Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Leistungsverzeichnis für strukturierte Facility-Management-Start-up-Prozesse

Kalkulierbare Leistungsgrundlage für Dienstleisterwechsel, Start-up und Regelbetrieb

Das Leistungsverzeichnis ist die strukturierte, positionsbezogene Konkretisierung der Facility-Management-Leistungen. Es übersetzt die Leistungsbeschreibung in kalkulierbare, vergleichbare, prüfbare und später abrechenbare Leistungspositionen.

Während die Leistungsbeschreibung beschreibt, was fachlich erreicht werden soll, legt das Leistungsverzeichnis fest, welche Leistung in welchem Umfang, an welchem Objekt, mit welcher Häufigkeit, mit welchem Nachweis und gegebenenfalls zu welchem Preis zu erbringen ist.

Beim Dienstleisterwechsel im Facility Management ist das Leistungsverzeichnis besonders wichtig. Es bildet die Grundlage für die Angebotskalkulation, die Bewertung der Anbieter, die Vertragsgestaltung, die Mobilisierung, den Go-live und die spätere Leistungssteuerung. Ein gutes Leistungsverzeichnis verhindert, dass Anbieter unterschiedliche Annahmen treffen, Leistungen unvollständig kalkulieren oder Start-up-Aufgaben erst nach Zuschlag sichtbar werden.

Ein FM-Leistungsverzeichnis darf sich nicht nur auf den späteren Regelbetrieb beschränken. Es muss auch Start-up-Leistungen abbilden: Datenübernahme, Datenvalidierung, Dokumentationsprüfung, Systemeinrichtung, Objektbegehungen, Unterweisungen, Nachunternehmerintegration, Nutzerkommunikation, Betriebsbereitschaftsprüfung, Go-live-Begleitung und Hypercare.

Nur wenn diese Leistungen im Leistungsverzeichnis sichtbar sind, können sie kalkuliert, vertraglich gesichert, beauftragt, abgenommen und gesteuert werden.

Strukturiertes Leistungsverzeichnis für Facility Services

Definition Leistungsverzeichnis

Ein Leistungsverzeichnis im Facility Management ist eine systematische Aufstellung der zu erbringenden Leistungen mit Leistungspositionen, Mengen, Einheiten, Intervallen, Leistungsorten, Qualitätsanforderungen, Nachweisen und Vergütungslogik.

Es dient der Konkretisierung der Leistungsbeschreibung und stellt sicher, dass Anbieter auf einer vergleichbaren Grundlage kalkulieren können. Im späteren Vertrag dient es als Prüf-, Abnahme-, Steuerungs- und Abrechnungsgrundlage.

Begriff

Bedeutung

Leistungsverzeichnis

Strukturierte Aufstellung der FM-Leistungen mit Positionen, Mengen, Einheiten, Intervallen und Nachweisen

LV-Position

Einzelne, eindeutig beschriebene Leistungseinheit

Leistungsmenge

Kalkulationsrelevante Menge, etwa Fläche, Anlage, Raum, Termin, Stunde oder Pauschale

Einheit

Bezugsgröße einer Position, etwa Stück, m², Anlage, Monat, Termin, Stunde oder pauschal

Intervall

Häufigkeit oder Turnus der Leistungserbringung

Leistungsort

Standort, Gebäude, Geschoss, Raum, Fläche, Anlage oder Außenbereich

Qualitätsanforderung

Vorgabe zum erwarteten Zustand, Ergebnis oder Standard

Nachweis

Protokoll, Ticket, Foto, Prüfbericht, Systemeintrag, Leistungsschein oder Bericht

Preisposition

Position, die zur Kalkulation oder Abrechnung genutzt wird

Start-up-Position

Einmalige oder zeitlich begrenzte Leistung zur Herstellung der Betriebsfähigkeit

Regelbetriebsposition

Dauerhafte Leistung während der Vertragslaufzeit

Eventualposition

Leistung, die nur bei Bedarf abgerufen wird

Regieposition

Leistung nach Aufwand auf Basis definierter Sätze

Optionsposition

Leistung, die zusätzlich angeboten, aber nicht zwingend beauftragt wird

Ziel des Leistungsverzeichnisses

Das Ziel des Leistungsverzeichnisses besteht darin, Facility-Management-Leistungen so konkret zu beschreiben, dass sie kalkulierbar, vergleichbar, steuerbar und nachweisbar werden.

Ein gutes Leistungsverzeichnis schafft Transparenz über Leistungsumfang, Mengen, Qualitäten, Verantwortlichkeiten und Abrechnungslogik. Es reduziert Interpretationsspielräume und macht sichtbar, welche Leistungen im Regelbetrieb, im Start-up, in der Hypercare oder bei Vertragsende zu erbringen sind.

Ziel

Erläuterung

Ergebnis

Kalkulierbarkeit herstellen

Leistungen werden mit Mengen, Einheiten und Intervallen beschrieben.

Anbieter können realistische Angebote erstellen.

Vergleichbarkeit ermöglichen

Alle Anbieter kalkulieren auf derselben Grundlage.

Angebote werden sachlich vergleichbar.

Leistungsumfang konkretisieren

Die Leistungsbeschreibung wird in konkrete Positionen übersetzt.

Weniger Leistungsstreit.

Start-up-Aufwand sichtbar machen

Mobilisierung, Datenprüfung, Systemstart und Go-live werden als eigene Leistungen abgebildet.

Weniger Nachtragsrisiken.

Nachweisfähigkeit sichern

Je Position werden Nachweise und Dokumentationsformen beschrieben.

Leistungen sind prüfbar und abnahmefähig.

Qualität steuerbar machen

Qualitätsanforderungen, SLA und KPI werden mit Leistungen verbunden.

Der Regelbetrieb wird messbar.

Abrechnung erleichtern

Pauschalen, Regie, Sonderleistungen und Eventualpositionen werden getrennt.

Kosten werden transparenter.

Schnittstellen klären

Auftraggeber-, Auftragnehmer-, Nutzer- und Nachunternehmerleistungen werden abgegrenzt.

Weniger Zuständigkeitskonflikte.

Go-live absichern

Startkritische Leistungen werden in den Mobilisierungsplan überführbar.

Betriebsbereitschaft wird prüfbar.

Exit vorbereiten

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Schlussleistungen werden sichtbar.

Der nächste Dienstleisterwechsel wird erleichtert.

Bedeutung des Leistungsverzeichnisses im Dienstleisterwechsel

Beim Dienstleisterwechsel muss der neue FM-Dienstleister bestehende Gebäude, Anlagen, Flächen, Nutzeranforderungen, Betreiberpflichten, Systeme, Daten, Dokumente und Nachunternehmerstrukturen übernehmen. Das Leistungsverzeichnis muss diesen Übergang so konkret abbilden, dass der Dienstleister nicht erst im laufenden Betrieb klären muss, welche Leistungen geschuldet sind.

Ein unvollständiges Leistungsverzeichnis führt zu unterschiedlichen Angebotsannahmen, zu niedrigen oder nicht vergleichbaren Preisen, Nachträgen, Verzögerungen und Qualitätsproblemen. Besonders kritisch ist, wenn Start-up-Leistungen im Leistungsverzeichnis fehlen. Dann wird der Aufwand für Mobilisierung, Datenvalidierung, Systemeinrichtung und Go-live nicht sauber kalkuliert.

Schwäche im Leistungsverzeichnis

Mögliche Folge im Start-up

Start-up-Positionen fehlen.

Mobilisierung und Implementierung werden nicht ausreichend kalkuliert.

Anlagenmengen sind unvollständig.

Wartung und Prüfpflichten starten fehlerhaft.

Flächenangaben sind unklar.

Reinigung, Winterdienst, Sicherheit und Abrechnung werden strittig.

Einheiten sind nicht eindeutig.

Anbieter kalkulieren unterschiedlich.

Intervalle fehlen.

Wiederkehrende Leistungen werden falsch geplant.

Nachweise sind nicht beschrieben.

Abnahme, Reporting und Abrechnung werden erschwert.

Sonderleistungen sind nicht abgegrenzt.

Zusatzkosten und Nachträge entstehen.

Regiepositionen fehlen.

Kleine Zusatzleistungen werden unkontrolliert abgerechnet.

Daten- und Dokumentationspositionen fehlen.

Systemstart und Betreiberpflichten werden unsicher.

Hypercare fehlt.

Anfangsprobleme bleiben ungesteuert.

Exit-Leistungen fehlen.

Daten und Dokumente werden bei Vertragsende nicht geordnet übergeben.

Unterschied zwischen Leistungsbeschreibung und Leistungsverzeichnis

Die Leistungsbeschreibung und das Leistungsverzeichnis gehören zusammen. Die Leistungsbeschreibung beschreibt den fachlichen Rahmen. Das Leistungsverzeichnis macht diesen Rahmen operativ und kaufmännisch greifbar.

Aspekt

Leistungsbeschreibung

Leistungsverzeichnis

Hauptfrage

Was soll fachlich erreicht werden?

Welche konkrete Leistung ist in welchem Umfang zu erbringen?

Schwerpunkt

Ziele, Qualität, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen, Nachweise

Positionen, Mengen, Einheiten, Intervalle, Leistungsorte, Preise

Detaillierungsgrad

Fachlich beschreibend

Kalkulatorisch und prüfbar konkretisiert

Bedeutung für Anbieter

Verständnis des Leistungsmodells

Grundlage der Angebotskalkulation

Bedeutung für Vertrag

Pflichtenrahmen

Leistungs-, Prüf- und Abrechnungsgrundlage

Bedeutung für Start-up

Beschreibt erforderliche Betriebsfähigkeit

Macht Start-up-Leistungen kalkulierbar

Beispiel

„Anlagendaten sind vor Go-live zu validieren.“

„Validierung Anlagendatensatz je Anlage, inkl. Abweichungsprotokoll.“

Risiko bei Schwäche

Unklare Erwartungen

Fehlkalkulation und Nachträge

Grundanforderungen an ein gutes Leistungsverzeichnis

Ein gutes FM-Leistungsverzeichnis muss fachlich vollständig, eindeutig, kalkulierbar, nachweisfähig und vertragsfähig sein. Es muss sowohl die wiederkehrenden Leistungen als auch die einmaligen Start-up-Leistungen abbilden.

Anforderung

Erläuterung

Vollständigkeit

Alle relevanten Leistungsbereiche, Start-up-Aufgaben und Nachweise sind enthalten.

Eindeutigkeit

Jede Position ist klar beschrieben und vermeidet Mehrdeutigkeiten.

Kalkulierbarkeit

Mengen, Einheiten, Intervalle und Rahmenbedingungen sind ausreichend konkret.

Vergleichbarkeit

Anbieter können auf gleicher Grundlage anbieten.

Nachweisfähigkeit

Je Position ist erkennbar, wie die Leistung belegt wird.

Abrechnungsfähigkeit

Pauschalen, Einzelpreise, Regie und Sonderleistungen sind sauber getrennt.

Start-up-Fähigkeit

Mobilisierung, Datenvalidierung, Systemstart und Go-live sind als Leistungen erfasst.

Betreiberpflichtenfähigkeit

Prüfpflichten, Mängel und sicherheitsrelevante Nachweise sind berücksichtigt.

Systemfähigkeit

Daten, Tickets, CAFM, DMS, Reporting und mobile Rückmeldungen sind einbindbar.

Schnittstellenklarheit

Auftraggeber-, Auftragnehmer-, Nachunternehmer- und Nutzerrollen sind abgrenzbar.

Änderungsfähigkeit

Mengenänderungen, neue Anlagen, Flächenänderungen und Change Requests sind handhabbar.

Exit-Fähigkeit

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Schlussleistungen sind geregelt.

Grundstruktur eines FM-Leistungsverzeichnisses

Ein FM-Leistungsverzeichnis sollte so strukturiert sein, dass Regelbetrieb, Start-up, Sonderleistungen, Regie und Exit voneinander getrennt und dennoch inhaltlich miteinander verbunden sind.

LV-Hauptbereich

Inhalt

Allgemeine Leistungen

Objektleitung, Projektsteuerung, Regelkommunikation, Berichtswesen, Qualitätsmanagement

Start-up-Leistungen

Mobilisierung, Datenübernahme, Dokumentationsprüfung, Systemeinrichtung, Go-live, Hypercare

Technisches FM

Wartung, Inspektion, Entstörung, Prüfpflichten, Mängelmanagement, Anlagenbetrieb

Infrastrukturelles FM

Reinigung, Sicherheit, Entsorgung, Außenanlagen, Winterdienst, Logistik, Empfang

Kaufmännisches FM

Leistungsnachweise, Abrechnung, Sonderleistungssteuerung, Budget- und Kostenberichte

Service Desk

Störungsannahme, Ticketbearbeitung, Nutzerkommunikation, SLA-Rückmeldungen

Daten- und Dokumentationsmanagement

Datenpflege, Dokumentenablage, Nachforderung, Systemdaten, Datenrückgabe

Betreiberpflichtenmanagement

Prüffristen, Prüfberichte, Mängel, Freigaben, Nachweisführung

Arbeitssicherheit und Fremdfirmen

Unterweisungen, PSA, Freigaben, Sicherheitsbegehungen, Fremdfirmenkoordination

Nachunternehmersteuerung

Auswahl, Qualifikation, Unterweisung, Einsatzplanung, Nachweise

Reporting und Qualitätssteuerung

KPI, SLA, Monatsbericht, Maßnahmenlisten, Audits, Risikoberichte

Regieleistungen

Stundensätze, Zuschläge, Material, Zusatzaufträge, Bereitschaftseinsätze

Sonder- und Eventualleistungen

Leistungen bei Bedarf, Zusatzservices, Sonderprüfungen, Sonderreinigung

Change-Request-Leistungen

Änderungen an Leistung, Menge, Fläche, Anlagen oder Systemen

Exit-Leistungen

Schlussbericht, Datenexport, Dokumentationsübergabe, Wissenstransfer

Jede LV-Position sollte so aufgebaut sein, dass sie fachlich verständlich, kalkulierbar und später prüfbar ist.

Feld einer LV-Position

Bedeutung

Positionsnummer

Eindeutige Identifikation der Leistung

Leistungsbereich

Zuordnung zu technischem, infrastrukturellem, kaufmännischem oder steuerndem FM

Leistungsbezeichnung

Kurze, eindeutige Benennung der Leistung

Leistungsbeschreibung

Inhalt der zu erbringenden Leistung

Leistungsort

Standort, Gebäude, Raum, Fläche, Anlage oder Bereich

Leistungsmenge

Anzahl, Fläche, Anlage, Termin, Stunde oder Pauschale

Einheit

m², Stück, Anlage, Termin, Monat, Stunde, pauschal

Intervall

einmalig, täglich, wöchentlich, monatlich, quartalsweise, jährlich, bei Bedarf

Qualitätsanforderung

Erwarteter Zustand, Standard oder Ergebnis

Nachweis

Protokoll, Ticket, Foto, Prüfbericht, Systemeintrag, Bericht

Verantwortlichkeit

Auftragnehmer, Auftraggeber, Nachunternehmer oder Dritter

Mitwirkung

Erforderliche Daten, Freigaben, Zugänge oder Informationen des Auftraggebers

Abrechnung

Pauschal, Einheitspreis, Regie, Eventualposition oder Sonderleistung

Kritikalität

Bedeutung für Go-live, Betrieb, Sicherheit oder Betreiberpflichten

Bemerkung

Besondere Anforderungen, Einschränkungen oder Abgrenzungen

Beispielhafte LV-Positionsstruktur

Pos.

Leistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Abrechnung

1.1

Erstellung Start-up-Plan

pauschal

einmalig

freigegebener Start-up-Plan

pauschal

1.2

Pflichtenanalyse und Pflichtenmatrix

pauschal

einmalig

Pflichtenmatrix

pauschal

1.3

Validierung Anlagendaten

Anlage

einmalig

Validierungsprotokoll

Einheitspreis

1.4

Dokumentationsprüfung

Dokumentengruppe

einmalig

Dokumentationsstatus

pauschal / Einheit

1.5

Objektbegehung Gebäude

Termin

einmalig / nach Bedarf

Begehungsprotokoll

Terminpreis

1.6

Systemtest Ticketsystem

pauschal

vor Go-live

Testprotokoll

pauschal

1.7

Fremdfirmenunterweisung

Person / Firma

vor Einsatz

Unterweisungsnachweis

Einheitspreis

1.8

Go-live-Begleitung

Tag

bei Betriebsstart

Go-live-Protokoll

Tagessatz

1.9

Hypercare

Woche

nach Go-live

Hypercare-Bericht

Wochenpauschale

1.10

Start-up-Abschlussbericht

pauschal

einmalig

Abschlussbericht

pauschal

Start-up-Leistungen im Leistungsverzeichnis

Start-up-Leistungen sind einmalige oder zeitlich begrenzte Leistungen zur Herstellung der Betriebsfähigkeit. Sie sollten im Leistungsverzeichnis klar von Regelbetriebsleistungen getrennt werden.

Start-up-Leistung

Einheit

Typischer Nachweis

Bedeutung

Start-up-Plan erstellen

pauschal

Start-up-Plan

Grundlage für Mobilisierung

Kick-off durchführen

Termin

Protokoll

Rollen- und Zielklärung

Pflichtenmatrix erstellen

pauschal

Pflichtenmatrix

Übersetzung des Vertrags in Aufgaben

Datenanforderung erstellen

pauschal

Datenanforderungsliste

Grundlage für Datenübernahme

Anlagendaten validieren

Anlage / Datensatz

Validierungsprotokoll

Grundlage für Wartung und Prüfpflichten

Flächen- und Raumdaten prüfen

Raum / m² / pauschal

Flächen- und Raumdatenstatus

Grundlage für Reinigung, Tickets und Abrechnung

Dokumentationsprüfung durchführen

Dokument / Dokumentengruppe

Dokumentationsstatus

Grundlage für Betrieb und Nachweise

Dokumente nachfordern

Vorgang / pauschal

Nachforderungsliste

Schließung kritischer Lücken

Objektbegehung durchführen

Termin / Gebäude

Begehungsprotokoll

Objektkenntnis und Mängelaufnahme

Anlagenbegehung durchführen

Anlagenart / Termin

Anlagenprotokoll

technische Betriebsfähigkeit

Systemkonfiguration vornehmen

System / pauschal

Systemstatus

digitale Betriebsfähigkeit

Testtickets durchführen

Testfall

Testprotokoll

Prüfung des Serviceprozesses

Nutzerinformation vorbereiten

pauschal

Kommunikationsnachweis

Akzeptanz und Meldewege

Unterweisungen durchführen

Person / Firma

Unterweisungsnachweis

Arbeitssicherheit

Nachunternehmer einbinden

Firma

Nachunternehmerstatus

Sicherung externer Leistungen

Betriebsbereitschaft prüfen

pauschal

Go-live-Check

Freigabegrundlage

Hypercare durchführen

Woche / Monat

Hypercare-Bericht

Stabilisierung nach Go-live

Technisches Facility Management im Leistungsverzeichnis

Technische FM-Leistungen müssen an Anlagen, Intervallen, Prüffristen, Störungen und Nachweisen ausgerichtet werden. Je genauer Anlagenbestand und Kritikalität beschrieben sind, desto belastbarer ist die Kalkulation.

Technische LV-Position

Einheit

Intervall

Nachweis

Wartung Heizungsanlage

Anlage

gemäß Wartungsplan

Wartungsprotokoll

Wartung Lüftungsanlage

Anlage

quartalsweise / halbjährlich

Wartungsprotokoll

Wartung Kälteanlage

Anlage

gemäß Vorgabe

Wartungsprotokoll

Inspektion technischer Räume

Raum

monatlich

Kontrollprotokoll

Störungsbearbeitung Technik

Ticket

ereignisbezogen

Ticketabschluss

Rufbereitschaft Technik

Monat

laufend

Bereitschaftsplan

Begleitung Sachverständigenprüfung

Termin

nach Prüffrist

Prüfungsprotokoll

Mängelverfolgung aus Prüfbericht

Mangel

ereignisbezogen

Mängelstatus

GLT-Alarmbearbeitung

Alarm / pauschal

ereignisbezogen

Alarmprotokoll

Ersatzteilmanagement kritisch

pauschal / Material

laufend

Bestands- und Verbrauchsnachweis

technische Begehung

Termin

monatlich / quartalsweise

Begehungsprotokoll

Aktualisierung Anlagendaten

Datensatz

bei Änderung

Datenänderungsnachweis

technische Monatsauswertung

Bericht

monatlich

Technikbericht

Technische LV-Positionen nach Anlagenarten

Anlagenart

Typische LV-Inhalte

Heizung

Wartung, Inspektion, Störungsbearbeitung, Betriebsoptimierung, Dokumentation

Lüftung

Filterwechsel, Funktionsprüfung, Luftmengen, Hygieneanforderungen, Störungen

Kälte

Wartung, Dichtheitsprüfung, Störungsmanagement, Fachkundenachweise

Sanitär

Inspektion, Leckagebearbeitung, Trinkwasserhygiene, Armaturen, Pumpen

Elektro

Prüfungen, Verteilungen, Sicherheitsbeleuchtung, Störungsbearbeitung, Schaltberechtigungen

Aufzug

Schnittstelle zum Aufzugsdienst, Notruf, Befreiung, Prüfberichte, Mängel

BMA

Wartungsschnittstelle, Alarmwege, Prüfberichte, Störungsbearbeitung

RWA

Funktionsprüfung, Wartungsschnittstelle, Nachweise, Mängel

Sprinkler

Prüfungen, Wartung, Mängel, Dokumentation, Fremdfirmenkoordination

GLT / MSR

Alarmmanagement, Bedienrechte, Datenpunkte, Fernzugriff, Systemdokumentation

Türen / Tore

Funktionsprüfung, Wartungsschnittstellen, Sicherheitsanforderungen

Dach / Entwässerung

Begehung, Reinigung, Sicherheitsfreigaben, Mängelaufnahme

Infrastrukturelles Facility Management im Leistungsverzeichnis

Infrastrukturelle Leistungen sind flächen-, nutzer- und qualitätsbezogen. Das Leistungsverzeichnis muss Flächenarten, Intervalle, Qualitätsstandards und Nachweise sauber abbilden.

Infrastrukturelle LV-Position

Einheit

Intervall

Nachweis

Unterhaltsreinigung Büroflächen

täglich / werktäglich

Reinigungsnachweis

Reinigung Sanitärbereiche

Raum / m²

täglich / mehrfach täglich

Reinigungsnachweis

Reinigung Verkehrsflächen

täglich / wöchentlich

Reinigungsnachweis

Grundreinigung

jährlich / nach Bedarf

Abnahmeprotokoll

Glasreinigung

halbjährlich / jährlich

Leistungsnachweis

Sonderreinigung

Stunde / m²

bei Bedarf

freigegebener Auftrag

Sicherheitsrundgang

Rundgang

gemäß Revierplan

Kontrollnachweis

Empfangsdienst

Stunde / Monat

laufend

Dienstplan / Bericht

Entsorgung Restmüll

Behälter / Fraktion

gemäß Abholplan

Entsorgungsnachweis

Außenanlagenpflege

saisonal

Pflegeprotokoll

Winterdienst

m² / Einsatz

witterungsabhängig

Einsatznachweis

Schädlingsmonitoring

Kontrollpunkt

monatlich / quartalsweise

Kontrollbericht

interne Logistik

Auftrag / Stunde

bei Bedarf

Leistungsnachweis

Reinigung im Leistungsverzeichnis

Reinigungsleistungen benötigen eine besonders belastbare Flächen- und Raumgrundlage. Das Leistungsverzeichnis sollte nicht nur Quadratmeter angeben, sondern auch Nutzungsart, Frequenz, Qualitätsstandard und Sonderanforderungen.

Reinigungsbereich

LV-Angabe

Bedeutung

Büroflächen

m², Frequenz, Qualitätsstandard

Grundlage für Unterhaltsreinigung

Besprechungsräume

Raum / m², Frequenz, Sonderzeiten

nutzerkritische Flächen

Sanitärbereiche

Raum / m², Frequenz, Verbrauchsmaterial

Hygiene und Nutzerzufriedenheit

Verkehrsflächen

m², Material, Frequenz

Sichtqualität und Verkehrssicherheit

Technikflächen

Raum / m², Zutritt, Sicherheitsregeln

besondere Zutrittsanforderungen

Küchen / Teeküchen

Raum / m², Hygieneanforderung

Nutzerqualität

Sonderbereiche

Raum / m², besondere Regeln

Labore, Archive, Sicherheitsbereiche

Außenflächen

m², Belag, Frequenz

Reinigung, Verkehrssicherung

Glasflächen

m², innen / außen, Höhe, Zugang

Kalkulation und Arbeitssicherheit

Bodenarten

Belag, Pflegeanforderung

Qualitäts- und Materialbezug

Sicherheitsleistungen im Leistungsverzeichnis

Sicherheitsleistungen müssen nach Aufgaben, Zeiten, Kontrollpunkten, Ereigniswegen und Nachweisen beschrieben werden.

Sicherheitsleistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Revierkontrolle innen

Rundgang

gemäß Revierplan

Kontrollsystem / Bericht

Revierkontrolle außen

Rundgang

gemäß Revierplan

Kontrollnachweis

Empfangs- und Besuchermanagement

Stunde

laufend

Dienstbericht

Schließdienst

Vorgang

täglich / nach Bedarf

Schließprotokoll

Alarmbearbeitung

Ereignis

ereignisbezogen

Ereignisbericht

Zutrittsunterstützung

Vorgang

bei Bedarf

Ausweis- / Zutrittsnachweis

Sicherheitsereignis melden

Ereignis

sofort

Ereignisbericht

Sonderbewachung

Stunde

nach Freigabe

Leistungsnachweis

Notfallunterstützung

Ereignis

bei Bedarf

Notfallprotokoll

Entsorgung im Leistungsverzeichnis

Entsorgungsleistungen müssen nach Fraktionen, Behältern, Standorten, Abholrhythmen, Nachweisen und Sonderanforderungen beschrieben werden.

Entsorgungsleistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Restmüllentsorgung

Behälter / Abholung

gemäß Plan

Entsorgungsnachweis

Papier / Kartonage

Behälter / Abholung

gemäß Plan

Entsorgungsnachweis

Wertstoffe

Fraktion / Abholung

gemäß Plan

Entsorgungsnachweis

Aktenvernichtung

Behälter / Vorgang

bei Bedarf

Vernichtungsnachweis

Sonderabfall

Fraktion / Vorgang

bei Bedarf

Entsorgungsbeleg

Behälterreinigung

Behälter

regelmäßig / nach Bedarf

Leistungsnachweis

Entsorgungsplatzkontrolle

Termin

regelmäßig

Kontrollprotokoll

Nachweisführung Entsorgung

Bericht

monatlich / quartalsweise

Entsorgungsbericht

Außenanlagen und Winterdienst im Leistungsverzeichnis

Außenanlagen und Winterdienst sind häufig haftungs- und nutzerrelevant. Flächen, Wege, Prioritäten und Einsatzlogik müssen genau beschrieben sein.

Leistung

Einheit

Intervall / Auslöser

Nachweis

Grünflächenpflege

saisonal

Pflegeprotokoll

Heckenschnitt

m / Fläche

saisonal

Leistungsnachweis

Laubbeseitigung

saisonal / witterungsabhängig

Einsatznachweis

Wegekontrolle

Termin

regelmäßig

Kontrollprotokoll

Außenreinigung

gemäß Plan

Reinigungsnachweis

Parkplatzreinigung

regelmäßig

Leistungsnachweis

Winterdienst Gehwege

witterungsabhängig

Einsatzprotokoll

Winterdienst Parkplätze

witterungsabhängig

Einsatzprotokoll

Streugutbereitstellung

kg / pauschal

saisonal

Bestandsnachweis

Verkehrssicherungskontrolle

Termin

regelmäßig / nach Ereignis

Kontrollbericht

Kaufmännische und steuernde Leistungen im Leistungsverzeichnis

Kaufmännische und steuernde Leistungen werden häufig unterschätzt. Sie sollten im LV sichtbar sein, weil sie Arbeitsaufwand erzeugen und für die Dienstleistersteuerung unverzichtbar sind.

Leistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Monatsbericht erstellen

Bericht

monatlich

Monatsbericht

KPI-Bericht erstellen

Bericht

monatlich / quartalsweise

KPI-Bericht

SLA-Auswertung

Bericht

monatlich

SLA-Bericht

Maßnahmenliste pflegen

pauschal / Monat

laufend

Maßnahmenliste

Risikobericht erstellen

Bericht

monatlich / bei Bedarf

Risikobericht

Leistungsnachweise prüfen / bereitstellen

Vorgang / pauschal

laufend

Nachweisdokumentation

Sonderleistungsangebot erstellen

Vorgang

bei Bedarf

Angebot

Change Request bewerten

Vorgang

bei Bedarf

Bewertungsprotokoll

Nachtragsunterlage erstellen

Vorgang

bei Bedarf

Nachtragsdokument

Budget- oder Kostenbericht

Bericht

monatlich / quartalsweise

Kostenbericht

Qualitätsbegehung

Termin

monatlich / quartalsweise

Begehungsprotokoll

Auditunterstützung

Termin / Tag

bei Bedarf

Auditnachweis

Daten- und Dokumentationsleistungen im Leistungsverzeichnis

Daten- und Dokumentationsleistungen sollten nicht als unklare Nebenpflicht behandelt werden. Sie sind eigene Leistungen und müssen im LV sichtbar sein.

Leistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Pflege Anlagendaten

Datensatz

bei Änderung / laufend

Änderungsprotokoll

Pflege Raumdaten

Datensatz

bei Änderung

Datenpflegeprotokoll

Pflege Flächendaten

Datensatz / m²

bei Änderung

Flächenstatus

Pflege Prüffristen

Frist / Anlage

laufend

Prüfpflichtenliste

Dokumentenprüfung

Dokument

einmalig / bei Eingang

Dokumentenstatus

Dokumentenablage im DMS

Dokument

laufend

Ablagenachweis

Nachforderung fehlender Dokumente

Vorgang

bei Bedarf

Nachforderungsliste

Revisionsstand prüfen

Dokument

bei Änderung

Revisionsübersicht

Datenexport für Reporting

Export

monatlich / bei Bedarf

Exportprotokoll

Datenrückgabe bei Exit

pauschal

Vertragsende

Datenexportprotokoll

Dokumentationsübergabe bei Exit

pauschal

Vertragsende

Übergabeprotokoll

Betreiberpflichten im Leistungsverzeichnis

Betreiberpflichtenbezogene Leistungen sind besonders sorgfältig zu strukturieren. Die Verantwortung des Auftraggebers kann nicht pauschal abgegeben werden, aber der Dienstleister kann konkrete Unterstützungsleistungen übernehmen.

Leistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Prüfpflichtenliste pflegen

pauschal / Anlage

laufend

Prüfpflichtenliste

Prüftermine koordinieren

Termin

nach Frist

Termin- und Prüfprotokoll

Prüfung begleiten

Termin

nach Frist

Begleitprotokoll

Prüfbericht erfassen

Bericht

nach Prüfung

Prüfberichtseintrag

Mängel aus Prüfbericht erfassen

Mangel

ereignisbezogen

Mängelliste

Mängelstatus berichten

Bericht

monatlich

Mängelbericht

Freigabeprozess unterstützen

Vorgang

bei Bedarf

Freigabenachweis

Brandschutzkontrolle durchführen

Termin

regelmäßig

Kontrollprotokoll

Unterweisungsnachweis pflegen

Person / Firma

laufend

Unterweisungsstatus

Auditnachweise bereitstellen

Vorgang

bei Bedarf

Nachweispaket

Service Desk und Ticketleistungen im Leistungsverzeichnis

Service- und Ticketleistungen sollten positionsbezogen abgebildet werden, weil sie Grundlage für SLA, KPI, Nutzerkommunikation und Reporting sind.

Leistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Service Desk betreiben

Monat

laufend

Service-Desk-Bericht

Ticket erfassen

Ticket

ereignisbezogen

Ticketdatensatz

Ticket qualifizieren

Ticket

ereignisbezogen

Ticketstatus

Ticket priorisieren

Ticket

ereignisbezogen

Prioritätszuordnung

Ticket zuweisen

Ticket

ereignisbezogen

Systemeintrag

Nutzer rückmelden

Ticket

ereignisbezogen

Rückmeldeprotokoll

Beschwerde bearbeiten

Vorgang

ereignisbezogen

Beschwerdebericht

SLA auswerten

Bericht

monatlich

SLA-Bericht

Ticketanalyse Hypercare

Bericht

wöchentlich / nach Vereinbarung

Hypercare-Auswertung

Nutzerfeedback auswerten

Bericht

monatlich / quartalsweise

Feedbackbericht

Nachunternehmerleistungen im Leistungsverzeichnis

Nachunternehmerbezogene Leistungen müssen nicht nur fachlich, sondern auch steuerungsbezogen beschrieben werden.

Leistung

Einheit

Intervall

Nachweis

Nachunternehmer benennen

Firma

einmalig / bei Änderung

Nachunternehmerliste

Qualifikationsnachweise prüfen

Firma / Nachweis

vor Einsatz

Qualifikationsstatus

Fremdfirmenunterweisung durchführen

Person / Firma

vor Einsatz

Unterweisungsnachweis

Nachunternehmereinsatz koordinieren

Termin

ereignisbezogen

Einsatzprotokoll

Nachunternehmerleistung prüfen

Vorgang

nach Leistung

Prüfvermerk

Prüfbericht Nachunternehmer erfassen

Bericht

nach Leistung

DMS-Eintrag

Nachunternehmermangel verfolgen

Mangel

ereignisbezogen

Mängelstatus

Nachunternehmerausfall eskalieren

Vorgang

bei Bedarf

Eskalationsnachweis

Nachunternehmerbewertung

Bericht

jährlich / quartalsweise

Bewertungsbericht

Regieleistungen im Leistungsverzeichnis

Regieleistungen sind Leistungen nach Aufwand. Sie müssen klar geregelt sein, damit keine unkontrollierten Kosten entstehen.

Regieleistung

Einheit

Nachweis

Voraussetzung

Technikerstunde Regelzeit

Stunde

Tätigkeitsnachweis

Freigabe oder Ticket

Technikerstunde außerhalb Regelzeit

Stunde

Tätigkeitsnachweis

Freigabe / Notfall

Hausmeisterleistung

Stunde

Tätigkeitsnachweis

Auftrag

Reinigung Sonderleistung

Stunde / m²

Leistungsnachweis

Freigabe

Sicherheitsdienst Sondereinsatz

Stunde

Dienstnachweis

Freigabe

Projektunterstützung

Stunde / Tag

Tätigkeitsbericht

Beauftragung

Dokumentationsunterstützung

Stunde

Arbeitsnachweis

Freigabe

Datenpflege Sonderaufwand

Stunde / Datensatz

Datenänderungsnachweis

Freigabe

Nachunternehmerkoordination Zusatz

Stunde

Einsatznachweis

Freigabe

Materialbeschaffung

Vorgang / Material

Beleg

Freigabe / Regelung

Eventual- und Optionspositionen

Eventual- und Optionspositionen helfen, Leistungen vorzusehen, die nicht sicher anfallen, aber bei Bedarf transparent beauftragt werden können.

Positionstyp

Beschreibung

Beispiel

Eventualposition

Leistung wird nur bei Eintritt eines Bedarfs abgerufen

Sonderreinigung nach Wasserschaden

Optionsposition

Leistung kann zusätzlich beauftragt werden

Energieanalyse, Reifegradbewertung

Bedarfsposition

Leistung wird abhängig von Menge oder Ereignis erbracht

Zusatzwartung bei neuer Anlage

Saisonposition

Leistung fällt nur zu bestimmten Zeiten an

Winterdienst, Laubbeseitigung

Projektposition

Leistung ist zeitlich begrenzt

Datenbereinigungsprojekt

Bereitschaftsposition

Vorhaltung oder Abruf außerhalb Regelzeit

Notdienst

Prüfposition

zusätzliche Prüfung bei Bedarf

Sonderprüfung Brandschutz

Beratungsposition

unterstützende Analyse oder Konzeptleistung

Betreiberpflichten-Workshop

Preislogik im Leistungsverzeichnis

Das Leistungsverzeichnis muss die Preislogik klar unterstützen. Es sollte erkennbar sein, welche Leistungen pauschal, nach Einheit, nach Aufwand oder nur bei Bedarf vergütet werden.

Preislogik

Geeignet für

Vorteil

Risiko

Pauschalpreis

klar definierte Dauerleistungen

einfache Abrechnung

Leistungsumfang muss eindeutig sein

Einheitspreis

Mengenleistungen

gute Nachvollziehbarkeit

Mengen müssen belastbar sein

Stundenpreis

Regieleistungen und Zusatzaufgaben

flexibel

Freigabe und Nachweis erforderlich

Tagespreis

Workshops, Begehungen, Projektleistungen

gut für Sonderleistungen

Abgrenzung nötig

Mengenpreis nach m²

Reinigung, Außenanlagen, Winterdienst

flächenbezogene Kalkulation

Flächen müssen stimmen

Stückpreis

Anlagen, Räume, Dokumente, Tickets

klarer Leistungsbezug

Einheit muss definiert sein

Eventualpreis

seltene oder ungewisse Leistungen

Transparenz bei Bedarf

Abrufbedingungen klären

Start-up-Pauschale

einmalige Implementierung

klare Abgrenzung

Umfang muss präzise sein

Budgettopf

unsichere Sonderaufgaben

flexibel bei unklarer Datenlage

Steuerung und Freigabe nötig

Mengen und Mengengerüste

Eine Infografik als Mindmap über Mengengerüste im Facility Management, mit Verzweigungen zu Anlagen-, Flächen- und Raumlisten und deren Bedeutungen.

Ein Leistungsverzeichnis ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Mengen. Anlagen, Flächen, Räume, Dokumente, Tickets und Prüfpflichten müssen so belastbar wie möglich angegeben werden.

Mengengerüst

Bedeutung

Anlagenliste

Grundlage für technische Wartung, Prüfungen, Ersatzteile und Kalkulation

Flächenliste

Grundlage für Reinigung, Außenanlagen, Winterdienst und Abrechnung

Raumliste

Grundlage für Tickets, Service, Nutzerkommunikation und Reinigung

Prüffristenliste

Grundlage für Betreiberpflichten und Sachverständigenprüfungen

Dokumentenliste

Grundlage für Dokumentationsprüfung und Nachforderung

Ticketvolumen

Grundlage für Service Desk, SLA und Personalansatz

Nutzerzahl

Grundlage für Servicequalität, Meldewege und Kommunikationsbedarf

Nachunternehmerliste

Grundlage für Spezialleistungen und Fremdfirmenmanagement

Außenflächenplan

Grundlage für Winterdienst, Verkehrssicherung und Grünpflege

Systemnutzerliste

Grundlage für Rechte, Lizenzen und Systemstart

Umgang mit unsicheren Mengen

Im Facility Management sind Mengen zu Beginn eines Dienstleisterwechsels nicht immer vollständig belastbar. Das Leistungsverzeichnis muss deshalb transparent mit Unsicherheiten umgehen.

Situation

Umgang im LV

Anlagenbestand unvollständig

Datenstatus offenlegen und Validierungsposition aufnehmen

Flächen nicht final geprüft

vorläufige Mengen kennzeichnen und Flächenvalidierung vereinbaren

Dokumentenbestand unklar

Dokumentationsprüfung als Start-up-Position aufnehmen

Ticketvolumen unbekannt

Erfahrungswerte angeben oder Service Desk pauschal mit Anpassungslogik beschreiben

Prüffristen unvollständig

Prüfpflichtenliste als Start-up-Leistung erstellen lassen

Nachunternehmerbedarf unklar

Eventualpositionen oder Nachunternehmeroptionen definieren

Systemumfang offen

Systemtest und Rechteklärung als Start-up-Position aufnehmen

Nutzerzahlen schwankend

Serviceanforderungen und Mengenanpassungsmechanismus definieren

Leistungsbedarf unsicher

Regie- oder Optionspositionen mit Freigabeprozess aufnehmen

Datenqualität niedrig

Datenvalidierungsbudget oder separate Einmalpositionen vorsehen

Nachweise je LV-Position

Nachweise sind entscheidend für Abnahme, Reporting, Betreiberpflichten und Abrechnung. Jede relevante LV-Position sollte mit einer Nachweisanforderung verbunden werden.

Leistungstyp

Geeigneter Nachweis

Wartung

Wartungsprotokoll, Checkliste, CAFM-Rückmeldung

Störung

Ticket, Zeitstempel, Maßnahme, Abschlussbericht

Prüfung

Prüfbericht, Mängelbericht, Fristenstatus

Reinigung

Reinigungsnachweis, Qualitätskontrolle, Abnahmeprotokoll

Sicherheitsdienst

Kontrollnachweis, Ereignisbericht, Revierprotokoll

Entsorgung

Entsorgungsnachweis, Abholbeleg, Fraktionsbericht

Außenanlagenpflege

Pflegeprotokoll, Fotodokumentation

Winterdienst

Einsatzprotokoll, Wetterbezug, Flächenstatus

Datenpflege

Änderungsprotokoll, Datenexport, Systemeintrag

Dokumentenablage

DMS-Eintrag, Dokumentenstatus

Unterweisung

Unterweisungsnachweis, Teilnehmerliste

Nachunternehmerleistung

Prüfbericht, Leistungsschein, Zertifikat

Reporting

Monatsbericht, KPI-Bericht, Maßnahmenliste

Start-up

Start-up-Bericht, Go-live-Protokoll

Hypercare

Hypercare-Bericht, Ticketanalyse

Exit

Übergabeprotokoll, Datenexport, Schlussbericht

SLA und KPI im Leistungsverzeichnis

SLA und KPI sollten mit den LV-Positionen verknüpft werden. Dadurch wird klar, welche Leistungen messbar sind und welche Datenquellen für die Bewertung genutzt werden.

LV-Bezug

Möglicher KPI / SLA

Datenquelle

Störungsbearbeitung

Reaktionszeit, Bearbeitungszeit, SLA-Erfüllung

Ticketsystem

Wartung

Wartungserfüllungsquote, überfällige Wartungen

CAFM

Prüfpflichten

fristgerechte Prüfungen, Mängelstatus

Prüfpflichtenliste

Reinigung

Qualitätskontrollen, Reklamationsquote

Qualitätsbericht / Tickets

Sicherheitsdienst

Kontrollrundenerfüllung, Ereignisreaktion

Kontrollsystem

Entsorgung

Abholtermintreue, Nachweisvollständigkeit

Entsorgungsbericht

Nachunternehmer

Termin- und Nachweisqualität

Nachunternehmerbericht

Reporting

Berichtstermintreue, Berichtsvollständigkeit

Reportingkalender

Datenpflege

Datenqualitätsquote, offene Datenlücken

Datenstatusbericht

Dokumentation

Dokumentenverfügbarkeitsquote, Revisionsstatus

DMS

Hypercare

offene Restpunkte, Ticketentwicklung

Hypercare-Bericht

Mitwirkungspflichten im Leistungsverzeichnis

Mitwirkungspflichten sollten nicht nur im Vertrag stehen, sondern auch mit LV-Positionen verbunden werden. Dadurch wird sichtbar, welche Leistungen von Auftraggebervorleistungen abhängen.

LV-Position

Erforderliche Mitwirkung des Auftraggebers

Datenvalidierung Anlagen

Bereitstellung vorhandener Anlagenlisten und Pläne

Flächenprüfung

Bereitstellung von Flächenlisten, Grundrissen und Zugang

Dokumentationsprüfung

Bereitstellung vorhandener Dokumente und Archive

Systemeinrichtung CAFM

Freigabe von Systemrechten und Datenimport

GLT-Zugangsklärung

IT- und Betreiberfreigabe

Nutzerkommunikation

Freigabe und Verteilung der Nutzerinformation

Fremdfirmenunterweisung

Bereitstellung von Standortregeln und Sicherheitsvorgaben

Objektbegehung

Zugang zu Räumen, Technikbereichen und Sonderbereichen

Nachunternehmerintegration

Zustimmung zu kritischen Nachunternehmern

Go-live-Prüfung

Auftraggeberentscheidung zur Betriebsbereitschaft

Sonderleistung

Kostenfreigabe und Leistungsbeauftragung

Exit-Datenrückgabe

Abstimmung von Rückgabeformat und Empfänger

Leistungsverzeichnis nach Rollen

Netzwerkdiagramm, das Projektrollen wie Auftraggeber, Auftragnehmer und Management darstellt und deren Zusammenarbeit durch Verbindungen visualisiert.

Ein gutes Leistungsverzeichnis berücksichtigt, welche Rollen an der Leistung beteiligt sind und welche Verantwortung sie tragen.

Rolle

Bedeutung im Leistungsverzeichnis

Auftraggeber

stellt Daten, Dokumente, Freigaben, Zugänge und Entscheidungen bereit

Auftragnehmer

kalkuliert, organisiert, erbringt, dokumentiert und berichtet die Leistung

Objektleitung

steuert Leistungen, Nachweise, Nachunternehmer und Nutzerkommunikation

Fachpersonal

führt technische, infrastrukturelle oder servicebezogene Leistungen aus

Nachunternehmer

erbringt Spezialleistungen mit eigenen Nachweisen

Nutzer

meldet Störungen, gibt Feedback, nutzt Servicewege

IT / CAFM

unterstützt Systemzugänge, Datenimport, Rechte und Reporting

HSE / Arbeitssicherheit

stellt Sicherheitsanforderungen, Unterweisungen und Freigaben bereit

Einkauf / Vertragsmanagement

bewertet Preislogik, Nachträge und Sonderleistungen

Management

entscheidet bei Risiken, Go-live, Budget und Eskalation

Leistungsverzeichnis für mehrere Standorte

Bei mehreren Standorten muss das Leistungsverzeichnis standardisiert und zugleich standortspezifisch sein. Eine einheitliche LV-Struktur erleichtert Vergleich, Reporting und Vertragssteuerung.

Thema

Umsetzung im LV

Standortgliederung

Positionen nach Standort, Gebäude oder Region strukturieren

Standardleistungen

gleichartige Leistungen einheitlich beschreiben

lokale Besonderheiten

standortspezifische Ergänzungen aufnehmen

Rollout

Start-up-Positionen je Standort oder Rollout-Welle darstellen

Flächen

Flächen je Standort getrennt ausweisen

Anlagen

Anlagen je Standort und Anlagenart ausweisen

Servicezeiten

lokale Betriebszeiten und Nutzeranforderungen berücksichtigen

Nachunternehmer

regionale Verfügbarkeit und Reaktionszeiten abbilden

Reporting

standortbezogene und portfolioübergreifende Berichte ermöglichen

Preisstruktur

Standortpauschalen, Mengenpreise und zentrale Leistungen trennen

Das Leistungsverzeichnis muss vertragsfähig sein. Es sollte so formuliert sein, dass es Bestandteil der FM-Vereinbarung werden kann.

Vertragsbezug

Bedeutung

Leistungsbeschreibung

Fachlicher Rahmen des LV

Hauptvertrag

rechtlicher Rahmen, Laufzeit, Pflichten und Rangfolge

SLA-Anlage

Verknüpfung von Positionen mit Serviceleveln

KPI-Anlage

Verknüpfung von Positionen mit Kennzahlen

Datenanlage

Datenbezogene LV-Positionen und Pflegepflichten

Dokumentationsanlage

Dokumentationspositionen und Nachweise

Systemanlage

digitale Umsetzung von LV-Positionen

Preisblatt

Preislogik und Vergütung der LV-Positionen

Nachunternehmeranlage

externe Leistungspositionen

Start-up-Anlage

einmalige Implementierungspositionen

Go-live-Anlage

startkritische LV-Positionen

Exit-Anlage

Schlussleistungen und Rückgabe

Vor dem Go-live sollte geprüft werden, ob alle startkritischen LV-Positionen erfüllt oder ausreichend vorbereitet sind.

Startkritische LV-Gruppe

Betriebsbereitschaftsfrage

Start-up-Plan

Liegt ein freigegebener Start-up-Plan vor?

Pflichtenanalyse

Sind Pflichten und Nachweise zugeordnet?

Datenvalidierung

Sind kritische Anlagen-, Flächen-, Raum- und Prüfdaten nutzbar?

Dokumentationsprüfung

Sind sicherheits- und betriebsrelevante Unterlagen verfügbar oder nachgefordert?

Systemeinrichtung

Sind CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT und Reporting startfähig?

Personalbereitstellung

Sind Objektleitung, Fachpersonal und Vertretung einsatzbereit?

Unterweisungen

Sind Mitarbeitende und Nachunternehmer unterwiesen?

Nachunternehmerintegration

Sind kritische externe Leistungen gesichert?

Nutzerkommunikation

Sind Meldewege und Ansprechpartner kommuniziert?

Go-live-Begleitung

Ist der Betriebsstart operativ abgesichert?

Hypercare

Ist die Stabilisierungsphase beauftragt und geplant?

Reporting

Sind Status, Risiken, Maßnahmen und Mindestberichte verfügbar?

Leistungsverzeichnis und Hypercare

Die Hypercare-Phase sollte im Leistungsverzeichnis als eigener Leistungsbereich abgebildet werden. Sie erzeugt Aufwand und benötigt klare Ergebnisse.

Hypercare-Position

Einheit

Nachweis

tägliche Lagebewertung

Termin

Kurzprotokoll

wöchentlicher Hypercare-Bericht

Bericht

Hypercare-Bericht

Ticketanalyse Startphase

Bericht

Ticketauswertung

Nutzerfeedback auswerten

Bericht / Vorgang

Feedbackstatus

Restpunkteliste pflegen

pauschal / Woche

Restpunkteliste

Systemfehler nachverfolgen

Vorgang

Fehlerliste

Datenlücken nachführen

Datensatz / Vorgang

Datenstatus

Dokumente nachfordern

Vorgang

Nachforderungsliste

Nachunternehmerleistung überwachen

Vorgang / Bericht

Nachunternehmerstatus

Hypercare-Abschlussbericht

pauschal

Abschlussbericht

Leistungsverzeichnis und Exit

Exit-Leistungen sollten bereits im Leistungsverzeichnis beschrieben werden. Dadurch wird der nächste Dienstleisterwechsel vorbereitet.

Exit-Leistung

Einheit

Nachweis

Datenexport Anlagen

Datensatz / pauschal

Datenexportprotokoll

Datenexport Flächen und Räume

Datensatz / pauschal

Datenexportprotokoll

Ticket- und Wartungshistorie übergeben

pauschal

Übergabeprotokoll

Dokumentationsübergabe

Dokumentengruppe / pauschal

Dokumentenübergabeliste

Mängelstatus übergeben

pauschal

Mängelliste

Nachunternehmerinformationen übergeben

pauschal

Nachunternehmerliste

Schlüssel- und Zutrittsstatus übergeben

pauschal

Schlüsselprotokoll

Wissenstransfer durchführen

Termin

Übergabeprotokoll

Schlussbericht erstellen

pauschal

Schlussbericht

Mitwirkung bei Nachfolge-Start-up

Tag / Stunde

Tätigkeitsnachweis

Erstellung eines Leistungsverzeichnisses

Die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses sollte auf Analyse und Bedarfsdefinition aufbauen. Es reicht nicht, ein altes LV zu übernehmen und Mengen anzupassen.

Schritt

Inhalt

Ergebnis

1. Leistungsbedarf klären

Ziele, Objektumfang, Leistungsmodell und Nutzeranforderungen erfassen

Bedarfsgrundlage

2. Daten und Mengen prüfen

Anlagen, Flächen, Räume, Prüffristen und Dokumente bewerten

Mengengerüst

3. Leistungsbereiche gliedern

Start-up, technisches FM, infrastrukturelles FM, kaufmännisches FM, Service und Exit strukturieren

LV-Struktur

4. Positionen formulieren

Leistungen eindeutig, kalkulierbar und prüfbar beschreiben

LV-Positionen

5. Einheiten und Intervalle festlegen

m², Stück, Anlage, Stunde, Termin, Monat, pauschal bestimmen

Kalkulationslogik

6. Nachweise definieren

Protokolle, Tickets, Berichte, Fotos, Systemeinträge festlegen

Nachweisanforderungen

7. Preislogik bestimmen

Pauschalen, Einheitspreise, Regie, Optionen, Eventualpositionen trennen

Preisstruktur

8. Start-up-Positionen integrieren

Mobilisierung, Daten, Systeme, Go-live, Hypercare aufnehmen

Start-up-fähiges LV

9. Schnittstellen prüfen

Mitwirkung, Drittverträge, Nachunternehmer und Systeme abgleichen

Schnittstellenklarheit

10. Qualitätssicherung durchführen

Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Kalkulierbarkeit und Vertragsfähigkeit prüfen

vergabefähiges LV

Qualitätssicherung des Leistungsverzeichnisses

Vor Veröffentlichung oder Vertragsabschluss sollte das Leistungsverzeichnis auf fachliche, kaufmännische und start-up-bezogene Qualität geprüft werden.

Prüffeld

Leitfrage

Vollständigkeit

Sind alle relevanten Leistungen und Start-up-Aufgaben enthalten?

Eindeutigkeit

Ist jede Position klar formuliert?

Kalkulierbarkeit

Können Anbieter die Position realistisch bepreisen?

Mengenqualität

Sind Mengen belastbar oder als unsicher gekennzeichnet?

Einheitenlogik

Sind Einheiten sinnvoll und vergleichbar?

Intervallklarheit

Sind Häufigkeiten eindeutig?

Nachweisfähigkeit

Ist je Position ein geeigneter Nachweis beschrieben?

Preislogik

Sind Pauschalen, Regie, Optionen und Eventualpositionen sauber getrennt?

Datenbezug

Sind Datenvalidierung und Datenpflege berücksichtigt?

Dokumentationsbezug

Sind Dokumentationsprüfung und Nachforderungen berücksichtigt?

Systembezug

Sind CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT und Reporting berücksichtigt?

Betreiberpflichtenbezug

Sind Prüfpflichten, Mängel und Nachweise abgebildet?

Mitwirkung

Sind erforderliche Auftraggeberleistungen sichtbar?

Go-live-Bezug

Sind startkritische Leistungen identifizierbar?

Exit-Bezug

Sind Rückgabe- und Übergabeleistungen enthalten?

Typische Fehler im Leistungsverzeichnis

Fehler

Folge

Vermeidung

Start-up-Leistungen fehlen

Mobilisierung wird nicht kalkuliert

Start-up-Bereich im LV aufnehmen

Positionen sind zu allgemein

Anbieter kalkulieren unterschiedlich

Leistungen eindeutig beschreiben

Mengen sind ungeprüft

Preise werden unzuverlässig

Daten- und Mengenprüfung durchführen

Einheiten sind unpassend

Abrechnung wird strittig

Einheit je Leistung sorgfältig wählen

Intervalle fehlen

Leistungshäufigkeit bleibt unklar

Turnus je Position definieren

Nachweise fehlen

Leistungen sind nicht prüfbar

Nachweis je Position festlegen

Regieleistungen sind nicht geregelt

Zusatzkosten werden unkontrolliert

Regiepositionen und Freigaben definieren

Sonderleistungen fehlen

Nachträge entstehen

Eventual- und Optionspositionen aufnehmen

Datenpflege fehlt

Stammdaten verschlechtern sich

Datenpositionen aufnehmen

Dokumentationspflege fehlt

Nachweise bleiben lückenhaft

Dokumentationspositionen aufnehmen

Nachunternehmerleistungen sind unklar

Spezialleistungen starten unsicher

Nachunternehmerpositionen definieren

Exit-Leistungen fehlen

Vertragsende wird ungeordnet

Exit-Positionen aufnehmen

Risiken bei schwachem Leistungsverzeichnis

Risiko

Ursache

Mögliche Folge

Nicht vergleichbare Angebote

unklare Positionen und Mengen

falsche Vergabeentscheidung

Nachträge

fehlende oder unklare Leistungen

Mehrkosten und Konflikte

Start-up-Verzug

fehlende Mobilisierungspositionen

unsicherer Go-live

Fehlende Nachweise

Nachweisanforderungen fehlen

Abnahme und Reporting schwierig

Compliance-Risiken

Prüfpflichten nicht positioniert

Fristen und Mängel werden übersehen

Fehlerhafte Abrechnung

Einheiten und Preislogik unklar

Rechnungsstreit

Qualitätsprobleme

Qualitätsstandard nicht definiert

Nutzerbeschwerden

Systembrüche

digitale Leistungen fehlen

CAFM und Ticketsystem nicht startfähig

Schnittstellenkonflikte

Verantwortlichkeiten nicht erkennbar

Aufgaben bleiben liegen

Exit-Risiken

Rückgabe- und Schlussleistungen fehlen

nächster Wechsel wird erschwert

Checkliste Leistungsverzeichnis

Prüfpunktthema

Leitfrage

LV-Struktur

Sind Leistungsbereiche logisch gegliedert?

Start-up

Sind Mobilisierung, Datenvalidierung, Systemstart, Go-live und Hypercare enthalten?

Regelbetrieb

Sind wiederkehrende FM-Leistungen vollständig positioniert?

Technisches FM

Sind Anlagen, Wartungen, Prüfungen, Störungen und Mängel abgebildet?

Infrastrukturelles FM

Sind Reinigung, Sicherheit, Entsorgung, Außenanlagen und Winterdienst positioniert?

Kaufmännisches FM

Sind Nachweise, Abrechnung, Sonderleistungen und Reporting enthalten?

Service Desk

Sind Ticket- und Nutzerleistungen positioniert?

Daten

Sind Datenpflege, Validierung und Rückgabe enthalten?

Dokumentation

Sind Dokumentationsprüfung, Ablage und Nachforderung enthalten?

Systeme

Sind CAFM, Ticketsystem, DMS, GLT und Reporting berücksichtigt?

Betreiberpflichten

Sind Prüffristen, Prüfberichte, Mängel und Nachweise positioniert?

Arbeitssicherheit

Sind Unterweisungen, Freigaben und Fremdfirmenleistungen enthalten?

Nachunternehmer

Sind externe Leistungen und Nachweise sichtbar?

Mengen

Sind Mengen belastbar oder transparent als vorläufig gekennzeichnet?

Einheiten

Sind Einheiten eindeutig und passend?

Intervalle

Sind Häufigkeiten und Auslöser klar?

Nachweise

Ist je relevanter Position ein Nachweis definiert?

Preislogik

Sind Pauschalen, Regie, Sonderleistungen und Optionen getrennt?

Mitwirkung

Sind Auftraggeberleistungen erkennbar?

SLA / KPI

Sind messbare Leistungen mit Datenquellen verbunden?

Go-live

Sind startkritische Positionen identifizierbar?

Hypercare

Ist die Anfangsphase als Leistung erfasst?

Exit

Sind Datenrückgabe und Übergabeleistungen enthalten?

Vertragsfähigkeit

Kann das LV unmittelbar Vertragsbestandteil werden?

Qualitätskriterien eines guten Leistungsverzeichnisses

Qualitätskriterium

Beschreibung

Vollständigkeit

Alle relevanten Leistungen, Start-up-Aufgaben, Sonderleistungen und Exit-Leistungen sind enthalten.

Eindeutigkeit

Positionen sind klar formuliert und vermeiden Interpretationsspielräume.

Kalkulierbarkeit

Mengen, Einheiten, Intervalle und Rahmenbedingungen ermöglichen realistische Preise.

Vergleichbarkeit

Anbieter kalkulieren auf gleicher Grundlage.

Nachweisfähigkeit

Leistungen sind mit geeigneten Nachweisen verbunden.

Abrechnungsfähigkeit

Preislogik, Einheiten und Freigaben sind klar.

Start-up-Fähigkeit

Mobilisierung, Daten, Systeme, Go-live und Hypercare sind positioniert.

Systemfähigkeit

digitale Leistungsprozesse sind in CAFM, Ticketsystem und Reporting überführbar.

Compliance-Fähigkeit

Betreiberpflichten, Arbeitssicherheit und Fremdfirmen sind berücksichtigt.

Nutzerorientierung

Service Desk, Ticketprozesse und Nutzerkommunikation sind sichtbar.

Änderungsfähigkeit

neue Anlagen, Flächen, Nutzeranforderungen und Change Requests können eingebunden werden.

Exit-Fähigkeit

Vertragsende und nächster Dienstleisterwechsel sind vorbereitet.

Nutzen eines professionellen Leistungsverzeichnisses

Nutzen

Wirkung

Realistischere Angebote

Anbieter können Leistungen und Mengen besser kalkulieren.

Bessere Vergleichbarkeit

Angebote werden fachlich und kaufmännisch bewertbar.

Weniger Nachträge

Leistungen, Sonderleistungen und Start-up-Aufwand sind klarer.

Sichererer Go-live

startkritische Leistungen sind sichtbar und steuerbar.

Bessere Datenqualität

Datenvalidierung und Datenpflege werden als Leistungen erfasst.

Höhere Nachweisfähigkeit

Leistungen sind prüfbar, abnahmefähig und berichtsfähig.

Stärkere Betreiberpflichtensteuerung

Prüfpflichten und Mängel werden konkret abgebildet.

Bessere Servicequalität

Ticket-, Nutzer- und Rückmeldeprozesse sind positioniert.

Mehr Kostentransparenz

Pauschalen, Regie, Optionen und Sonderleistungen sind getrennt.

Stabilerer Regelbetrieb

Leistungen sind dauerhaft steuerbar.

Bessere Hypercare

Anfangsprobleme und Restpunkte werden als Leistung verfolgt.

Wechselrobustheit

Datenrückgabe und Exit-Leistungen erleichtern künftige Wechsel.

FM-Connect.com: Unterstützung beim Leistungsverzeichnis

FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber bei der Erstellung, Prüfung und Optimierung von Leistungsverzeichnissen für Facility-Management-Dienstleisterwechsel. Ziel ist ein LV, das nicht nur Leistungen aufzählt, sondern Start-up, Go-live, Regelbetrieb, Nachweise, Qualität, Daten, Dokumentation, Systeme, Betreiberpflichten und Exit steuerbar macht.

Wir verbinden Bedarfsanalyse, Leistungsstrukturierung, Daten- und Mengengerüste, Betreiberpflichten, Systemfähigkeit, Servicequalität, Preislogik und Vertragsfähigkeit zu einer belastbaren LV-Struktur.

Unterstützungsfeld

Beitrag von FM-Connect.com

LV-Struktur entwickeln

Aufbau einer klaren Gliederung für Start-up, Regelbetrieb, Sonderleistungen und Exit

Mengengerüste prüfen

Bewertung von Anlagen, Flächen, Räumen, Prüffristen, Dokumenten und Tickets

Start-up-Positionen erstellen

Mobilisierung, Datenvalidierung, Dokumentationsprüfung, Systemstart, Go-live und Hypercare

technische LV-Positionen entwickeln

Wartung, Inspektion, Entstörung, Prüfpflichten und Mängelmanagement

infrastrukturelle LV-Positionen entwickeln

Reinigung, Sicherheit, Entsorgung, Außenanlagen, Winterdienst und Logistik

kaufmännische Positionen strukturieren

Nachweise, Abrechnung, Sonderleistungen, Budget und Reporting

Daten- und Dokumentationspositionen definieren

Datenpflege, Dokumentenprüfung, Nachforderung, Datenrückgabe

Betreiberpflichten integrieren

Prüffristen, Prüfberichte, Mängel, Freigaben und Nachweise

Service- und Ticketpositionen entwickeln

Service Desk, Ticketprozess, Nutzerkommunikation und SLA-Auswertung

Nachunternehmerpositionen strukturieren

Qualifikation, Unterweisung, Einsatzplanung, Nachweise und Bewertung

Preislogik prüfen

Pauschalen, Einheitspreise, Regie, Eventualpositionen und Optionen abgrenzen

Nachweise definieren

Protokolle, Tickets, Berichte, Fotos, Systemeinträge und Prüfberichte

Go-live-Bezug herstellen

startkritische Positionen in Betriebsbereitschaftscheck überführen

Qualitätssicherung durchführen

Prüfung von Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Kalkulierbarkeit und Vertragsfähigkeit

Übergabe in Vertragsdesign sichern

LV in FM-Vereinbarung, SLA, KPI, Start-up-Anlage und Preisblatt integrieren

Ergebnis eines start-up-fähigen Leistungsverzeichnisses

Ein start-up-fähiges Leistungsverzeichnis macht den Dienstleisterwechsel kalkulierbar und steuerbar. Es zeigt, welche Leistungen vor dem Betriebsbeginn, während des Regelbetriebs, in der Hypercare und beim Vertragsende zu erbringen sind.

Ergebnis

Bedeutung

Klare Leistungspositionen

Anbieter und Auftraggeber verstehen den konkreten Leistungsumfang.

Belastbare Kalkulationsgrundlage

Mengen, Einheiten und Intervalle sind nachvollziehbar.

Vergleichbare Angebote

Preis- und Leistungsunterschiede werden sichtbar.

Abnahmefähige Start-up-Leistungen

Mobilisierung und Go-live können geprüft werden.

Nachweisfähiger Regelbetrieb

Leistungen sind dokumentierbar und berichtsfähig.

Transparente Preislogik

Pauschalen, Regie, Sonderleistungen und Optionen sind getrennt.

Bessere Betreiberpflichtensteuerung

Prüfungen, Mängel und Nachweise sind positioniert.

Systemfähige Leistungsprozesse

CAFM, Ticketsystem, DMS und Reporting können eingebunden werden.

Steuerbare Hypercare

Anfangsprobleme und Restpunkte werden als Leistung verfolgt.

Exit-fähiger Vertrag

Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Schlussleistungen sind geregelt.

Anspruch

Das Leistungsverzeichnis ist die kalkulatorische und operative Konkretisierung der Leistungsbeschreibung im Facility Management. Es macht Leistungen greifbar, vergleichbar, prüfbar und abrechenbar.

Beim Dienstleisterwechsel muss das Leistungsverzeichnis nicht nur den späteren Regelbetrieb beschreiben. Es muss auch die Start-up-Leistungen enthalten, die für die Betriebsfähigkeit des neuen Dienstleisters erforderlich sind. Dazu gehören Mobilisierung, Datenvalidierung, Dokumentationsprüfung, Systemeinrichtung, Unterweisungen, Nachunternehmerintegration, Nutzerkommunikation, Betriebsbereitschaftsprüfung, Go-live-Begleitung und Hypercare.

Ein gutes Leistungsverzeichnis reduziert Nachtragsrisiken, verbessert die Angebotsqualität, unterstützt die Vertragsgestaltung, schafft Nachweisfähigkeit und ermöglicht einen stabilen Regelbetrieb. Es ist damit eines der wichtigsten Instrumente zur professionellen Vorbereitung und Steuerung eines FM-Dienstleisterwechsels.

FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber dabei, Leistungsverzeichnisse so zu erstellen, dass sie vergabefähig, vertragsfähig, start-up-fähig und regelbetriebstauglich sind. Ziel ist ein Leistungsverzeichnis, das nicht nur Preise erzeugt, sondern den Dienstleisterwechsel fachlich, wirtschaftlich und organisatorisch absichert.