher Leistungen

Regieleistungen

Durchführung nach Aufwand mit Freigabe, Tätigkeitsnachweis und Abrechnungsgrundlage

Nachtragsmanagement

Bewertung und Dokumentation geänderter oder zusätzlicher Leistungen

Budget- und Kostenberichte

Darstellung von Kosten, Zusatzleistungen, Material und Abweichungen

Preisblattpflege

Anwendung von Einheitspreisen, Stundensätzen und Zuschlägen

Vertragscontrolling

Überwachung von Fristen, Berichtspflichten, SLA, KPI und Vertragsänderungen

Bonus-/Malus-Unterstützung

Bereitstellung von Daten und Nachweisen für leistungsbezogene Vergütungsmechanismen

Kostenstellenzuordnung

Zuordnung von Leistungen, Sonderleistungen und Material zu Objekten oder Kostenstellen

Steuernde und taktische FM-Leistungen beschreiben

Je nach Auftraggeberreife kann der Dienstleister zusätzlich steuernde oder taktische Unterstützungsleistungen übernehmen. Diese müssen bewusst beschrieben und abgegrenzt werden.

Unterstützungsleistung

Beschreibung

Berichtswesen

Erstellung von Status-, KPI-, SLA-, Risiko-, Maßnahmen- und Monatsberichten

Maßnahmenmanagement

Erfassung, Priorisierung, Verfolgung und Eskalation offener Punkte

Regelwerksverfolgung

Beobachtung relevanter Regelwerke und Hinweise auf Auswirkungen für den Betrieb

Behördenunterstützung

Vorbereitung von Unterlagen, Nachweisen und Abstimmungen

Change-Request-Administration

Strukturierung, Bewertung und Nachverfolgung von Leistungsänderungen

Optimierungsunterstützung

Vorschläge zu Kostenreduzierung, Prozessverbesserung und Qualitätssteigerung

Reifegradentwicklung

Unterstützung bei Daten-, Prozess-, System- und Dokumentationsverbesserungen

Auditunterstützung

Bereitstellung von Nachweisen, Berichten und Maßnahmenständen

Nutzerkommunikation

Unterstützung bei Informationen, Feedback, Beschwerden und Serviceverbesserungen

Betreiberpflichtenunterstützung

Fristen, Mängel, Nachweise und Maßnahmen für Betreiberpflichten vorbereiten

Betreiberpflichten in der Leistungsbeschreibung

Betreiberpflichten dürfen nicht nur allgemein erwähnt werden. Die Leistungsbeschreibung muss genau beschreiben, wie der Dienstleister den Auftraggeber unterstützt und welche Verantwortlichkeiten bestehen.

Thema

Beschreibung in der Leistungsbeschreibung

Pflichtenermittlung

Unterstützung bei Identifikation relevanter prüf- und sicherheitsbezogener Pflichten

Prüffristenmanagement

Pflege und Überwachung von Prüffristen

Prüfbegleitung

Koordination und Begleitung externer Prüfungen

Prüfberichte

Erfassung, Ablage und Bewertung von Prüfberichten

Mängelverfolgung

Dokumentation, Priorisierung und Nachverfolgung festgestellter Mängel

Freigaben

Arbeitsfreigaben für gefährliche oder sensible Tätigkeiten

Unterweisungen

Objekt-, Fremdfirmen- und tätigkeitsbezogene Unterweisungen

Notfallverfahren

Vorbereitung von Alarmwegen, Kontakten und Sofortmaßnahmen

Nachweise

Bereitstellung prüffähiger Unterlagen und Berichte

Reporting

Regelmäßige Darstellung von Prüfstatus, offenen Mängeln und Risiken

Eskalation

Information bei kritischen Mängeln, Fristversäumnissen oder fehlenden Nachweisen

Arbeitssicherheit und Compliance beschreiben

Eine Infografik, die das zentrale Thema Arbeitssicherheit & Compliance zeigt, umgeben von den zugehörigen Bereichen wie Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und Brandschutz.

Arbeitssicherheit und Compliance sind startkritisch. Die Leistungsbeschreibung sollte klare Anforderungen an Unterweisung, Freigabe, PSA, Gefährdungen und Fremdfirmen enthalten.

Thema

Beschreibung

Objektunterweisung

Alle eingesetzten Personen müssen vor Tätigkeitsaufnahme objektbezogen unterwiesen sein.

Fremdfirmenunterweisung

Nachunternehmer und externe Spezialisten werden in Regeln, Gefährdungen und Meldewege eingewiesen.

Gefährdungsbeurteilung

Tätigkeiten und Einsatzbereiche werden risikobezogen bewertet.

PSA

Erforderliche persönliche Schutzausrüstung wird festgelegt, bereitgestellt und genutzt.

Arbeitsfreigaben

Heißarbeiten, Schaltungen, Dacharbeiten, Gefahrstoffe und Sonderbereiche werden freigegeben.

Brandschutz

Fluchtwege, Brandabschnitte, Brandschutztüren, BMA, RWA und Feuerwehrzufahrten werden berücksichtigt.

Notfallverfahren

Brand, Unfall, Wasserschaden, Stromausfall und Aufzugseinschluss werden vorbereitet.

Datenschutz

Nutzer-, Gebäude-, System- und Fotodaten werden geschützt.

Nachweisführung

Unterweisungen, Freigaben, Prüfungen und Sicherheitsereignisse werden dokumentiert.

Eskalation

Sicherheitsverstöße und kritische Risiken werden unverzüglich gemeldet.

Datenanforderungen müssen früh beschrieben werden. Ohne klare Datenanforderung kann der Dienstleister nicht zuverlässig mobilisieren.

Datenbereich

Beschreibung

Gebäudedaten

Standorte, Gebäude, Gebäudeteile, Geschosse und Außenbereiche

Raumdaten

Raumnummern, Nutzungen, Flächen, Nutzer, Zutrittsregeln und Sonderbereiche

Flächendaten

Reinigungsflächen, Verkehrsflächen, Technikflächen, Außenflächen und Sonderflächen

Anlagendaten

Anlagen-ID, Standort, Typ, Hersteller, Seriennummer, Kritikalität und Zustand

Prüfdaten

Prüffristen, Prüfberichte, Mängel, Sachverständige und Verantwortliche

Wartungsdaten

Wartungsintervalle, Checklisten, Historien und Nachweise

Ticketdaten

Störungen, Kategorien, Prioritäten, Bearbeitungszeiten und Wiederholmeldungen

Nutzerdaten

Ansprechpartner, Nutzergruppen, Betriebszeiten und Kommunikationswege

Nachunternehmerdaten

Firmen, Leistungen, Kontakte, Qualifikationen und Nachweise

Kostendaten

Kostenstellen, Sonderleistungen, Material und Preislogik

Systemdaten

Benutzer, Rollen, Rechte, Workflows, Schnittstellen und Importe

Exit-Daten

Daten, die bei Vertragsende vollständig zurückzugeben sind

Dokumentationsanforderungen in der Leistungsbeschreibung

Dokumente müssen nicht nur vorhanden, sondern nutzbar sein. Die Leistungsbeschreibung sollte Anforderungen an Übergabe, Prüfung, Ablage, Revisionsstand und Nachforderung enthalten.

Dokumentationsbereich

Beschreibung

Vertragsunterlagen

Vertrag, Anlagen, Leistungsbeschreibung, LV, SLA, KPI, Preisblatt und Nachträge

Bestandspläne

Grundrisse, Lagepläne, Außenanlagenpläne und Revisionsstände

technische Pläne

Anlagenschemata, Elektropläne, Lüftungspläne, GLT-Dokumentation

Anlagenunterlagen

Herstellerunterlagen, Bedienungsanleitungen, Wartungsvorgaben

Prüfberichte

Sachverständigenprüfungen, Mängelberichte und Fristen

Genehmigungen

Betriebsgenehmigungen, behördliche Auflagen und Sonderfreigaben

Brandschutzunterlagen

Brandschutzordnung, Feuerwehrpläne, Flucht- und Rettungspläne

Arbeitsschutzunterlagen

Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Unterweisungsnachweise

Wartungsnachweise

Wartungsprotokolle, Historien und Nachunternehmerberichte

Mängeldokumentation

offene Mängel, Altlasten, Restarbeiten und Fotodokumentation

Systemunterlagen

Rechtekonzepte, Schnittstellen, Nutzerrollen und Systembeschreibungen

DMS-Struktur

digitale Ablage, Revisionslogik, Suchfähigkeit und Zugriffsrechte

Systemanforderungen in der Leistungsbeschreibung

Digitale Systeme sind Teil der Leistungserbringung. Die Leistungsbeschreibung sollte klar regeln, welche Systeme genutzt werden, welche Daten erforderlich sind und welche Prozesse digital abzubilden sind.

System

Beschreibung

CAFM

Verwaltung von Anlagen, Flächen, Wartungen, Aufträgen, Prüffristen und Nachweisen

Ticketsystem

Annahme, Priorisierung, Bearbeitung und Rückmeldung von Störungen und Serviceanforderungen

DMS

Ablage und Pflege von Plänen, Prüfberichten, Genehmigungen und Betriebsunterlagen

GLT

Überwachung, Alarmwege, Bedienrechte, Störungsbearbeitung und Eskalation

Reporting

KPI, SLA, Maßnahmen, Risiken, Prüfstatus, Kosten und Monatsberichte

mobile Anwendungen

Vor-Ort-Rückmeldung, Checklisten, Fotodokumentation und Leistungsnachweise

Schnittstellen

Datenflüsse zwischen Auftraggeber-, Dienstleister-, CAFM-, DMS-, ERP- und GLT-Systemen

Rechtekonzept

Rollen, Zugriffe, externe Nutzer, Datenschutz und Austrittsprozesse

Systemtests

Prüfung startkritischer Workflows vor Go-live

Ausweichprozesse

Verfahren bei Systemausfall oder fehlenden Rechten

Service Desk und Nutzerkommunikation beschreiben

Nutzerorientierte Leistungen müssen verständlich und praxistauglich beschrieben werden. Der Dienstleisterwechsel ist für Nutzer besonders dann erfolgreich, wenn Meldewege, Ansprechpartner und Rückmeldungen funktionieren.

Service-Thema

Beschreibung

Service Desk

zentrale Annahme von Störungen, Serviceanforderungen und Beschwerden

Meldewege

Ticketportal, Hotline, E-Mail, App, persönliche Meldung oder Notfallnummer

Servicezeiten

Annahmezeiten, Regelservicezeiten, Bereitschaft und Notfallzeiten

Ticketprozess

Erfassung, Qualifizierung, Priorisierung, Zuweisung, Bearbeitung, Rückmeldung und Abschluss

Prioritätsmodell

Einstufung nach Kritikalität, Nutzerwirkung und Betriebsrisiko

Rückmeldungen

Eingangsbestätigung, Zwischeninformation, Abschlussmeldung und Rückfragen

Nutzerinformation

Kommunikation vor Go-live über neue Ansprechpartner und Meldewege

Beschwerdemanagement

strukturierte Bearbeitung, Ursachenanalyse und Rückmeldung

Feedback

Aufnahme und Auswertung von Nutzerfeedback

Sonderleistungen

Anforderung, Freigabe, Kostenstelle, Nachweis und Abrechnung

Nachunternehmeranforderungen beschreiben

Die Leistungsbeschreibung muss festlegen, ob der Dienstleister Nachunternehmer einsetzen darf und welche Anforderungen dafür gelten.

Thema

Beschreibung

Zulässigkeit

Leistungen, die durch Nachunternehmer erbracht werden dürfen oder müssen

Benennung

Verpflichtung zur Benennung kritischer Nachunternehmer vor Go-live

Qualifikation

Fachkunden, Zertifikate, Zulassungen und Referenzen

Unterweisung

objekt- und tätigkeitsbezogene Fremdfirmenunterweisung

Zutritt

Ausweise, Schlüssel, Freigaben, Begleitpflichten und Sicherheitsbereiche

Einsatzplanung

Terminplanung, Reaktionszeiten und Bereitschaft

Nachweise

Prüfberichte, Protokolle, Fotos, Leistungsscheine und Zertifikate

Systemeinbindung

Aufträge, Tickets, Rückmeldungen und DMS-Ablage

Qualitätssicherung

Prüfung und Bewertung der Nachunternehmerleistung

Eskalation

Vorgehen bei Verzug, Ausfall, Mängeln oder Sicherheitsverstößen

Haftung

Verantwortung des Hauptdienstleisters für Nachunternehmerleistungen

Austausch

Regelung zur Ersetzung ungeeigneter Nachunternehmer

Schnittstellen und Verantwortlichkeiten beschreiben

Schnittstellen sind ein Hauptgrund für Probleme beim Dienstleisterwechsel. Die Leistungsbeschreibung sollte deshalb klare Schnittstellenregelungen enthalten.

Schnittstelle

Beschreibung

Auftraggeber – Auftragnehmer

Mitwirkung, Freigaben, Daten, Dokumente, Entscheidungen und Eskalationen

Auftragnehmer – Nutzer

Service Desk, Meldewege, Rückmeldungen, Beschwerden und Sonderleistungen

Auftragnehmer – Nachunternehmer

Beauftragung, Unterweisung, Zutritt, Nachweise und Qualität

Auftragnehmer – IT

Systeme, Rechte, Schnittstellen, Datenschutz und Ausweichprozesse

Auftragnehmer – HSE

Arbeitssicherheit, Freigaben, Unterweisungen und Gefährdungen

Auftragnehmer – Security

Zutritt, Ausweise, Sicherheitsbereiche, Besucherprozesse und Alarmwege

Auftragnehmer – Vordienstleister

Daten, Dokumente, Schlüssel, Mängel und Objektwissen

Auftragnehmer – Prüforganisationen

Prüftermine, Prüfberichte, Mängel und Nachweise

Systeme untereinander

CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT, Reporting und ERP

Start-up – Regelbetrieb

Restpunkte, Hypercare, Maßnahmenübergabe und Berichtswesen

Regelbetrieb – Exit

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Wissenstransfer

Leistungsabgrenzung

Eine professionelle Leistungsbeschreibung muss ausdrücklich sagen, was nicht geschuldet ist oder gesondert beauftragt werden muss. Das vermeidet Nachträge und Erwartungskonflikte.

Abgrenzungsthema

Beschreibung

Standardleistung

dauerhaft geschuldete und pauschal vergütete Leistung

Sonderleistung

Leistung außerhalb des Standardumfangs mit Freigabe- und Vergütungsregelung

Regieleistung

Leistung nach Aufwand mit Stundensatz und Tätigkeitsnachweis

Auftraggeberleistung

Leistung oder Entscheidung, die beim Auftraggeber verbleibt

Drittleistung

Leistung eines anderen Vertragspartners oder Spezialdienstleisters

Investitionsmaßnahme

bauliche oder technische Maßnahme außerhalb des FM-Regelbetriebs

Mieter- oder Nutzerleistung

Leistung, die nicht Bestandteil des FM-Vertrags ist

Projektleistung

zeitlich begrenzte Sonderaufgabe mit separater Beauftragung

Betreiberpflichtenverantwortung

verbleibende Verantwortung des Auftraggebers trotz Unterstützungsleistung

Exit-Leistung

Leistung bei Vertragsende, die gesondert beschrieben sein muss

Qualitätsanforderungen in der Leistungsbeschreibung

Qualität muss in der Leistungsbeschreibung so formuliert werden, dass sie später überprüft werden kann. Allgemeine Formulierungen wie „ordnungsgemäß“ oder „fachgerecht“ reichen allein nicht aus.

Qualitätsbereich

Beschreibung

Fachliche Qualität

Leistung entspricht anerkannten Regeln, Herstellerangaben, Objektanforderungen und Vertrag.

Zeitliche Qualität

Leistungen werden fristgerecht, regelmäßig und gemäß SLA erbracht.

Dokumentationsqualität

Leistungen werden vollständig, nachvollziehbar und prüffähig dokumentiert.

Servicequalität

Nutzer erhalten verständliche Meldewege, Rückmeldungen und angemessene Reaktionszeiten.

Sicherheitsqualität

Arbeiten erfolgen unter Beachtung von Unterweisung, Freigabe, PSA und Gefährdungen.

Datenqualität

Daten sind vollständig, aktuell, eindeutig und systemfähig.

Reportingqualität

Berichte sind entscheidungsfähig, vollständig, aktuell und korrekt.

Nachunternehmerqualität

Externe Leistungen erfüllen dieselben Anforderungen wie Eigenleistungen.

Verbesserungsqualität

Abweichungen werden analysiert und in Maßnahmen überführt.

Wirtschaftliche Qualität

Leistungen werden nachvollziehbar, effizient und kostenbewusst erbracht.

SLA und KPI in der Leistungsbeschreibung

Die Leistungsbeschreibung sollte die fachliche Grundlage für SLA und KPI enthalten. Die detaillierte Messlogik kann in einer SLA- oder KPI-Anlage geregelt werden.

Steuerungsgröße

Beschreibung

Reaktionszeit

Zeit bis zur ersten qualifizierten Reaktion auf eine Meldung

Bearbeitungszeit

Zeit bis zur Lösung, Zwischenlösung oder qualifizierten Rückmeldung

Wartungserfüllung

Anteil fristgerecht durchgeführter Wartungen

Prüfpflichtenerfüllung

Status und Fristtreue prüfpflichtiger Leistungen

Mängelabschluss

Anteil fristgerecht geschlossener Mängel

Ticketqualität

Vollständigkeit, Priorisierung, Zuordnung und Abschlussqualität von Tickets

Beschwerdequote

Anzahl und Art von Beschwerden

Nutzerzufriedenheit

Bewertung von Servicequalität und Kommunikation

Nachweisvollständigkeit

Vollständigkeit von Wartungs-, Prüf-, Service- und Leistungsnachweisen

Datenqualität

Vollständigkeit und Aktualität betriebsrelevanter Daten

Reportingtermintreue

Einhaltung vereinbarter Berichtstermine

Maßnahmenstatus

Erledigte, offene, überfällige und eskalierte Maßnahmen

Reporting muss als Leistung beschrieben werden. Es ist nicht nur eine Nebenleistung, sondern Grundlage der Dienstleistersteuerung.

Bericht

Inhalt

Start-up-Statusbericht

Fortschritt, Maßnahmen, Risiken, Datenstatus, Dokumentationsstatus, Systemstatus

Betriebsbereitschaftsbericht

Bewertung der Go-live-Fähigkeit

Go-live-Protokoll

Freigabe, Restpunkte, Risiken und Startstatus

Hypercare-Bericht

Anfangsprobleme, Ticketanalyse, Nutzerfeedback, Restpunkte

Monatsbericht

Leistungen, Störungen, Wartungen, Prüfungen, Kosten, Risiken und Maßnahmen

KPI-Bericht

Kennzahlen, Zielerreichung, Abweichungen und Maßnahmen

SLA-Bericht

Reaktionszeiten, Bearbeitungszeiten, Einhaltung und Ausnahmen

Prüfpflichtenbericht

Fristen, Prüfstatus, Mängel, Nachweise und Maßnahmen

Maßnahmenbericht

offene, erledigte, überfällige und eskalierte Maßnahmen

Risikobericht

kritische Betriebs-, Sicherheits-, Kosten- und Compliance-Risiken

Kostenbericht

Pauschalen, Regie, Sonderleistungen, Material und Nachträge

Exit-Bericht

Datenrückgabe, Dokumentation, Mängelstatus und Wissenstransfer

Mitwirkungspflichten in der Leistungsbeschreibung

Mitwirkungspflichten des Auftraggebers müssen sichtbar beschrieben werden. Sie sind Voraussetzung für die Leistungserbringung des Auftragnehmers.

Mitwirkungspflicht

Beschreibung

Vertragsunterlagen bereitstellen

Hauptvertrag, Anlagen, LV, SLA, KPI und Nachträge

Daten bereitstellen

Gebäude-, Flächen-, Raum-, Anlagen-, Prüf-, Nutzer- und Systemdaten

Dokumente übergeben

Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen, Brandschutzunterlagen und Betriebsanweisungen

Ansprechpartner benennen

FM, IT, HSE, Security, Einkauf, Nutzervertretung und Management

Objektzugang ermöglichen

Begehungen, Technikräume, Dächer, Sicherheitsbereiche und Außenanlagen

Schlüssel und Berechtigungen bereitstellen

Schlüssel, Karten, Codes, Ausweise, Schließpläne

Systemrechte ermöglichen

CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT, Reporting und Nutzerrechte

Freigaben erteilen

Sonderleistungen, Arbeitsfreigaben, Kostenfreigaben und Nachunternehmerfreigaben

Nutzerkommunikation unterstützen

Information über neue Meldewege, Ansprechpartner und Servicezeiten

Vordienstleister einbinden

Übergabe von Daten, Dokumenten, Schlüsseln, Mängeln und Objektwissen

Entscheidungen treffen

Entscheidung über Risiken, Restpunkte, Go-live und Eskalationen

Go-live freigeben

Bewertung und Freigabe der Betriebsbereitschaft

Go-live und Betriebsbereitschaft in der Leistungsbeschreibung

Die Leistungsbeschreibung sollte den Go-live nicht nur als Termin, sondern als Ergebnis einer Betriebsbereitschaftsprüfung beschreiben.

Prüffeld

Beschreibung

Organisation

Objektleitung, Stellvertretung, Rollen und Eskalationen sind eingerichtet.

Personal

Fachkräfte, Qualifikationen, Bereitschaft und Unterweisungen sind vorhanden.

Daten

Kritische Anlagen-, Flächen-, Raum- und Prüfdaten sind nutzbar.

Dokumentation

Sicherheits- und betriebsrelevante Unterlagen sind verfügbar oder nachgefordert.

Systeme

CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT, Reporting und mobile Anwendungen sind startfähig.

Geräte

Werkzeuge, PSA, Messmittel, Ersatzteile und mobile Geräte sind verfügbar.

Arbeitssicherheit

Unterweisungen, Freigaben, Gefährdungen und Notfallverfahren sind geregelt.

Nachunternehmer

Kritische externe Dienstleister sind beauftragt, unterwiesen und einsatzbereit.

Service

Meldewege, Servicezeiten, Nutzerkommunikation und SLA sind aktiviert.

Reporting

Start-up-Status, Risiken, Maßnahmen und Mindest-KPI können berichtet werden.

Restpunkte

Offene Punkte sind priorisiert, terminiert und Verantwortlichen zugeordnet.

Freigabe

Go-live wird dokumentiert bewertet und freigegeben.

Hypercare in der Leistungsbeschreibung

Die Hypercare-Phase sollte als eigenständige Leistung beschrieben werden. Sie sorgt dafür, dass der Start nicht nur erfolgt, sondern stabilisiert wird.

Hypercare-Leistung

Beschreibung

engmaschige Statusrunden

Regelmäßige Abstimmung zu Tickets, Risiken, Restpunkten und Nutzerfeedback

Ticketmonitoring

Prüfung von Fehlzuordnungen, Rückständen, Prioritäten und Wiederholmeldungen

Nutzerfeedback

Aufnahme und Bewertung von Beschwerden, Fragen und Verbesserungshinweisen

Systemstabilisierung

Korrektur von Systemfehlern, Rechten, Workflows und Berichten

Datenkorrektur

Nachführung startkritischer Datenlücken

Dokumentationsnachforderung

Verfolgung fehlender oder unvollständiger Unterlagen

Nachunternehmerkontrolle

Prüfung externer Leistungen, Rückmeldungen und Nachweise

Maßnahmenmanagement

Priorisierung und Verfolgung offener Punkte

Eskalation

schnelle Entscheidung kritischer Anfangsprobleme

Hypercare-Bericht

Abschlussdokumentation der Stabilisierungsphase

Exit in der Leistungsbeschreibung

Eine gute Leistungsbeschreibung denkt das Vertragsende mit. Dadurch wird verhindert, dass beim nächsten Dienstleisterwechsel wieder Daten, Dokumente und Wissen verloren gehen.

Exit-Leistung

Beschreibung

Datenrückgabe

Übergabe von Anlagen-, Flächen-, Raum-, Prüf-, Ticket-, Wartungs- und Leistungsdaten

Dokumentationsübergabe

Übergabe von Plänen, Prüfberichten, Genehmigungen, Nachweisen und Protokollen

Ticket- und Wartungshistorie

Übergabe abgeschlossener und offener Vorgänge

Mängelstatus

Übergabe offener Mängel, Restpunkte und Maßnahmen

Schlüssel und Zutritte

Rückgabe oder Übergabe von Schlüsseln, Karten, Codes und Berechtigungen

Systemexport

Export aus Dienstleistersystemen und Unterstützung bei Datenmigration

Nachunternehmerinformationen

Übergabe von Kontakten, Verträgen, Nachweisen und laufenden Terminen

Wissenstransfer

Objektbesonderheiten, Nutzeranforderungen, Risiken und Erfahrungswissen

Schlussbericht

Dokumentation des Zustands bei Vertragsende

Mitwirkung am Nachfolge-Start-up

definierte Unterstützung des nächsten Dienstleisters

Erstellung der Leistungsbeschreibung

Die Leistungsbeschreibung sollte nicht isoliert am Schreibtisch entstehen. Sie muss aus Analyse, Objektkenntnis, Datenprüfung, Dokumentationssichtung, Nutzeranforderungen, Betreiberpflichten, Systemlandschaft und Vertragszielen abgeleitet werden.

Schritt

Inhalt

Ergebnis

1. Ziel klären

Zweck der Neuvergabe und des Dienstleisterwechsels definieren

Zielbild

2. Bestand analysieren

bestehende Leistungen, Verträge, Daten, Dokumente und Risiken prüfen

Bestandsanalyse

3. Bedarf definieren

künftige Leistungen, Qualität und Steuerungsanforderungen festlegen

Bedarfsdefinition

4. Leistungsbereiche strukturieren

technische, infrastrukturelle, kaufmännische und steuernde Leistungen gliedern

Leistungsstruktur

5. Start-up beschreiben

Mobilisierung, Daten, Systeme, Go-live und Hypercare festlegen

Start-up-Leistungsbild

6. Schnittstellen klären

Auftraggeber, Auftragnehmer, Nutzer, Nachunternehmer, Systeme und Dritte abgrenzen

Schnittstellenmatrix

7. Daten und Dokumente definieren

Datenmodell, Dokumentationsanforderungen und Pflegepflichten festlegen

Daten- und Dokumentationsanforderungen

8. Qualität beschreiben

SLA, KPI, Nachweise und Berichte vorbereiten

Qualitäts- und Reportingkonzept

9. Mitwirkung beschreiben

Auftraggeberleistungen terminieren und nachweisbar machen

Mitwirkungsmatrix

10. Vertragsfähigkeit prüfen

Leistungsbeschreibung auf Eindeutigkeit, Kalkulierbarkeit und Nachweisfähigkeit prüfen

vergabefähige Leistungsbeschreibung

Quellen für die Leistungsbeschreibung

Quelle

Nutzen

bestehender FM-Vertrag

Grundlage für Soll-Leistung und bisherige Pflichten

bestehendes Leistungsverzeichnis

Ausgangspunkt für Leistungsanalyse

Nachträge und Zusatzaufträge

Hinweise auf unvollständige oder unklare Leistungen

Datenbestände

Anlagen, Flächen, Räume, Prüffristen und Nutzerinformationen

Dokumentation

Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen und Betriebsunterlagen

Ticketdaten

Hinweise auf Störungen, Nutzerbedarf und Servicequalität

Monatsberichte

Informationen zu Leistung, Qualität, Kosten und Risiken

Nutzerfeedback

Anforderungen an Service, Kommunikation und Prioritäten

Begehungen

Abgleich von Daten, Dokumenten und tatsächlichem Objektzustand

Interviews

Wissen von Auftraggeber, Nutzern, Dienstleister, IT, HSE und Security

Betreiberpflichtenprüfung

Anforderungen an Prüfungen, Mängel, Freigaben und Nachweise

Systemanalyse

Anforderungen an CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT und Reporting

Drittvertragsanalyse

Abgrenzung externer Spezialleistungen

Reifegradbewertung

Hinweise auf Daten-, Dokumentations-, System- und Organisationslücken

Typische Fehler in Leistungsbeschreibungen

Fehler

Folge

Vermeidung

Leistungsbeschreibung ist zu allgemein

Anbieter interpretieren den Umfang unterschiedlich

klare Leistungsbereiche, Ziele und Nachweise definieren

Start-up wird nicht beschrieben

Mobilisierung wird ungeplant oder nachträglich strittig

Start-up-Leistungsbereich aufnehmen

alte Leistungsbeschreibung wird übernommen

alte Fehler werden fortgeschrieben

Ist-Soll-Abgleich durchführen

Datenlage wird nicht erwähnt

Anbieter kalkulieren auf falscher Grundlage

Datenstatus und Validierungsbedarf beschreiben

Dokumentationspflichten fehlen

Nachweise und Betreiberpflichten bleiben unsicher

Dokumentationsanforderungen aufnehmen

Mitwirkungspflichten fehlen

Auftraggeberleistungen kommen verspätet

Mitwirkungsmatrix erstellen

Schnittstellen fehlen

Zuständigkeiten bleiben unklar

Schnittstellen- und Verantwortungsmatrix ergänzen

SLA sind nicht messbar

Qualität wird subjektiv bewertet

Messlogik und Datenquellen definieren

Nachunternehmer werden nicht geregelt

Spezialleistungen starten unsicher

Nachunternehmeranforderungen beschreiben

Arbeitssicherheit bleibt pauschal

Unterweisungen und Freigaben fehlen

konkrete HSE-Anforderungen aufnehmen

Reporting wird nicht definiert

Auftraggeber kann Dienstleister nicht steuern

Berichtspflichten und Inhalte beschreiben

Exit wird vergessen

nächster Wechsel beginnt mit Wissensverlust

Datenrückgabe und Wissenstransfer aufnehmen

Risiken bei schwacher Leistungsbeschreibung

Risiko

Ursache

Mögliche Folge

Fehlkalkulation

Leistungsumfang, Mengen oder Datenlage sind unklar

Angebote sind nicht vergleichbar

Nachträge

Sonderleistungen und Leistungsgrenzen sind nicht beschrieben

Zusatzkosten und Konflikte

Start-up-Verzug

Mobilisierung und Mitwirkung sind nicht geregelt

Go-live gefährdet

Compliance-Lücken

Betreiberpflichten und Nachweise fehlen

Haftungs- und Auditrisiken

Qualitätsprobleme

SLA, KPI und Nachweise sind unpräzise

Leistung bleibt schwer steuerbar

Datenprobleme

Datenvalidierung und Pflege fehlen

Wartung, Tickets und Reporting fehlerhaft

Systemprobleme

digitale Anforderungen sind nicht beschrieben

CAFM und Ticketsystem starten nicht stabil

Nutzerbeschwerden

Service Desk und Meldewege fehlen

Fehlmeldungen und Akzeptanzverlust

Schnittstellenkonflikte

Verantwortlichkeiten sind nicht abgegrenzt

Aufgaben bleiben liegen

Exit-Risiko

Datenrückgabe ist nicht geregelt

nächster Dienstleisterwechsel wird riskant

Checkliste Leistungsbeschreibung

Prüfpunktthema

Leitfrage

Ziel

Ist das Ziel der FM-Leistung und des Dienstleisterwechsels beschrieben?

Objektumfang

Sind Standorte, Gebäude, Flächen, Räume, Außenanlagen und Nutzerbereiche erfasst?

Leistungsmodell

Sind technische, infrastrukturelle, kaufmännische und steuernde Leistungen gegliedert?

Start-up

Sind Mobilisierung, Datenübernahme, Systemeinrichtung, Go-live und Hypercare beschrieben?

Regelbetrieb

Sind dauerhafte Leistungen, Prozesse und Qualitätsanforderungen beschrieben?

Leistungsabgrenzung

Sind Standardleistungen, Sonderleistungen, Auftraggeberleistungen und Drittleistungen abgegrenzt?

Daten

Sind Datenanforderungen, Validierung, Pflege und Rückgabe geregelt?

Dokumentation

Sind Unterlagen, Nachweise, Revisionsstände und Ablage beschrieben?

Systeme

Sind CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT, Reporting und Schnittstellen berücksichtigt?

Service Desk

Sind Meldewege, Servicezeiten, Ticketprozess und Nutzerkommunikation beschrieben?

Betreiberpflichten

Sind Prüffristen, Mängel, Freigaben und Nachweise berücksichtigt?

Arbeitssicherheit

Sind Unterweisungen, PSA, Gefährdungen und Notfallverfahren beschrieben?

Nachunternehmer

Sind Zulassung, Qualifikation, Unterweisung und Nachweise geregelt?

Schnittstellen

Sind Rollen, Übergaben und Verantwortlichkeiten beschrieben?

SLA

Sind Servicelevel, Prioritäten und Messlogik angelegt?

KPI

Sind Kennzahlen, Datenquellen und Berichtspflichten vorbereitet?

Reporting

Sind Start-up-, Monats-, Risiko-, KPI- und Maßnahmenberichte beschrieben?

Mitwirkung

Sind Auftraggeberleistungen mit Fristen und Nachweisen beschrieben?

Go-live

Sind Betriebsbereitschaftskriterien enthalten?

Hypercare

Ist die Stabilisierungsphase beschrieben?

Exit

Sind Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Wissenstransfer enthalten?

Prüfbarkeit

Kann die Leistung später nachgewiesen, kontrolliert und abgenommen werden?

Qualitätskriterien einer guten Leistungsbeschreibung

Qualitätskriterium

Beschreibung

Vollständigkeit

Alle relevanten Leistungs-, Start-up-, Daten-, System-, Sicherheits- und Reportingthemen sind enthalten.

Eindeutigkeit

Leistungen und Grenzen sind klar und widerspruchsfrei beschrieben.

Kalkulierbarkeit

Anbieter können Aufwand und Risiken realistisch einschätzen.

Start-up-Fähigkeit

Mobilisierung, Betriebsbereitschaft, Go-live und Hypercare sind integriert.

Nachweisfähigkeit

Leistungen sind über Tickets, Protokolle, Berichte oder Dokumente belegbar.

Messbarkeit

Qualität, SLA und KPI können objektiv ausgewertet werden.

Datenfähigkeit

Datenübergabe, Validierung, Pflege und Rückgabe sind beschrieben.

Dokumentationsfähigkeit

Unterlagen, Revisionsstände, Nachforderungen und Ablage sind geregelt.

Systemfähigkeit

digitale Prozesse und Schnittstellen sind berücksichtigt.

Compliance-Fähigkeit

Betreiberpflichten, Arbeitssicherheit und Datenschutz sind einbezogen.

Nutzerorientierung

Service Desk, Meldewege, Rückmeldungen und Beschwerden sind berücksichtigt.

Wirtschaftlichkeit

Sonderleistungen, Regie und Preislogik sind vorbereitbar.

Exit-Fähigkeit

Vertragsende und nächster Dienstleisterwechsel sind mitgedacht.

Nutzen einer professionellen Leistungsbeschreibung

Nutzen

Wirkung

Bessere Angebote

Anbieter verstehen Anforderungen, Risiken und Start-up-Aufwand.

Höhere Vergleichbarkeit

Angebote werden fachlich und wirtschaftlich besser bewertbar.

Weniger Nachträge

Leistungsgrenzen und Sonderleistungen sind klarer.

Sichererer Start-up

Mobilisierung und Betriebsbereitschaft sind beschrieben.

Stabilerer Go-live

Startkritische Voraussetzungen werden prüfbar.

Bessere Datenqualität

Datenvalidierung und Pflege sind von Anfang an vorgesehen.

Höhere Nachweisfähigkeit

Leistungen, Prüfungen und Freigaben werden dokumentierbar.

Stärkere Betreiberpflichtensteuerung

Prüfpflichten, Mängel und Nachweise werden integriert.

Bessere Nutzerakzeptanz

Servicewege und Kommunikation sind vorbereitet.

Besseres Dienstleistercontrolling

KPI, SLA, Reporting und Maßnahmenmanagement sind anwendbar.

Höhere Wirtschaftlichkeit

Leistung, Vergütung und Zusatzaufwand werden transparenter.

Wechselrobustheit

Exit und Datenrückgabe sind früh berücksichtigt.

FM-Connect.com: Unterstützung bei der Leistungsbeschreibung

FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber bei der Erstellung, Prüfung und Weiterentwicklung von Leistungsbeschreibungen für Facility-Management-Dienstleisterwechsel. Ziel ist eine Leistungsbeschreibung, die nicht nur den Regelbetrieb beschreibt, sondern den gesamten Start-up bis zur stabilen Betriebsübernahme absichert.

Wir verbinden Bedarfsanalyse, Leistungsstrukturierung, Betreiberpflichten, Daten- und Dokumentationsanforderungen, Systemfähigkeit, Servicequalität, Nachunternehmersteuerung, Arbeitssicherheit, Reporting, Go-live-Kriterien und Exit-Anforderungen zu einer belastbaren Leistungsgrundlage.

Unterstützungsfeld

Beitrag von FM-Connect.com

Bedarfsanalyse

Ermittlung des tatsächlichen FM-Leistungsbedarfs

Leistungsstrukturierung

Gliederung technischer, infrastruktureller, kaufmännischer und steuernder Leistungen

Start-up-Leistungsbeschreibung

Beschreibung von Mobilisierung, Datenübernahme, Systemeinrichtung, Go-live und Hypercare

Betreiberpflichtenintegration

Einbindung von Prüfpflichten, Mängeln, Freigaben und Nachweisen

Datenanforderungen

Definition von Datenübergabe, Validierung, Pflege, Systemfähigkeit und Rückgabe

Dokumentationsanforderungen

Beschreibung von Unterlagen, Revisionsständen, Nachforderungen und Ablage

Systemanforderungen

Einbindung von CAFM, Ticketsystem, GLT, DMS, Reporting und Schnittstellen

Serviceanforderungen

Beschreibung von Service Desk, Meldewegen, SLA, Nutzerkommunikation und Beschwerden

Schnittstellenklärung

Abgrenzung von Auftraggeber, Auftragnehmer, Nutzern, Nachunternehmern und Dritten

Qualitätsanforderungen

Entwicklung von SLA, KPI, Nachweisen und Berichtspflichten

Mitwirkungspflichten

Beschreibung von Daten, Dokumenten, Freigaben, Zugängen und Ansprechpartnern

Go-live-Kriterien

Entwicklung eines Betriebsbereitschaftsmodells

Hypercare-Regelung

Beschreibung der Stabilisierungsphase nach Betriebsbeginn

Exit-Anforderungen

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Wissenstransfer

Qualitätssicherung

Prüfung auf Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Kalkulierbarkeit und Vertragsfähigkeit

Ergebnis einer start-up-fähigen Leistungsbeschreibung

Eine start-up-fähige Leistungsbeschreibung schafft die fachliche Grundlage für eine erfolgreiche Vergabe, einen klaren Vertrag, einen geordneten Dienstleisterwechsel und einen stabilen Regelbetrieb.

Ergebnis

Bedeutung

Klarer Leistungsbedarf

Anbieter und Auftraggeber haben ein gemeinsames Verständnis.

Vergabefähige Anforderungen

Angebote werden vergleichbarer und realistischer.

Steuerbarer Start-up

Mobilisierung, Daten, Systeme, Go-live und Hypercare sind beschrieben.

Belastbare Vertragsgrundlage

Leistungen, Nachweise, SLA, KPI und Schnittstellen sind regelbar.

Höhere Betriebsbereitschaft

Startkritische Voraussetzungen sind prüfbar.

Bessere Nachweisführung

Leistungen, Prüfungen und Freigaben sind dokumentierbar.

Reduzierte Risiken

Daten-, Dokumentations-, Schnittstellen- und Compliance-Risiken werden minimiert.

Bessere Nutzerkommunikation

Servicewege und Rückmeldungen sind vorbereitet.

Wirtschaftlicherer Betrieb

Sonderleistungen, Regie und Nachträge werden transparenter.

Exit-fähiger Betrieb

Der nächste Dienstleisterwechsel wird vorbereitet.

Anspruch

Die Leistungsbeschreibung ist die fachliche Grundlage des FM-Dienstleisterwechsels. Sie beschreibt den Leistungsumfang, die Ziele, Qualitätsanforderungen, Schnittstellen, Start-up-Leistungen, Daten- und Dokumentationspflichten, Systemanforderungen, Betreiberpflichten, Serviceprozesse, Nachweise, Reportinganforderungen, Go-live-Kriterien, Hypercare und Exit-Anforderungen.

Eine gute Leistungsbeschreibung sorgt dafür, dass Anbieter realistisch kalkulieren, der Auftraggeber Angebote vergleichen kann und der neue Dienstleister seine Leistungen sicher in den Regelbetrieb überführen kann.

Besonders wichtig ist, dass die Leistungsbeschreibung nicht nur den späteren Regelbetrieb, sondern auch die Mobilisierung vor dem Betriebsbeginn umfasst. Dazu gehören Datenvalidierung, Dokumentationsprüfung, System-Start-up, Betriebsorganisation, Service-Start-up, Arbeitssicherheit, Nachunternehmerintegration, Nutzerkommunikation und Betriebsbereitschaftsprüfung.

FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber dabei, Leistungsbeschreibungen so zu entwickeln, dass sie vergabefähig, vertragsfähig, start-up-fähig und regelbetriebstauglich sind. Ziel ist ein Dienstleisterwechsel, der auf klaren Anforderungen beruht und zu einem sicheren, wirtschaftlichen und stabilen Facility-Management-Betrieb führt.