Reifegrad & Due Diligence
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Ausgangslage vor dem Dienstleisterwechsel belastbar bewerten
Ein Dienstleisterwechsel im Facility Management sollte nicht allein auf Basis von Vertragsfristen, Preisvergleichen oder Einzelwahrnehmungen vorbereitet werden. Vor einer Neuvergabe muss klar sein, wie leistungsfähig die bestehende FM-Organisation tatsächlich ist, welche Daten und Dokumente vorliegen, welche Prozesse funktionieren, welche Risiken bestehen und welche Voraussetzungen für den Start eines neuen Dienstleisters geschaffen werden müssen.
Die Kombination aus Reifegradbewertung und Due Diligence schafft diese Grundlage. Sie bewertet den aktuellen Zustand des Facility Managements systematisch und zeigt, ob Organisation, Prozesse, Daten, Dokumentation, Systeme, Betreiberpflichten, Nachunternehmer, Servicequalität und Steuerungsinstrumente ausreichend entwickelt sind, um einen Dienstleisterwechsel sicher durchzuführen.
Das Ziel ist ein Dienstleisterwechsel, der nicht mit ungeprüften Annahmen startet, sondern auf einer belastbaren Faktenlage beruht.
Fundierte Grundlage für den Dienstleisterwechsel
- Definition Reifegrad im Facility Management
- Definition Due Diligence im Facility Management
- Zweck von Reifegrad und Due Diligence im Dienstleisterwechsel
- Warum Reifegrad und Due Diligence vor der Vergabe erforderlich sind
- Reifegradmodell für den FM-Start-up
- Reifegrad-Dimensionen im Facility Management
- Reifegradmatrix für den Dienstleisterwechsel
- Due-Diligence-Bereiche im FM-Start-up
- Start-up-Reife als besondere Bewertungsdimension
- Due Diligence nach Rollen
- Reifegrad- und Due-Diligence-Prozess
- Quellen der Reifegrad- und Due-Diligence-Prüfung
- Reifegradbewertung nach Themenfeldern
- Due-Diligence-Ergebnisse in Reifegradstufen überführen
- Gap-Analyse zwischen Ist-Reifegrad und Ziel-Reifegrad
- Reifegrad und Due Diligence als Grundlage der Vergabestrategie
- Reifegrad und Due Diligence im Vertragsdesign
- Reifegrad und Betriebsbereitschaft
- Risikobewertung in der Due Diligence
- Maßnahmenplanung aus Reifegrad und Due Diligence
- Due-Diligence-Bericht
- Reifegradbericht
- Reifegrad-Roadmap
- Due Diligence und Start-up-Fähigkeit der Anbieter
- Checkliste
- Prüfpunktthema Leitfrage
- Qualitätskriterien einer guten FM-Due-Diligence
- Nutzen von Reifegrad und Due Diligence
- Unterstützung bei Reifegrad und Due Diligence
- Ergebnis einer professionellen Reifegrad- und Due-Diligence-Prüfung
- Anspruch
Definition Reifegrad im Facility Management
Der Reifegrad im Facility Management beschreibt, wie weit eine FM-Organisation, ein Standort, ein Objektportfolio oder ein Dienstleister in Bezug auf Struktur, Steuerung, Datenqualität, Prozesssicherheit, Compliance, Digitalisierung, Servicequalität und Wirtschaftlichkeit entwickelt ist.
Ein niedriger Reifegrad bedeutet, dass Leistungen, Daten, Zuständigkeiten, Nachweise und Prozesse überwiegend reaktiv, uneinheitlich oder personenabhängig gesteuert werden. Ein hoher Reifegrad bedeutet, dass Leistungen klar beschrieben, Daten belastbar, Prozesse standardisiert, Verantwortlichkeiten eindeutig, Systeme nutzbar und Ergebnisse messbar sind.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Reifegrad | Entwicklungsstand einer FM-Organisation oder eines FM-Prozesses |
| Reifegradbewertung | Systematische Bewertung von Qualität, Struktur, Steuerbarkeit und Nachweisfähigkeit |
| Zielreifegrad | Gewünschter Entwicklungsstand für einen stabilen, sicheren und steuerbaren FM-Betrieb |
| Reifegradlücke | Differenz zwischen aktuellem Zustand und gewünschtem Zielzustand |
| Reifegradmodell | Bewertungsstruktur mit Kategorien, Kriterien und Stufen |
| Reifegradmatrix | Übersicht zur Bewertung einzelner Themenfelder nach Entwicklungsstand |
| Start-up-Reife | Fähigkeit, einen Dienstleisterwechsel und Betriebsstart kontrolliert vorzubereiten |
| Betriebsreife | Fähigkeit, den Regelbetrieb dauerhaft stabil und nachweisbar zu steuern |
| Steuerungsreife | Fähigkeit des Auftraggebers, Leistungen, Risiken, Kosten und Qualität aktiv zu führen |
| Datenreife | Qualität, Vollständigkeit, Nutzbarkeit und Pflegefähigkeit der FM-Daten |
Definition Due Diligence im Facility Management
Due Diligence im Facility Management ist die sorgfältige Prüfung aller relevanten Grundlagen, die für den Betrieb, die Vergabe, den Dienstleisterwechsel oder die Übernahme eines FM-Vertrags wesentlich sind. Sie untersucht Verträge, Leistungen, Daten, Dokumente, Kosten, Prozesse, Systeme, Betreiberpflichten, Risiken, Nachunternehmer und Organisationsstrukturen.
Im FM-Start-up dient die Due Diligence dazu, Risiken vor dem Betriebsbeginn sichtbar zu machen. Sie zeigt, welche Voraussetzungen erfüllt sind, welche Informationen fehlen, welche Pflichten ungeklärt sind und welche Themen im Start-up besonders gesteuert werden müssen.
| Due-Diligence-Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| Vertragliche Due Diligence | Prüfung von Verträgen, Leistungsbeschreibungen, SLA, KPI, Mitwirkungspflichten und Exit-Regelungen |
| Technische Due Diligence | Prüfung von Anlagenbestand, Zustand, Wartung, Prüfpflichten, Mängeln und technischen Risiken |
| Operative Due Diligence | Prüfung von Betriebsorganisation, Personal, Prozessen, Servicewegen und Nachunternehmersteuerung |
| Daten-Due-Diligence | Prüfung von Anlagen-, Flächen-, Raum-, Prüf-, Ticket- und Systemdaten |
| Dokumentations-Due-Diligence | Prüfung von Plänen, Genehmigungen, Prüfberichten, Brandschutzunterlagen und Betriebsdokumenten |
| Compliance-Due-Diligence | Prüfung von Betreiberpflichten, Arbeitssicherheit, Datenschutz, Freigaben und Nachweisen |
| Kaufmännische Due Diligence | Prüfung von Kosten, Preislogik, Nachträgen, Sonderleistungen, Regie und Abrechnung |
| System-Due-Diligence | Prüfung von CAFM, Ticketsystem, GLT, DMS, Reporting, Schnittstellen und Nutzerrechten |
| Nachunternehmer-Due-Diligence | Prüfung externer Leistungspartner, Qualifikation, Abhängigkeiten und Nachweise |
| Service-Due-Diligence | Prüfung von Nutzerkommunikation, Service Desk, Meldewegen, Beschwerden und Servicequalität |
Zweck von Reifegrad und Due Diligence im Dienstleisterwechsel
Reifegradbewertung und Due Diligence verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie machen den Dienstleisterwechsel steuerbar. Sie zeigen, ob der Auftraggeber und das Objekt überhaupt wechselbereit sind, welche Risiken aus der bestehenden Situation entstehen und welche Start-up-Leistungen vertraglich und operativ abzusichern sind.
| Zweck | Erläuterung | Nutzen |
|---|---|---|
| Ausgangslage bewerten | Bestehender FM-Betrieb, Vertrag, Daten, Dokumentation und Organisation werden geprüft. | Entscheidungen beruhen auf Fakten. |
| Wechselrisiken erkennen | Kritische Lücken vor Ausschreibung und Go-live werden sichtbar. | Überraschungen im Start-up werden reduziert. |
| Zielzustand definieren | Der gewünschte Reifegrad für den künftigen Betrieb wird beschrieben. | Ausschreibung und Vertrag werden zielgerichteter. |
| Start-up-Bedarf ableiten | Mobilisierung, Datenvalidierung, Systemeinrichtung und Unterweisungen werden konkretisiert. | Der neue Dienstleister kann realistisch starten. |
| Betreiberpflichten sichern | Prüfpflichten, Mängel, Freigaben und Nachweise werden bewertet. | Compliance- und Haftungsrisiken werden reduziert. |
| Datenqualität bewerten | FM-Daten werden auf Vollständigkeit, Aktualität und Systemfähigkeit geprüft. | Wartung, Reporting und Abrechnung werden belastbarer. |
| Vergabereife herstellen | Anforderungen werden für Ausschreibung und Anbieterbewertung vorbereitet. | Angebote werden vergleichbarer. |
| Vertragsdesign verbessern | Pflichten, Mitwirkung, SLA, KPI, Reporting und Exit werden präziser geregelt. | Vertragskonflikte werden reduziert. |
| Go-live absichern | Betriebsbereitschaft wird messbar und prüfbar. | Der Betriebsstart erfolgt nicht nur nach Datum. |
| Regelbetrieb stabilisieren | Reifegradlücken werden in Maßnahmen überführt. | Kontinuierliche Verbesserung wird vorbereitet. |
Warum Reifegrad und Due Diligence vor der Vergabe erforderlich sind
Viele Probleme im FM-Start-up entstehen, weil vor der Ausschreibung nicht ausreichend geprüft wurde, ob die bestehenden Informationen, Prozesse und Verantwortlichkeiten belastbar sind. Wenn der Auftraggeber den eigenen Datenbestand, die Dokumentation, die Betreiberpflichten oder die Leistungslücken nicht kennt, kann auch der neue Dienstleister nicht sauber kalkulieren und mobilisieren.
Eine Due Diligence verhindert, dass alte Schwächen in den neuen Vertrag übertragen werden. Die Reifegradbewertung zeigt zusätzlich, welche organisatorische und prozessuale Entwicklung erforderlich ist.
| Ohne Reifegrad- und Due-Diligence-Prüfung | Typische Folge |
|---|---|
| Datenqualität wird überschätzt. | Anlagen-, Flächen- und Prüfdaten fehlen im Start-up oder sind falsch. |
| Dokumentation wird ungeprüft übernommen. | Pläne, Prüfberichte oder Genehmigungen fehlen im Regelbetrieb. |
| Betreiberpflichten sind nicht systematisch erfasst. | Prüfpflichten, Mängel und Nachweise bleiben risikobehaftet. |
| Leistungsbeschreibung basiert auf alten Annahmen. | Der neue Vertrag bildet den tatsächlichen Bedarf nicht ab. |
| Start-up-Aufwand wird nicht erkannt. | Mobilisierung und Go-live geraten unter Zeitdruck. |
| Schnittstellen bleiben unklar. | Auftraggeber, Dienstleister und Nachunternehmer arbeiten aneinander vorbei. |
| Systeme werden nicht bewertet. | CAFM, Ticketsystem und Reporting sind zum Betriebsbeginn nicht nutzbar. |
| Nachunternehmerabhängigkeiten bleiben verborgen. | Spezialleistungen starten verspätet oder ohne Nachweise. |
| Nutzeranforderungen werden nicht erhoben. | Serviceprozesse verfehlen die Erwartungen. |
| Go-live-Kriterien fehlen. | Betriebsbeginn erfolgt ohne belastbare Betriebsbereitschaftsprüfung. |
Reifegradmodell für den FM-Start-up
Ein Reifegradmodell sollte die wichtigsten FM-Handlungsfelder strukturiert bewerten. Für den Dienstleisterwechsel ist besonders relevant, ob die Organisation in der Lage ist, Leistungen, Daten, Dokumente, Systeme, Sicherheit und Kommunikation vor dem Go-live zu beherrschen.
| Reifegradstufe | Beschreibung | Typisches Merkmal |
|---|---|---|
| 1 – Ungeordnet | Leistungen, Daten und Zuständigkeiten sind unvollständig oder überwiegend informell. | Hohe Abhängigkeit von Einzelpersonen und Erfahrungswissen |
| 2 – Grundlegend | Wesentliche Leistungen werden erbracht, aber Prozesse, Daten und Nachweise sind uneinheitlich. | Betrieb funktioniert, ist aber schwer steuerbar |
| 3 – Strukturiert | Rollen, Prozesse, Daten und Dokumentation sind weitgehend beschrieben und nutzbar. | Regelbetrieb ist grundsätzlich steuerbar |
| 4 – Gesteuert | KPI, SLA, Reporting, Maßnahmenmanagement und Compliance sind aktiv eingebunden. | Auftraggeber kann Leistung und Risiken sachlich führen |
| 5 – Optimiert | Prozesse sind datenbasiert, digital, auditierbar und kontinuierlich verbesserbar. | FM ist stabil, transparent und strategisch steuerbar |
Die Reifegradbewertung sollte mehrere Dimensionen berücksichtigen. Nur so entsteht ein vollständiges Bild der Start-up- und Betriebsfähigkeit.
| Reifegrad-Dimension | Bewertungsinhalt |
|---|---|
| Strategie und Zielbild | Gibt es ein klares Ziel für den künftigen FM-Betrieb und den Dienstleisterwechsel? |
| Vertrag und Leistungsmodell | Sind Leistungen, Pflichten, Schnittstellen und Nachweise eindeutig beschrieben? |
| Organisation und Governance | Sind Rollen, Verantwortlichkeiten, Vertretungen, Gremien und Eskalationen geregelt? |
| Prozesse | Sind Wartung, Störung, Service, Freigaben, Mängel und Reporting standardisiert? |
| Datenmanagement | Sind Anlagen-, Flächen-, Raum-, Prüf- und Systemdaten vollständig, aktuell und nutzbar? |
| Dokumentationsmanagement | Sind Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen und Betriebsunterlagen verfügbar und gepflegt? |
| Systemlandschaft | Sind CAFM, Ticketsystem, GLT, DMS, Reporting und Schnittstellen startfähig? |
| Betreiberpflichten und Compliance | Sind Prüfpflichten, Mängel, Nachweise, Arbeitssicherheit und Datenschutz geregelt? |
| Service- und Nutzerorientierung | Sind Meldewege, Ansprechpartner, Servicezeiten und Rückmeldungen klar? |
| Nachunternehmermanagement | Sind externe Dienstleister qualifiziert, unterwiesen, beauftragt und nachweisfähig eingebunden? |
| Qualität und Leistungssteuerung | Sind KPI, SLA, Audits, Eigenkontrollen und Maßnahmenmanagement wirksam? |
| Kaufmännische Steuerung | Sind Pauschalen, Regie, Sonderleistungen, Nachträge und Abrechnung transparent? |
| Start-up-Fähigkeit | Sind Mobilisierung, Go-live, Hypercare und Restpunktesteuerung vorbereitet? |
| Exit-Fähigkeit | Sind Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Wissenstransfer geregelt? |
Reifegradmatrix für den Dienstleisterwechsel
| Themenfeld | Reifegrad 1 – ungeordnet | Reifegrad 3 – strukturiert | Reifegrad 5 – optimiert |
|---|---|---|---|
| Leistungsbeschreibung | Leistungen sind unklar oder veraltet. | Leistungen sind beschrieben und grundsätzlich abgrenzbar. | Leistungen sind messbar, steuerbar und mit Nachweisen verknüpft. |
| Daten | Daten sind unvollständig und widersprüchlich. | Kritische Daten sind nutzbar, Lücken sind bekannt. | Daten sind vollständig, gepflegt, systemfähig und auswertbar. |
| Dokumentation | Unterlagen sind verstreut oder fehlen. | Kritische Unterlagen sind verfügbar und strukturiert. | Dokumentation ist revisionssicher, verknüpft und auditierbar. |
| Systeme | Systeme werden kaum oder uneinheitlich genutzt. | CAFM, Tickets und Reporting sind grundsätzlich nutzbar. | Systeme sind integriert, mobil nutzbar und datenbasiert steuerbar. |
| Betreiberpflichten | Pflichten sind nicht vollständig bekannt. | Prüfpflichten und Nachweise sind überwiegend erfasst. | Pflichten sind digital gesteuert, überwacht und auditfähig. |
| Organisation | Zuständigkeiten sind informell. | Rollen und Ansprechpartner sind definiert. | Governance, Eskalation und Maßnahmenmanagement funktionieren stabil. |
| Service | Nutzer melden informell oder uneinheitlich. | Meldewege und Ansprechpartner sind definiert. | Service Desk, SLA, Nutzerfeedback und Reporting sind integriert. |
| Nachunternehmer | Externe Firmen werden reaktiv gesteuert. | Nachunternehmer sind beauftragt und nachweisfähig eingebunden. | Nachunternehmerleistung ist qualitäts-, sicherheits- und systemseitig steuerbar. |
| Reporting | Berichte sind unregelmäßig oder wenig aussagefähig. | Status, KPI und Maßnahmen werden regelmäßig berichtet. | Berichte sind entscheidungsorientiert, datenbasiert und managementfähig. |
| Start-up | Wechsel wird überwiegend improvisiert. | Mobilisierung ist geplant und startkritische Punkte sind bekannt. | Start-up, Go-live und Hypercare sind vollständig gesteuert und dokumentiert. |
Due-Diligence-Bereiche im FM-Start-up
Eine FM-Due-Diligence sollte auf den späteren Start-up ausgerichtet sein. Sie prüft nicht nur den aktuellen Bestand, sondern bewertet, welche Themen für Mobilisierung und Go-live kritisch sind.
| Due-Diligence-Bereich | Prüffragen | Bedeutung für Start-up |
|---|---|---|
| Vertrag | Welche Leistungen, Pflichten, SLA, KPI und Mitwirkungspflichten bestehen? | Grundlage für Pflichtenmatrix und Vertragsdesign |
| Leistung | Welche Leistungen werden tatsächlich erbracht und nachgewiesen? | Grundlage für Leistungsverzeichnis und Soll-Ist-Abgleich |
| Organisation | Wer ist verantwortlich, wer entscheidet, wer eskaliert? | Grundlage für Betriebs-Start-up |
| Daten | Sind Anlagen, Flächen, Räume, Prüffristen und Tickets belastbar? | Grundlage für Datenvalidierung und System-Start-up |
| Dokumentation | Sind Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen und Brandschutzunterlagen nutzbar? | Grundlage für Dokumentationsübernahme |
| Technik | Welche Anlagen, Zustände, Mängel und Wartungsrisiken bestehen? | Grundlage für Anlagen- und Betriebs-Start-up |
| Systeme | Welche Tools, Rechte, Datenflüsse und Schnittstellen bestehen? | Grundlage für digitale Betriebsfähigkeit |
| Compliance | Welche Betreiberpflichten, Freigaben und Sicherheitsanforderungen bestehen? | Grundlage für rechtssicheren Go-live |
| Kosten | Welche Pauschalen, Regie, Sonderleistungen und Nachträge bestehen? | Grundlage für kaufmännisches Vertragsdesign |
| Nachunternehmer | Welche externen Leistungen sind kritisch und wie werden sie gesteuert? | Grundlage für Nachunternehmer-Start-up |
| Nutzer | Welche Servicewege, Beschwerden und Anforderungen bestehen? | Grundlage für Service-Start-up |
| Risiken | Welche Themen gefährden Go-live, Sicherheit, Kosten oder Qualität? | Grundlage für Risikoregister und Maßnahmenplan |
Start-up-Reife als besondere Bewertungsdimension
Die Start-up-Reife beschreibt, ob ein Auftraggeber, ein Objekt oder ein Vertrag ausreichend vorbereitet ist, um einen neuen Dienstleister sicher in den Regelbetrieb zu überführen. Sie ist besonders wichtig, weil ein niedriger Start-up-Reifegrad zu hohen Risiken beim Go-live führt.
| Kriterium der Start-up-Reife | Leitfrage |
|---|---|
| Start-up-Leistungsbild | Sind Mobilisierung, Implementierung, Go-live und Hypercare beschrieben? |
| Pflichtenmatrix | Sind vertragliche, organisatorische und sicherheitsrelevante Pflichten exzerpierbar? |
| Datenstatus | Sind kritische Daten vorhanden, geprüft oder als Lücke dokumentiert? |
| Dokumentationsstatus | Sind betriebs- und sicherheitsrelevante Unterlagen verfügbar? |
| Objektübergabe | Sind Gebäude, Anlagen, Flächen, Schlüssel und Zugänge übergabefähig? |
| Systemfähigkeit | Sind CAFM, Ticketsystem, Reporting und GLT-Zugänge startfähig? |
| Organisation | Sind Rollen, Objektleitung, Vertretung, Gremien und Eskalation vorgesehen? |
| Arbeitssicherheit | Sind Unterweisungen, Freigaben und Notfallverfahren vorbereitet? |
| Nachunternehmer | Sind kritische externe Leistungen gesichert und einbindbar? |
| Nutzerkommunikation | Sind Meldewege, Ansprechpartner und Servicezeiten kommunizierbar? |
| Betriebsbereitschaft | Gibt es prüfbare Kriterien für Go-live? |
| Restpunktesteuerung | Können offene Punkte priorisiert und in Hypercare überführt werden? |
Due Diligence nach Rollen
Reifegrad und Due Diligence müssen aus mehreren Perspektiven betrachtet werden. Auftraggeber, Auftragnehmer, Nachunternehmer und Nutzer haben unterschiedliche Informationsbedürfnisse und Risiken.
| Rolle | Due-Diligence-Schwerpunkt |
|---|---|
| Auftraggeber | Steuerbarkeit, Betreiberpflichten, Kosten, Leistungsqualität, Datenlage und Go-live-Risiken |
| Neuer Auftragnehmer | Daten, Dokumentation, Zugänge, Mitwirkung, Start-up-Aufwand und Leistungsabgrenzung |
| Bisheriger Dienstleister | Übergabefähigkeit, Datenrückgabe, Dokumentation, offene Mängel und Wissenstransfer |
| Nachunternehmer | Leistungsumfang, Qualifikation, Zutritt, Unterweisung, Nachweise und Einsatzfähigkeit |
| Nutzer | Servicewege, Ansprechpartner, Reaktionszeiten, Kommunikation und Akzeptanz |
| Objektleitung | Prozesse, Systeme, Personal, Maßnahmen, Eskalationen und Tagessteuerung |
| IT / CAFM | Datenmodell, Systemrechte, Schnittstellen, Reporting und Datenschutz |
| HSE / Arbeitssicherheit | Gefährdungen, Freigaben, Unterweisungen, Notfallverfahren und Fremdfirmen |
| Einkauf / Vertragsmanagement | Vergabereife, Preislogik, Nachträge, SLA, KPI und Vertragsrisiken |
| Management | Entscheidungsgrundlage, Risikobild, Budgetwirkung und Reifegradentwicklung |
Reifegrad- und Due-Diligence-Prozess
Die Durchführung sollte strukturiert erfolgen. Ziel ist nicht nur eine Bewertung, sondern eine umsetzbare Grundlage für Vergabe, Vertragsdesign und Start-up.
| Phase | Inhalt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Untersuchungsrahmen festlegen | Objekte, Leistungen, Verträge, Systeme, Daten und Rollen bestimmen | Klarer Prüfauftrag |
| 2. Unterlagen anfordern | Verträge, LV, Daten, Berichte, Nachweise, Prüfunterlagen und Systemauszüge sammeln | Prüfgrundlage |
| 3. Interviews und Workshops durchführen | Auftraggeber, Nutzer, Dienstleister, IT, HSE, Einkauf und Objektleitung einbinden | Ergänztes Praxiswissen |
| 4. Objekt- und Dokumentenprüfung | Begehungen, Datenprüfung, Dokumentationsprüfung und Nachweisprüfung durchführen | Tatsächliche Ausgangslage |
| 5. Reifegrad bewerten | Themenfelder anhand definierter Stufen bewerten | Reifegradmatrix |
| 6. Risiken identifizieren | Kritische Lücken für Betrieb, Sicherheit, Go-live und Kosten bewerten | Risikoregister |
| 7. Zielreifegrad definieren | Gewünschten Zielzustand für künftigen Betrieb festlegen | Zielbild |
| 8. Lückenanalyse erstellen | Ist-Reifegrad mit Zielreifegrad vergleichen | Gap-Analyse |
| 9. Maßnahmen ableiten | Prioritäten, Verantwortliche, Termine und Start-up-Anforderungen definieren | Maßnahmenplan |
| 10. Vertrags- und Vergabeableitung | Anforderungen in Ausschreibung, Vertrag, SLA, KPI und Start-up-Leistungsbild überführen | Vergabe- und Vertragsgrundlage |
| 11. Go-live-Bezug herstellen | Startkritische Punkte in Betriebsbereitschaftscheck überführen | Go-live-Kriterien |
| 12. Bericht erstellen | Ergebnisse, Reifegrad, Risiken, Maßnahmen und Empfehlungen zusammenfassen | Due-Diligence- und Reifegradbericht |
Quellen der Reifegrad- und Due-Diligence-Prüfung
| Quelle | Nutzen |
|---|---|
| FM-Vertrag | Grundlage für Pflichten, Leistungen, Nachweise und Mitwirkung |
| Leistungsbeschreibung und LV | Grundlage für Soll-Leistung und Leistungsumfang |
| SLA- und KPI-Regelungen | Bewertung der Messbarkeit und Steuerbarkeit |
| Nachträge und Zusatzaufträge | Hinweise auf unklare Leistungen und Bedarfslücken |
| Monatsberichte | Überblick über Leistung, Risiken, Maßnahmen und Qualität |
| Ticketdaten | Hinweise auf Störungen, Nutzerbedarf, Reaktionszeiten und Wiederholfehler |
| Wartungsnachweise | Nachweis der technischen Leistungsdurchführung |
| Prüfberichte | Grundlage für Betreiberpflichten, Mängel und Fristen |
| Anlagenlisten | Grundlage für technisches FM und Wartungsplanung |
| Flächen- und Raumdaten | Grundlage für Reinigung, Service, Abrechnung und CAFM |
| Pläne und Genehmigungen | Grundlage für Betrieb, Sicherheit und Dokumentation |
| Brandschutzunterlagen | Grundlage für Notfallorganisation und Compliance |
| Rechnungen und Preisblätter | Grundlage für kaufmännische Bewertung |
| Nachunternehmerunterlagen | Grundlage für externe Leistungs- und Risikobewertung |
| Systemauszüge | Grundlage für Datenqualität, Systemnutzung und Reporting |
| Interviews | Ergänzung von Praxiswissen und informellen Schnittstellen |
| Begehungen | Abgleich zwischen Dokumentation und Realität |
Strategie und Steuerungsmodell
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Zielbild | Gibt es ein klares Ziel für den künftigen FM-Betrieb? |
| Steuerungstiefe | Ist definiert, welche Aufgaben der Auftraggeber selbst steuert? |
| Vergabestrategie | Ist das gewünschte Leistungs- und Losmodell begründet? |
| Dienstleistersteuerung | Gibt es Governance, Regeltermine und Eskalation? |
| Berichtswesen | Werden Entscheidungen durch belastbare Informationen unterstützt? |
| Start-up-Strategie | Ist der Dienstleisterwechsel als eigener Prozess geplant? |
Vertrag und Leistung
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Leistungsumfang | Sind Leistungen vollständig und eindeutig beschrieben? |
| Leistungsgrenzen | Sind Standardleistungen, Sonderleistungen und Auftraggeberleistungen abgegrenzt? |
| SLA | Sind Servicelevel messbar und praktisch anwendbar? |
| KPI | Sind Kennzahlen sinnvoll, auswertbar und steuerungsrelevant? |
| Nachweise | Sind Leistungsnachweise klar definiert? |
| Start-up-Leistungen | Sind Mobilisierung und Go-live vertraglich geregelt? |
| Exit | Sind Datenrückgabe und Wissenstransfer geregelt? |
Organisation und Prozesse
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Rollenmodell | Sind Verantwortlichkeiten eindeutig zugeordnet? |
| Objektleitung | Gibt es eine belastbare operative Leitung? |
| Vertretungen | Sind Ausfälle und Abwesenheiten geregelt? |
| Prozessstandards | Sind Wartung, Störung, Service und Freigaben beschrieben? |
| Maßnahmenmanagement | Werden offene Punkte systematisch verfolgt? |
| Eskalation | Gibt es definierte Entscheidungswege? |
| Hypercare | Ist eine Stabilisierungsphase vorgesehen? |
Daten und Dokumentation
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Anlagendaten | Sind Anlagen vollständig, eindeutig und verortet? |
| Flächendaten | Sind Flächen aktuell, prüfbar und abrechnungsfähig? |
| Prüfdaten | Sind Prüffristen, Prüfberichte und Mängel erfasst? |
| Datenpflege | Ist klar, wer Daten aktualisiert? |
| Dokumentenstruktur | Sind Unterlagen auffindbar und revisionsfähig? |
| Nachforderung | Gibt es ein Verfahren für fehlende Dokumente? |
| Datenrückgabe | Ist Exit-fähige Datenübergabe geregelt? |
Systeme und Digitalisierung
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| CAFM | Unterstützt das System Anlagen, Räume, Wartungen und Nachweise? |
| Ticketsystem | Sind Störungen und Serviceanforderungen digital steuerbar? |
| GLT | Sind Alarme, Zugänge und Verantwortlichkeiten geklärt? |
| DMS | Sind Dokumente digital verfügbar und verknüpft? |
| Reporting | Sind KPI, SLA und Maßnahmen systemseitig auswertbar? |
| Mobile Nutzung | Können Leistungen vor Ort digital rückgemeldet werden? |
| Schnittstellen | Sind Datenflüsse zwischen Systemen geregelt? |
| IT-Sicherheit | Sind Rollenrechte und Datenschutz berücksichtigt? |
Compliance und Betreiberpflichten
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Betreiberpflichten | Sind Pflichten identifiziert und zugeordnet? |
| Prüfpflichten | Sind Fristen, Prüfberichte und Mängel steuerbar? |
| Arbeitssicherheit | Sind Unterweisungen, PSA und Gefährdungsbeurteilungen geregelt? |
| Freigaben | Sind gefährliche Arbeiten und Sonderbereiche freigabefähig? |
| Brandschutz | Sind Brandschutzunterlagen und Notfallprozesse verfügbar? |
| Fremdfirmen | Werden Nachunternehmer unterwiesen und kontrolliert? |
| Auditfähigkeit | Sind Nachweise vollständig und prüfbar? |
Service und Nutzerorientierung
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Service Desk | Gibt es eine zentrale Annahme und Steuerung von Meldungen? |
| Meldewege | Sind Kanäle für Nutzer klar definiert? |
| Rückmeldungen | Werden Nutzer über Status und Abschluss informiert? |
| Servicezeiten | Sind Erreichbarkeit und Prioritäten bekannt? |
| Beschwerden | Werden Reklamationen erfasst und ausgewertet? |
| Nutzerfeedback | Fließt Feedback in Verbesserungen ein? |
| Sonderleistungen | Sind Zusatzanforderungen freigabe- und abrechnungsfähig geregelt? |
Kaufmännische Steuerung
| Prüfkriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Preislogik | Sind Pauschalen, Regie, Material und Sonderleistungen transparent? |
| Nachträge | Sind Ursachen und Häufigkeit von Nachträgen bekannt? |
| Leistungsnachweise | Sind Leistungen abrechnungs- und abnahmefähig dokumentiert? |
| Rechnungsprüfung | Gibt es klare Prüf- und Freigabeprozesse? |
| Kostenstellen | Sind Leistungen Kostenstellen oder Nutzern zuordenbar? |
| Budgetsteuerung | Werden Kostenrisiken früh erkannt? |
| Wirtschaftlichkeit | Werden Prozesse, Daten und Nachweise wirtschaftlich gesteuert? |
Due-Diligence-Ergebnisse in Reifegradstufen überführen
Die Due Diligence liefert Befunde. Die Reifegradbewertung ordnet diese Befunde in Entwicklungsstufen ein. Daraus entsteht ein klares Bild der Handlungsprioritäten.
| Due-Diligence-Befund | Reifegradbewertung | Ableitung |
|---|---|---|
| Anlagenlisten sind unvollständig. | Niedrige Datenreife | Datenvalidierung als Start-up-Leistung definieren |
| Prüfberichte liegen vor, werden aber nicht systematisch verfolgt. | Mittlere Compliance-Reife | Prüfpflichtenmanagement und Mängelverfolgung regeln |
| Ticketsystem wird genutzt, aber Kategorien sind uneinheitlich. | Mittlere Service-Reife | Ticketprozess standardisieren |
| SLA sind vertraglich vorhanden, aber nicht messbar. | Niedrige Steuerungsreife | SLA-Messlogik und Datenquellen definieren |
| Dokumente liegen digital vor, aber ohne Revisionsstruktur. | Mittlere Dokumentationsreife | DMS-Struktur und Revisionslogik einführen |
| Nachunternehmer sind beauftragt, aber Unterweisungen fehlen. | Niedrige Fremdfirmen-Compliance | Nachunternehmer-Start-up und Fremdfirmenunterweisung verbindlich regeln |
| Monatsberichte enthalten Daten, aber keine Maßnahmensteuerung. | Mittlere Reporting-Reife | Maßnahmenmanagement und Managementreporting ergänzen |
| Objektleitung ist etabliert, Vertretung aber unklar. | Mittlere Organisationsreife | Rollen- und Vertretungsmodell definieren |
| Themenfeld | Ist-Zustand | Ziel-Zustand | Lücke | Maßnahme |
|---|---|---|---|---|
| Daten | Anlagenlisten teilweise unvollständig | Vollständige, systemfähige Anlagenbasis | Fehlende Anlagen und unklare Standorte | Datenvalidierung vor Go-live |
| Dokumentation | Prüfberichte verstreut | Strukturierte, auditfähige Ablage | Fehlende Übersicht und Revisionsstände | Dokumentationsprüfung und DMS-Struktur |
| Service | Nutzer melden über mehrere Kanäle | Zentraler Service Desk mit Ticketprozess | Informelle Meldewege | Service-Start-up und Nutzerkommunikation |
| Betreiberpflichten | Fristen manuell überwacht | Digitales Fristen- und Mängelmanagement | Hohe Abhängigkeit von Einzelwissen | Betreiberpflichtenmatrix und Reporting |
| Systeme | CAFM nicht vollständig gepflegt | CAFM als Steuerungssystem | Daten- und Prozesslücken | System-Start-up und Datenimport |
| Nachunternehmer | Spezialfirmen nicht einheitlich gesteuert | Qualifizierte, unterwiesene und nachweisfähige Nachunternehmer | Unterweisungs- und Nachweislücken | Nachunternehmermatrix |
| Reporting | Berichte beschreibend | KPI-, SLA- und Maßnahmenreporting | Fehlende Steuerungsqualität | Reportingkonzept und KPI-Set |
| Go-live | Betriebsstart nach Termin | Betriebsstart nach Betriebsbereitschaft | Keine Go-live-Kriterien | Betriebsbereitschaftscheck |
Reifegrad und Due Diligence als Grundlage der Vergabestrategie
Die Ergebnisse beeinflussen direkt die Vergabestrategie. Je niedriger der Reifegrad, desto sorgfältiger müssen Start-up-Leistungen, Mitwirkungspflichten, Datenvalidierung und Betriebsbereitschaft geregelt werden.
| Befund | Vergabestrategische Konsequenz |
|---|---|
| Niedrige Datenreife | Datenvalidierung, Anlagenaufnahme und Datenpflege als eigene Leistungen ausschreiben |
| Niedrige Dokumentationsreife | Dokumentationsprüfung, Nachforderung und DMS-Struktur vertraglich regeln |
| Hohe technische Komplexität | Fachliche Eignung und technisches Start-up-Konzept stark gewichten |
| Hohe Betreiberpflichtenrelevanz | Compliance-Kompetenz und Prüfpflichtenmanagement als Auswahlkriterium aufnehmen |
| Schwache Serviceprozesse | Service Desk, Nutzerkommunikation und SLA operationalisieren |
| Viele Nachunternehmer | Nachunternehmermanagement und Fremdfirmenunterweisung detailliert fordern |
| Niedrige Systemreife | System-Start-up, Datenmigration und Reporting verbindlich beschreiben |
| Hohe Schnittstellenkomplexität | RACI-Matrix und Governance vertraglich absichern |
| Unklare Kostenstruktur | Preisblatt, Sonderleistungen und Freigabeprozesse präzisieren |
| Kritischer Go-live | Betriebsbereitschaftsprüfung und Hypercare verpflichtend aufnehmen |
Die Ergebnisse der Prüfung müssen in den Vertrag überführt werden. Nur so werden erkannte Risiken verbindlich steuerbar.
| Prüfergebnis | Vertragsableitung |
|---|---|
| Start-up-Reife ist niedrig | Start-up-Anlage mit Phasen, Meilensteinen, Nachweisen und Go-live-Kriterien |
| Datenqualität ist unzureichend | Datenanlage mit Übergabe, Validierung, Pflege und Rückgabe |
| Dokumentation ist lückenhaft | Dokumentationsanlage mit Nachforderung, Revisionsständen und Ablage |
| Betreiberpflichten sind unklar | Betreiberpflichtenmatrix, Prüfpflichtenreport und Mängelverfolgung |
| Systeme sind nicht startfähig | Systemanlage mit CAFM, Tickets, GLT, DMS, Reporting und Schnittstellen |
| Servicequalität ist schwankend | Servicekatalog, SLA, KPI, Beschwerdemanagement und Nutzerkommunikation |
| Nachunternehmer sind kritisch | Nachunternehmeranlage mit Qualifikation, Unterweisung, Zutritt und Nachweisen |
| Schnittstellen sind komplex | RACI-Matrix, Mitwirkungspflichten und Eskalationsmodell |
| Reporting ist schwach | Reportinganlage mit KPI, SLA, Maßnahmen, Risiken und Monatsbericht |
| Exit ist nicht geregelt | Exit-Anlage mit Datenrückgabe, Dokumentation und Wissenstransfer |
| Betriebsbereitschaftsfeld | Reifegradbezug | Go-live-Relevanz |
|---|---|---|
| Organisation | Rollen, Objektleitung, Vertretung und Eskalation | Sehr hoch |
| Personal | Verfügbarkeit, Qualifikation und Unterweisung | Sehr hoch |
| Daten | Kritische Anlagen-, Flächen-, Raum- und Prüfdaten | Sehr hoch |
| Dokumentation | Sicherheits- und betriebsrelevante Unterlagen | Hoch |
| Systeme | Tickets, CAFM, GLT, Reporting und mobile Anwendungen | Hoch |
| Arbeitssicherheit | Unterweisungen, Freigaben, PSA und Notfallverfahren | Sehr hoch |
| Nachunternehmer | Kritische Spezialleistungen und Nachweise | Hoch |
| Service | Meldewege, Nutzerinformation und SLA | Hoch |
| Reporting | Start-up-Status, Risiken und Maßnahmen | Mittel bis hoch |
| Optimierung | Reifegradverbesserung, Dashboards und Automatisierung | Nachgelagert |
Risikobewertung in der Due Diligence
Die Due Diligence sollte Risiken systematisch bewerten. Dabei sind Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung, Steuerbarkeit und Go-live-Relevanz zu berücksichtigen.
| Risikofeld | Typisches Risiko | Auswirkung | Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Daten | Anlagenbestand unvollständig | Wartungen und Prüfungen werden fehlerhaft geplant | Datenvalidierung und Anlagenaufnahme |
| Dokumentation | Prüfberichte fehlen | Betreiberpflichten nicht nachweisbar | Dokumentationsprüfung und Nachforderung |
| Organisation | Objektleitung unklar | Operative Steuerung fehlt | Rollenmodell und Verantwortungsmatrix |
| Systeme | Ticketsystem nicht startfähig | Störungen laufen informell | System-Start-up und Testbetrieb |
| Compliance | Unterweisungen fehlen | Arbeitssicherheitsrisiko | Unterweisungsplan und Freigabelogik |
| Nachunternehmer | Kritische Spezialfirma nicht eingebunden | Leistungsausfall | Nachunternehmerplan und Ersatzregelung |
| Service | Nutzer kennen Meldewege nicht | Fehlmeldungen und Beschwerden | Nutzerkommunikation vor Go-live |
| Kosten | Sonderleistungen nicht abgegrenzt | Nachtragsrisiken | Preisblatt und Freigabeprozess |
| Schnittstellen | Auftraggeber- und Auftragnehmerpflichten unklar | Verzögerungen und Konflikte | RACI-Matrix und Mitwirkungspflichten |
| Exit | Datenrückgabe nicht geregelt | Wissensverlust beim nächsten Wechsel | Exit-Regelung im Vertrag |
Maßnahmenplanung aus Reifegrad und Due Diligence
Die Bewertung ist nur dann wertvoll, wenn daraus konkrete Maßnahmen entstehen. Diese Maßnahmen sollten priorisiert, terminiert und Verantwortlichen zugeordnet werden.
| Maßnahmentyp | Inhalt | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Sofortmaßnahme | Kritische Risiken, die vor Ausschreibung oder Go-live zu klären sind | Kurzfristig |
| Ausschreibungsmaßnahme | Anforderungen, die in Leistungsbeschreibung oder LV aufzunehmen sind | Vor Vergabe |
| Vertragsmaßnahme | Regelungen zu Pflichten, Nachweisen, SLA, KPI, Mitwirkung und Exit | Vor Vertragsabschluss |
| Start-up-Maßnahme | Aufgaben für Mobilisierung, Datenvalidierung, Systemeinrichtung und Unterweisung | Nach Zuschlag |
| Go-live-Maßnahme | Prüfkriterien für Betriebsbereitschaft und Freigabe | Vor Betriebsbeginn |
| Hypercare-Maßnahme | Nachsteuerung offener Punkte nach Betriebsstart | Erste Betriebswochen |
| Regelbetriebsmaßnahme | Verbesserungen, Reifegradentwicklung und kontinuierliche Steuerung | Laufender Betrieb |
| Exit-Maßnahme | Datenrückgabe, Dokumentationsübergabe und Wissenstransfer | Vertragsende |
Due-Diligence-Bericht
Der Due-Diligence-Bericht fasst die Ergebnisse der Prüfung zusammen. Er sollte managementfähig, fachlich belastbar und umsetzungsorientiert sein.
| Berichtsteil | Inhalt |
|---|---|
| Ausgangslage | Objekt, Vertrag, Leistungsumfang, Anlass der Prüfung und Zielsetzung |
| Prüfrahmen | Betrachtete Leistungen, Daten, Dokumente, Systeme, Rollen und Risiken |
| Vertragsstatus | Leistungsumfang, SLA, KPI, Mitwirkungspflichten, Nachweise und Exit |
| Leistungsstatus | Technische, infrastrukturelle, kaufmännische und steuernde Leistungen |
| Organisationsstatus | Rollen, Verantwortlichkeiten, Governance und Eskalation |
| Datenstatus | Qualität, Vollständigkeit, Aktualität und Systemfähigkeit der FM-Daten |
| Dokumentationsstatus | Vorhandene, fehlende und kritische Unterlagen |
| Systemstatus | CAFM, Ticketsystem, GLT, DMS, Reporting und Schnittstellen |
| Compliance-Status | Betreiberpflichten, Prüfpflichten, Arbeitssicherheit, Datenschutz und Nachweise |
| Service-Status | Meldewege, Nutzerkommunikation, Beschwerden und SLA-Fähigkeit |
| Nachunternehmerstatus | Externe Leistungen, Qualifikation, Unterweisung und Risiken |
| Kostenstatus | Pauschalen, Regie, Sonderleistungen, Nachträge und Abrechnung |
| Reifegradbewertung | Bewertung nach Themenfeldern und Reifegradstufen |
| Gap-Analyse | Lücken zwischen Ist-Zustand und Zielreifegrad |
| Risikoregister | Kritische Risiken mit Bewertung und Priorität |
| Maßnahmenplan | Empfehlungen mit Verantwortlichkeiten und Zeitbezug |
| Vergabe- und Vertragsableitung | Anforderungen für Ausschreibung, Vertragsdesign und Start-up |
| Go-live-Bezug | Startkritische Themen und Betriebsbereitschaftskriterien |
Reifegradbericht
Der Reifegradbericht ergänzt die Due Diligence um eine strukturierte Bewertung des Entwicklungsstands. Er ist besonders geeignet, um Prioritäten und Managemententscheidungen darzustellen.
| Bestandteil | Inhalt |
|---|---|
| Bewertungsmodell | Beschreibung der Reifegradstufen und Bewertungskriterien |
| Bewertete Dimensionen | Strategie, Vertrag, Organisation, Daten, Dokumentation, Systeme, Compliance, Service, Kosten, Start-up |
| Reifegradprofil | Grafische oder tabellarische Darstellung je Themenfeld |
| Zielreifegrad | Gewünschter Zustand für Ausschreibung, Start-up und Regelbetrieb |
| Lückenbewertung | Differenz zwischen Ist- und Zielreifegrad |
| Kritische Schwachstellen | Themen mit hoher Auswirkung auf Go-live oder Betreiberpflichten |
| Quick Wins | Kurzfristig erreichbare Verbesserungen |
| Maßnahmenroadmap | Priorisierte Entwicklungsschritte |
| Start-up-Reife | Einschätzung der Wechsel- und Go-live-Fähigkeit |
| Managementempfehlung | Entscheidungsvorlage für nächste Schritte |
Reifegrad-Roadmap
Eine Reifegrad-Roadmap zeigt, wie die identifizierten Lücken schrittweise geschlossen werden können. Sie verbindet Start-up-Anforderungen mit langfristiger Betriebsoptimierung.
| Zeitraum | Schwerpunkt | Beispiele |
|---|---|---|
| Sofort | Startkritische Risiken klären | Schlüssel, Systemrechte, Notfallkontakte, Unterweisungen, kritische Daten |
| Vor Ausschreibung | Vergabefähigkeit herstellen | Leistungsbeschreibung, Datenstatus, Start-up-Leistungsbild, Bewertungsmatrix |
| Vor Vertragsabschluss | Vertragsfähigkeit herstellen | SLA, KPI, Mitwirkung, Datenanlage, Dokumentationsanlage, Go-live-Kriterien |
| Start-up-Phase | Betriebsfähigkeit herstellen | Mobilisierung, Datenvalidierung, Dokumentenprüfung, Systeme, Nachunternehmer |
| Vor Go-live | Startfähigkeit prüfen | Betriebsbereitschaftscheck, Risikobewertung, Restpunkteliste |
| Hypercare | Stabilisierung | Ticketanalyse, Nutzerfeedback, Systemkorrekturen, Datenbereinigung |
| Regelbetrieb | Reifegradentwicklung | KPI-Reporting, Audits, Datenpflege, Prozessoptimierung |
| Exit-Vorbereitung | Wechselrobustheit sichern | Datenrückgabe, Dokumentation, Wissenstransfer, Lessons Learned |
Due Diligence und Start-up-Fähigkeit der Anbieter
Die Ergebnisse der Due Diligence sollten auch in die Bewertung neuer Anbieter einfließen. Anbieter müssen zeigen, wie sie mit den erkannten Reifegradlücken umgehen und wie sie die Mobilisierung absichern.
| Erkannte Ausgangslage | Anforderung an Anbieter |
|---|---|
| Daten sind unvollständig. | Anbieter muss ein belastbares Datenvalidierungs- und Migrationskonzept vorlegen. |
| Dokumentation ist lückenhaft. | Anbieter muss Dokumentationsprüfung und Nachforderungsprozess beschreiben. |
| Betreiberpflichten sind kritisch. | Anbieter muss Prüfpflichten- und Compliance-Management nachweisen. |
| Systeme sind heterogen. | Anbieter muss Systemkompetenz, Schnittstellenverständnis und Reportingfähigkeit zeigen. |
| Nutzerkommunikation ist schwach. | Anbieter muss Service-Start-up, Meldewege und Kommunikationskonzept darstellen. |
| Nachunternehmer sind relevant. | Anbieter muss Qualifikation, Unterweisung und Steuerung externer Firmen belegen. |
| Go-live ist risikobehaftet. | Anbieter muss Start-up-Plan, Betriebsbereitschaftscheck und Hypercare anbieten. |
| Reporting ist unzureichend. | Anbieter muss KPI-, SLA- und Maßnahmenreporting konkretisieren. |
| Kostenstruktur ist unklar. | Anbieter muss Preisblatt, Sonderleistungslogik und Nachtragsmanagement transparent darstellen. |
Checkliste Reifegrad und Due Diligence
| Prüfpunktthema | Leitfrage |
|---|---|
| Prüfziel | Ist klar, warum Reifegrad und Due Diligence durchgeführt werden? |
| Untersuchungsrahmen | Sind Objekte, Leistungen, Systeme, Verträge und Rollen definiert? |
| Vertragsprüfung | Sind Leistungen, Pflichten, SLA, KPI, Mitwirkung und Exit analysiert? |
| Leistungsprüfung | Sind Soll-Leistung, Ist-Leistung und Bedarf verglichen? |
| Datenprüfung | Sind Anlagen-, Flächen-, Raum-, Prüf- und Systemdaten bewertet? |
| Dokumentationsprüfung | Sind Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen und Nachweise geprüft? |
| Systemprüfung | Sind CAFM, Ticketsystem, GLT, DMS, Reporting und Schnittstellen bewertet? |
| Organisationsprüfung | Sind Rollen, Objektleitung, Vertretungen, Governance und Eskalation geklärt? |
| Compliance-Prüfung | Sind Betreiberpflichten, Arbeitssicherheit und Datenschutz bewertet? |
| Serviceprüfung | Sind Meldewege, Nutzerkommunikation, Beschwerden und SLA-Fähigkeit geprüft? |
| Nachunternehmerprüfung | Sind externe Leistungen, Qualifikation, Unterweisung und Nachweise bewertet? |
| Kostenprüfung | Sind Pauschalen, Regie, Sonderleistungen, Nachträge und Abrechnung analysiert? |
| Reifegradbewertung | Sind Themenfelder nach einheitlichen Stufen bewertet? |
| Zielreifegrad | Ist der gewünschte Zielzustand definiert? |
| Gap-Analyse | Sind Lücken zwischen Ist und Ziel beschrieben? |
| Risikoregister | Sind kritische Risiken priorisiert? |
| Maßnahmenplan | Sind Maßnahmen mit Verantwortlichen und Terminen hinterlegt? |
| Vergabeableitung | Sind Anforderungen für Ausschreibung und Anbieterbewertung formuliert? |
| Vertragsableitung | Sind Anforderungen für Vertragsdesign, SLA, KPI und Anlagen abgeleitet? |
| Go-live-Bezug | Sind Betriebsbereitschaftskriterien vorbereitet? |
| Hypercare-Bezug | Sind Restpunkte und Stabilisierungsmaßnahmen geplant? |
| Bericht | Liegen Due-Diligence-Bericht und Reifegradmatrix vor? |
Prüfpunktthema Leitfrage
| Fehler | Folge | Vermeidung |
|---|---|---|
| Due Diligence wird nur technisch verstanden. | Organisation, Service, Kosten, Systeme und Compliance bleiben unbewertet. | Ganzheitlichen Prüfrahmen nutzen. |
| Reifegrad wird ohne Zielbild bewertet. | Bewertung bleibt abstrakt und ohne Handlungskonsequenz. | Zielreifegrad vor Maßnahmenableitung definieren. |
| Daten werden nur gesammelt, nicht bewertet. | Datenlücken werden erst im Start-up sichtbar. | Datenqualitätsmatrix erstellen. |
| Dokumente werden nur gezählt. | Veraltete oder unbrauchbare Unterlagen bleiben unentdeckt. | Dokumente nach Nutzbarkeit, Aktualität und Revisionsstand prüfen. |
| Betreiberpflichten werden nachgelagert. | Compliance-Risiken entstehen beim Go-live. | Betreiberpflichtenprüfung integrieren. |
| Nutzerperspektive fehlt. | Serviceprozesse werden nicht akzeptiert. | Nutzerfeedback und Serviceanalyse einbeziehen. |
| Systeme werden nur technisch betrachtet. | Prozesse und Datenflüsse funktionieren nicht. | System- und Prozessprüfung verbinden. |
| Risiken werden nicht priorisiert. | Kritische Themen gehen in langen Listen unter. | Kritikalität und Go-live-Relevanz bewerten. |
| Ergebnisse werden nicht in Vertrag überführt. | Erkenntnisse bleiben folgenlos. | Vertragsableitung und Start-up-Leistungsbild erstellen. |
| Maßnahmen ohne Verantwortliche | Umsetzung bleibt unverbindlich. | Maßnahmenplan mit Verantwortlichen, Fristen und Nachweisen führen. |
| Hypercare wird nicht vorbereitet. | Restpunkte eskalieren nach Betriebsbeginn. | Stabilisierungsphase aus Due-Diligence-Ergebnissen ableiten. |
Qualitätskriterien einer guten FM-Due-Diligence
| Qualitätskriterium | Beschreibung |
|---|---|
| Vollständigkeit | Vertrag, Leistung, Daten, Dokumentation, Systeme, Organisation, Compliance, Kosten und Service werden betrachtet. |
| Faktenbasis | Bewertung stützt sich auf Unterlagen, Daten, Nachweise, Interviews und Begehungen. |
| Nachvollziehbarkeit | Befunde, Quellen, Bewertungen und Risiken sind dokumentiert. |
| Reifegradlogik | Einzelbefunde werden in ein strukturiertes Bewertungsmodell überführt. |
| Risikoorientierung | Kritische Themen für Go-live, Betreiberpflichten, Kosten und Qualität werden priorisiert. |
| Start-up-Bezug | Ergebnisse werden in Mobilisierung, Go-live und Hypercare überführt. |
| Vergabefähigkeit | Anforderungen können in Ausschreibung und Bewertungsmatrix genutzt werden. |
| Vertragsfähigkeit | Ergebnisse führen zu klaren Pflichten, Nachweisen, SLA, KPI und Anlagen. |
| Umsetzbarkeit | Maßnahmen sind konkret, terminiert und Verantwortlichen zugeordnet. |
| Managementfähigkeit | Ergebnisse sind für Entscheidungen verständlich aufbereitet. |
| Zukunftsfähigkeit | Datenpflege, Reporting, Reifegradentwicklung und Exit werden berücksichtigt. |
Nutzen von Reifegrad und Due Diligence
| Nutzen | Wirkung |
|---|---|
| Bessere Entscheidungsgrundlage | Auftraggeber kennt Ausgangslage, Risiken und Handlungsbedarf. |
| Realistischere Ausschreibung | Leistungsumfang, Datenlage und Start-up-Bedarf werden klarer beschrieben. |
| Bessere Anbieterbewertung | Start-up-Fähigkeit, Datenkompetenz und Compliance-Kompetenz können geprüft werden. |
| Sichereres Vertragsdesign | Pflichten, Mitwirkung, Nachweise, SLA, KPI und Exit werden präziser geregelt. |
| Weniger Start-up-Risiken | Kritische Lücken werden vor Go-live sichtbar und steuerbar. |
| Höhere Datenqualität | Fehlende oder falsche Daten werden erkannt und priorisiert bearbeitet. |
| Bessere Dokumentationsqualität | Unterlagen werden nach Vollständigkeit, Aktualität und Nutzbarkeit bewertet. |
| Stärkere Betreiberverantwortung | Prüfpflichten, Mängel, Nachweise und Freigaben werden systematisch eingeordnet. |
| Stabilerer Go-live | Betriebsbereitschaft wird fachlich geprüft. |
| Bessere Hypercare | Restpunkte und Anfangsprobleme werden gezielt nachgesteuert. |
| Höhere Wirtschaftlichkeit | Nachträge, Doppelarbeiten und Fehlkalkulationen werden reduziert. |
| Nachhaltige Verbesserung | Reifegradlücken werden in eine Roadmap für den Regelbetrieb überführt. |
FM-Connect.com: Unterstützung bei Reifegrad und Due Diligence
FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber bei der strukturierten Bewertung von Reifegrad und Due Diligence im Facility Management. Ziel ist es, die Ausgangslage vor einem Dienstleisterwechsel belastbar zu prüfen und daraus konkrete Anforderungen für Vergabe, Vertragsdesign, Start-up und Regelbetrieb abzuleiten.
Wir verbinden strategische FM-Beratung, technische und organisatorische Analyse, Betreiberpflichtenverständnis, Daten- und Dokumentationsprüfung, Systembewertung, Serviceanalyse, Risikomanagement und Start-up-Steuerung zu einem integrierten Vorgehen.
| Unterstützungsfeld | Beitrag von FM-Connect.com |
|---|---|
| Reifegradmodell entwickeln | Aufbau eines objekt- und vertragsbezogenen Bewertungsmodells |
| Due-Diligence-Prüfung durchführen | Prüfung von Vertrag, Leistung, Daten, Dokumentation, Systemen, Organisation und Compliance |
| Reifegradmatrix erstellen | Bewertung der FM-Handlungsfelder nach Entwicklungsstufen |
| Daten- und Dokumentationsstatus bewerten | Prüfung von Vollständigkeit, Aktualität, Nutzbarkeit und Systemfähigkeit |
| Betreiberpflichten analysieren | Bewertung von Prüfpflichten, Mängeln, Freigaben, Nachweisen und Verantwortlichkeiten |
| Systemlandschaft prüfen | Bewertung von CAFM, Ticketsystem, GLT, DMS, Reporting und Schnittstellen |
| Service- und Nutzerreife bewerten | Prüfung von Meldewegen, Service Desk, SLA, Beschwerden und Nutzerkommunikation |
| Nachunternehmerreife bewerten | Analyse von Qualifikation, Unterweisung, Zutritt, Nachweisen und Abhängigkeiten |
| Risiko- und Gap-Analyse erstellen | Priorisierung kritischer Reifegradlücken |
| Maßnahmenroadmap entwickeln | Ableitung von Sofortmaßnahmen, Start-up-Aufgaben und Regelbetriebsoptimierung |
| Vergabeanforderungen ableiten | Überführung der Ergebnisse in Leistungsbeschreibung, Bewertungsmatrix und Start-up-Leistungsbild |
| Vertragsdesign unterstützen | Ableitung von Daten-, Dokumentations-, SLA-, KPI-, Governance- und Exit-Regelungen |
| Betriebsbereitschaft vorbereiten | Entwicklung von Go-live-Kriterien und Hypercare-Restpunktesteuerung |
| Managementbericht erstellen | Entscheidungsfähige Zusammenfassung für Geschäftsführung, Einkauf und FM-Verantwortliche |
Ergebnis einer professionellen Reifegrad- und Due-Diligence-Prüfung
Eine professionelle Reifegrad- und Due-Diligence-Prüfung führt zu einem klaren Bild der aktuellen FM-Leistungsfähigkeit. Sie zeigt, welche Grundlagen belastbar sind, welche Risiken bestehen, welche Reifegradlücken geschlossen werden müssen und welche Anforderungen in Ausschreibung, Vertrag und Start-up zu berücksichtigen sind.
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| Transparente Ausgangslage | Auftraggeber kennt Leistungs-, Daten-, Dokumentations-, System- und Organisationsstand. |
| Bewerteter Reifegrad | Entwicklungsstand der FM-Organisation ist nachvollziehbar eingeordnet. |
| Klarer Zielreifegrad | Gewünschter Zustand für künftigen Betrieb und Dienstleistersteuerung ist beschrieben. |
| Sichtbare Lücken | Differenz zwischen Ist- und Zielzustand ist dokumentiert. |
| Priorisierte Risiken | Kritische Themen für Go-live, Compliance, Kosten und Nutzerbetrieb sind bewertet. |
| Belastbarer Maßnahmenplan | Aufgaben, Verantwortliche, Termine und Nachweise sind definiert. |
| Bessere Vergabegrundlage | Anbieter erhalten klare Anforderungen und Risiken. |
| Stärkeres Vertragsdesign | Pflichten, Mitwirkung, Nachweise, SLA, KPI und Exit werden präziser geregelt. |
| Sichererer Start-up | Mobilisierung und Betriebsbereitschaft werden planbarer. |
| Stabilerer Regelbetrieb | Reifegradentwicklung wird in den laufenden Betrieb überführt. |
Anspruch
Reifegrad und Due Diligence sind wesentliche Instrumente zur Vorbereitung eines professionellen Dienstleisterwechsels im Facility Management. Sie bewerten nicht nur den aktuellen Zustand, sondern zeigen, ob Vertrag, Daten, Dokumentation, Systeme, Organisation, Compliance, Service, Nachunternehmer und Reporting ausreichend entwickelt sind, um einen neuen Dienstleister sicher in den Regelbetrieb zu führen.
Die Due Diligence schafft die Faktenbasis. Die Reifegradbewertung ordnet diese Fakten in ein strukturiertes Entwicklungsmodell ein. Die Gap-Analyse zeigt die Lücken. Der Maßnahmenplan überführt die Ergebnisse in Vergabe, Vertragsdesign, Start-up, Go-live, Hypercare und Regelbetrieb.
Ohne diese Prüfung bleiben viele Risiken verborgen: unvollständige Daten, fehlende Dokumente, unklare Betreiberpflichten, schwache Systeme, nicht messbare SLA, unzureichende Nachunternehmersteuerung und unsichere Go-live-Voraussetzungen.
FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber dabei, Reifegrad und Due Diligence fachlich fundiert, strukturiert und umsetzungsorientiert durchzuführen. Ziel ist ein Dienstleisterwechsel, der nicht auf Annahmen beruht, sondern auf geprüften Grundlagen, klaren Anforderungen und einer belastbaren Start-up-Strategie.
