CAFM-Datenmodell
Facility Management: Facility Services implementieren » Organisation » CAFM, IT & Schnittstellen » CAFM-Datenmodell
Digitale Betriebsgrundlage für Anlagen, Räume, Leistungen, Pflichten und Reporting
Das CAFM-Datenmodell ist die strukturierte Grundlage für den digitalen Facility-Management-Betrieb. Es beschreibt, wie Standorte, Gebäude, Geschosse, Räume, Flächen, Anlagen, Komponenten, Dokumente, Wartungen, Prüfpflichten, Tickets, Nutzer, Nachunternehmer, Kostenstellen, SLA, KPI, Mängel, Maßnahmen und Berichte im CAFM-System abgebildet werden.
Beim Dienstleisterwechsel im Facility Management ist das CAFM-Datenmodell besonders wichtig. Der neue Dienstleister muss nicht nur vorhandene Daten übernehmen, sondern diese Daten verstehen, prüfen, strukturieren, importieren, verknüpfen und im Regelbetrieb pflegen können. Ohne ein klares Datenmodell entstehen Dubletten, falsche Anlagenzuordnungen, unvollständige Wartungspläne, nicht messbare SLA, fehlende Prüfpflichten, nicht auffindbare Dokumente und unbrauchbare Reports.
Ein CAFM-Datenmodell ist daher keine technische Nebensache. Es ist die digitale Ordnung des FM-Regelbetriebs. Es entscheidet darüber, ob der neue Dienstleister ab Go-live systemgestützt arbeiten kann oder ob der Betrieb mit manuellen Listen, informellen Meldungen und nicht belastbaren Daten startet.
CAFM-Datenmodell als zentrale Datenbasis
- Definition CAFM-Datenmodell
- Ziel des CAFM-Datenmodells
- Bedeutung des CAFM-Datenmodells beim Dienstleisterwechsel
- CAFM-Datenmodell als Bindeglied zwischen Vertrag und Betrieb
- Grundstruktur eines CAFM-Datenmodells
- Objektstruktur im CAFM-Datenmodell
- Asset-Struktur im CAFM-Datenmodell
- Parent-Child-Beziehungen im CAFM
- Stammdaten im CAFM-Datenmodell
- Bewegungsdaten im CAFM-Datenmodell
- Referenzdaten und Kataloge
- Pflichtfelder im CAFM-Datenmodell
- Mindestdatenmodell für den Go-live
- Erweitertes Ziel-Datenmodell für den Regelbetrieb
- Datenbeziehungen im CAFM-Datenmodell
- Namenskonventionen im CAFM-Datenmodell
- CAFM-Datenmodell und Dokumentenmanagement
- CAFM-Datenmodell und Ticketsystem
- CAFM-Datenmodell und Wartungsplanung
- CAFM-Datenmodell und Prüfpflichten
- CAFM-Datenmodell und Mängelmanagement
- CAFM-Datenmodell und Nachunternehmer
- CAFM-Datenmodell und Reporting
- Datenvalidierung für das CAFM-Datenmodell
- CAFM-Datenmodell im Go-live-Check
- Ampelbewertung des CAFM-Datenmodells
- Hypercare für das CAFM-Datenmodell
- Datenpflege im Regelbetrieb
- Daten-Governance für das CAFM-Datenmodell
- Rollen im CAFM-Datenmodell
- CAFM-Datenmodell und Rollenrechte
- Schnittstellen zum CAFM-Datenmodell
- Datenqualität im CAFM-Datenmodell
- Kennzahlen zur Datenqualität
- Risiken bei schwachem CAFM-Datenmodell
- Typische Fehler beim CAFM-Datenmodell
- Checkliste CAFM-Datenmodell
- Ergebnisdokumente zum CAFM-Datenmodell
- Qualitätskriterien eines guten CAFM-Datenmodells
- Nutzen eines professionellen CAFM-Datenmodells
- Unterstützung beim CAFM-Datenmodell
- Ergebnis eines professionellen CAFM-Datenmodells
- Anspruch
Definition CAFM-Datenmodell
Ein CAFM-Datenmodell beschreibt die fachliche und technische Struktur der Daten, die im Computer Aided Facility Management zur Steuerung des Gebäudebetriebs verwendet werden. Es legt fest, welche Datenobjekte existieren, welche Attribute sie haben, wie sie miteinander verknüpft sind, welche Pflichtfelder erforderlich sind, welche Rollen Daten pflegen und welche Daten für Prozesse, Berichte und Nachweise genutzt werden.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| CAFM-Datenmodell | Strukturmodell für Objekte, Räume, Flächen, Anlagen, Dokumente, Aufträge, Prüfpflichten, Tickets und Berichte im CAFM |
| Datenobjekt | Abzubildende Einheit im CAFM, zum Beispiel Gebäude, Raum, Anlage, Auftrag oder Dokument |
| Attribut | Datenfeld eines Datenobjekts, zum Beispiel Anlagen-ID, Raumart, Hersteller, Prüffrist oder Kostenstelle |
| Stammdaten | Grunddaten mit dauerhaftem Charakter, etwa Gebäude, Räume, Anlagen, Flächen, Nutzer und Verträge |
| Bewegungsdaten | Vorgangsbezogene Daten, etwa Tickets, Wartungen, Mängel, Prüfungen, Maßnahmen und Rückmeldungen |
| Referenzdaten | Standardisierte Werte, etwa Anlagenarten, Raumarten, Prioritäten, Status, Gewerke und Kostenstellen |
| Pflichtfeld | Datenfeld, das für Betrieb, Import, Reporting oder Nachweisführung zwingend benötigt wird |
| Datenbeziehung | Verknüpfung zwischen Datenobjekten, etwa Anlage zu Raum oder Prüfbericht zu Anlage |
| Objektstruktur | Hierarchie aus Standort, Gebäude, Geschoss, Raum, Fläche und Anlage |
| Asset-Struktur | Ordnung technischer Anlagen und Komponenten im CAFM |
| Datenvalidierung | Prüfung von Daten auf Vollständigkeit, Richtigkeit, Eindeutigkeit, Aktualität und Systemfähigkeit |
| Daten-Governance | Regeln zur Anlage, Änderung, Freigabe, Pflege, Prüfung und Rückgabe von CAFM-Daten |
Ziel des CAFM-Datenmodells
Das Ziel des CAFM-Datenmodells besteht darin, eine klare, belastbare und langfristig pflegefähige digitale Struktur für den FM-Betrieb zu schaffen. Es muss den Start-up, den Go-live, die Hypercare und den Regelbetrieb unterstützen.
| Ziel | Erläuterung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Digitale Betriebsfähigkeit herstellen | CAFM-Daten werden so strukturiert, dass der Dienstleister ab Go-live arbeiten kann. | Systemgestützter Regelbetrieb |
| Objekt- und Anlagenstruktur ordnen | Standorte, Gebäude, Räume, Flächen, Anlagen und Komponenten werden eindeutig verbunden. | Klare Betriebslogik |
| Wartungsplanung ermöglichen | Anlagen, Intervalle, Checklisten und Verantwortliche werden systematisch abgebildet. | Planbare Instandhaltung |
| Betreiberpflichten unterstützen | Prüffristen, Prüfberichte, Mängel und Nachweise werden im Datenmodell verankert. | Bessere Compliance-Steuerung |
| Tickets und Aufträge steuern | Meldungen werden Räumen, Anlagen, Prioritäten und Zuständigkeiten zugeordnet. | Stabiler Serviceprozess |
| Dokumente auffindbar machen | Prüfberichte, Pläne und Betriebsunterlagen werden mit Objekten und Anlagen verknüpft. | Nachweisfähige Dokumentation |
| KPI und SLA ermöglichen | Reaktionszeiten, Wartungserfüllung, Mängelstatus und Servicequalität werden auswertbar. | Messbare Dienstleistersteuerung |
| Nachunternehmer integrieren | externe Leistungen, Nachweise und Zuständigkeiten werden systematisch eingebunden. | Sichere Fremdleistungssteuerung |
| Datenpflege regeln | Änderungen an Anlagen, Räumen, Flächen, Nutzern und Pflichten werden steuerbar. | Nachhaltige Datenqualität |
| Exit-Fähigkeit sichern | Daten bleiben exportierbar, nachvollziehbar und übergabefähig. | Wechselrobuster Betrieb |
Bedeutung des CAFM-Datenmodells beim Dienstleisterwechsel
Beim Dienstleisterwechsel werden häufig bestehende Daten aus verschiedenen Quellen übernommen. Diese Daten sind oft uneinheitlich, unvollständig oder historisch gewachsen. Ein neues CAFM-Datenmodell oder die Anpassung eines vorhandenen Modells schafft Ordnung und macht die Daten für den neuen Betrieb nutzbar.
| Ausgangssituation | Risiko ohne CAFM-Datenmodell | Wirkung eines strukturierten Datenmodells |
|---|---|---|
| Anlagenlisten sind uneinheitlich. | Wartungen, Prüfungen und Tickets werden falsch zugeordnet. | Anlagen werden eindeutig klassifiziert und verortet. |
| Raumdaten sind veraltet. | Nutzer- und Serviceprozesse laufen fehlerhaft. | Räume werden systemfähig und servicefähig strukturiert. |
| Flächendaten widersprechen dem LV. | Reinigung und Abrechnung werden strittig. | Flächen werden nach Leistungs- und Kostenlogik geordnet. |
| Prüfberichte sind nicht mit Anlagen verknüpft. | Betreiberpflichten bleiben schwer steuerbar. | Prüfstatus und Mängel werden assetbezogen geführt. |
| DMS und CAFM sind getrennt. | Dokumente sind schwer auffindbar. | Dokumente werden mit Anlagen, Räumen und Pflichten verknüpft. |
| Ticketsystem und CAFM arbeiten nicht zusammen. | SLA, Störungen und Wiederholmeldungen sind nicht belastbar messbar. | Ticketdaten erhalten Objekt-, Raum- und Anlagenbezug. |
| Nachunternehmerdaten fehlen. | Spezialleistungen starten unsicher. | externe Zuständigkeiten und Nachweise werden integriert. |
| Datenpflege ist ungeregelt. | Datenqualität verschlechtert sich nach Go-live. | Rollen, Freigaben und Änderungsprozesse werden definiert. |
| Datenexport ist nicht vorbereitet. | Beim nächsten Wechsel gehen Informationen verloren. | Exit-Datenmodell und Exportformate werden berücksichtigt. |
| Vertrags- oder Start-up-Anforderung | Umsetzung im CAFM-Datenmodell |
|---|---|
| Leistungsumfang | Objekte, Anlagen, Räume und Flächen werden als Leistungsobjekte angelegt. |
| Wartungspflichten | Anlagen, Intervalle, Checklisten und Verantwortliche werden gepflegt. |
| Prüfpflichten | prüfpflichtige Anlagen, Fristen, Berichte und Mängel werden verknüpft. |
| SLA | Tickets erhalten Prioritäten, Zeitstempel, Status und Eskalationslogik. |
| KPI | Datenquellen für Wartung, Störung, Mängel, Dokumente und Service werden definiert. |
| Nachweise | Wartungsprotokolle, Prüfberichte und Freigaben werden dokumentiert. |
| Mitwirkungspflichten | Datenbereitstellung, Freigaben und Zugänge werden steuerbar. |
| Nachunternehmer | externe Leistungen und Nachweise werden an Assets oder Aufträge gekoppelt. |
| Reporting | Monatsberichte, KPI, SLA, Risiken und Maßnahmen werden aus Daten ableitbar. |
| Exit | Datenexport, Historien und Dokumentenübergabe werden vorbereitet. |
Grundstruktur eines CAFM-Datenmodells
Ein professionelles CAFM-Datenmodell sollte aus mehreren logisch verbundenen Datenbereichen bestehen. Diese Bereiche bilden zusammen die digitale Betriebsorganisation.
| Datenbereich | Inhalt |
|---|---|
| Objektstruktur | Standort, Gebäude, Gebäudeteil, Geschoss, Raum, Fläche, Außenbereich |
| Asset-Struktur | technische Anlagen, Systeme, Teilanlagen, Komponenten, Betriebsmittel |
| Flächen- und Raumdaten | Raumarten, Flächenarten, Nutzungen, Nutzer, Kostenstellen, Reinigung |
| Dokumentenstruktur | Pläne, Prüfberichte, Genehmigungen, Wartungsunterlagen, Unterweisungen |
| Wartungsstruktur | Wartungsobjekte, Intervalle, Tätigkeiten, Checklisten, Rückmeldungen |
| Prüfpflichtenstruktur | Prüffristen, Prüfberichte, Mängel, Sachverständige, Verantwortliche |
| Ticket- und Auftragsstruktur | Meldungen, Kategorien, Prioritäten, Status, SLA, Rückmeldungen |
| Mängel- und Maßnahmenstruktur | Mängel, Risiken, Maßnahmen, Verantwortliche, Termine, Nachweise |
| Nutzer- und Organisationsstruktur | Nutzergruppen, Ansprechpartner, Kostenstellen, Betriebszeiten |
| Nachunternehmerstruktur | Firmen, Leistungen, Qualifikationen, Unterweisungen, Nachweise |
| Vertrags- und Leistungsstruktur | LV-Positionen, Leistungsbereiche, Servicekatalog, Sonderleistungen |
| Reportingstruktur | KPI, SLA, Datenquellen, Berichte, Dashboards, Empfänger |
| Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten | Energie, Wasser, Abfall, Material, CO₂-relevante Daten |
| Rollen- und Rechtekonzept | Benutzer, Rollen, Rechte, Freigaben, externe Zugriffe |
| Exit-Struktur | Exportumfang, Datenrückgabe, Historien, Dokumentenübergabe |
Objektstruktur im CAFM-Datenmodell
Die Objektstruktur ist die Grundlage aller weiteren CAFM-Daten. Sie muss eindeutig, logisch und systemfähig aufgebaut sein.
| Ebene | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Portfolio | Gesamtheit mehrerer Standorte oder Objekte | Portfolio Nord |
| Standort | Liegenschaft oder Adresse | Standort Hamburg |
| Gebäude | einzelnes Gebäude oder Gebäudeteil | Gebäude A |
| Geschoss | Ebene oder Etage | 2. Obergeschoss |
| Bereich / Zone | funktionaler Bereich | Bürozone West |
| Raum | abgegrenzte Raumeinheit | Raum 2.15 |
| Fläche | leistungs- oder abrechnungsbezogene Fläche | Reinigungsfläche Büro |
| Außenbereich | Wege, Parkflächen, Grünflächen, Feuerwehrflächen | Parkplatz Nord |
| Anlage | technische Anlage im Raum oder Bereich | RLT-Anlage 02 |
| Komponente | Teil einer Anlage | Filtereinheit, Pumpe, Sensor |
| Asset-Ebene | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| technisches System | funktionaler Anlagenverbund | Lüftungssystem Gebäude A |
| Anlage | Hauptanlage | RLT-Anlage A-01 |
| Teilanlage | Teil der Hauptanlage | Zuluftmodul |
| Komponente | austausch- oder wartungsrelevantes Bauteil | Filter, Ventilator, Sensor |
| Betriebsmittel | Gerät oder Ausrüstung | mobile Pumpe, Messgerät |
| Sicherheitsasset | sicherheitsrelevante Einrichtung | Feuerlöscher, Brandschutztür |
| prüfpflichtiges Asset | Anlage mit gesetzlicher oder vertraglicher Prüfung | Aufzug, Sicherheitsbeleuchtung |
| digitales Asset | System- oder Datenpunktbezug | GLT-Datenpunkt, Steuerung |
| Dokumentenbezug | zugeordnete Unterlage | Prüfbericht, Wartungsanleitung |
| Ticketbezug | Vorgänge zur Anlage | Störung, Mangel, Auftrag |
| Übergeordnetes Objekt | Untergeordnetes Objekt | Nutzen |
|---|---|---|
| Standort | Gebäude | Portfolio- und Standortauswertung |
| Gebäude | Geschoss | räumliche Orientierung |
| Geschoss | Raum | Ticket- und Servicezuordnung |
| Raum | Anlage | Anlagenverortung |
| Anlage | Komponente | Wartung und Ersatzteilsteuerung |
| Brandschutzsystem | Brandschutztür | Prüfpflichtensteuerung |
| Brandmeldeanlage | Meldergruppe | Alarm- und Prüfstruktur |
| Elektrohauptverteilung | Unterverteilung | technische Hierarchie |
| GLT-System | Datenpunkt | Monitoring und Alarmbezug |
| Prüfpflicht | Prüfbericht | Nachweisführung |
| Mangel | Maßnahme | Maßnahmensteuerung |
Stammdaten sind die Grunddaten des CAFM. Sie müssen stabil, eindeutig und pflegefähig sein.
| Stammdatenbereich | Typische Datenfelder |
|---|---|
| Standort | ID, Name, Adresse, Region, Verantwortlicher |
| Gebäude | ID, Bezeichnung, Nutzung, Baujahr, Geschosse, Betriebszeiten |
| Raum | Raum-ID, Raumnummer, Raumart, Nutzung, Fläche, Nutzer, Zutritt |
| Fläche | Flächen-ID, Flächenart, Größe, Leistungsbezug, Kostenstelle |
| Anlage | Anlagen-ID, Anlagenart, Standort, Hersteller, Typ, Seriennummer, Status |
| Komponente | Komponenten-ID, Parent-Anlage, Typ, Funktion, Wartungsrelevanz |
| Nutzer | Organisationseinheit, Ansprechpartner, Bereich, Servicezeiten |
| Kostenstelle | Nummer, Bezeichnung, Verantwortlicher, Zuordnung |
| Nachunternehmer | Firma, Leistung, Kontakt, Qualifikation, Vertragsbezug |
| Dokument | Dokument-ID, Typ, Objektbezug, Revisionsstand, Ablageort |
| Prüffrist | Anlage, Prüfart, Frist, Prüfer, Status |
| Wartungsplan | Anlage, Intervall, Tätigkeit, Verantwortlicher |
| SLA | Priorität, Reaktionszeit, Bearbeitungszeit, Servicezeit |
| KPI | Kennzahl, Datenquelle, Formel, Zielwert, Berichtstakt |
| Bewegungsdatenbereich | Beispiele |
|---|---|
| Tickets | Meldung, Kategorie, Raum, Anlage, Priorität, Status, Zeitstempel |
| Aufträge | Arbeitsauftrag, Verantwortlicher, Termin, Rückmeldung, Nachweis |
| Wartungen | Durchführung, Ergebnis, Mängel, Protokoll, Foto |
| Prüfungen | Prüfdatum, Prüfer, Ergebnis, Bericht, Mängel |
| Mängel | Quelle, Beschreibung, Kritikalität, Maßnahme, Status |
| Maßnahmen | Aufgabe, Verantwortlicher, Fälligkeit, Abschlussnachweis |
| Freigaben | Sonderleistung, Kosten, Arbeitsfreigabe, Systemfreigabe |
| Unterweisungen | Person, Inhalt, Datum, Gültigkeit, Nachweis |
| Nachunternehmerleistungen | Auftrag, Bericht, Zertifikat, Leistungsschein |
| Dokumentenänderungen | Upload, Version, Freigabe, Revisionsstand |
| Kosten | Material, Regie, Sonderleistung, Nachtrag, Kostenstelle |
| Verbrauchsdaten | Energie, Wasser, Abfall, Material |
| Nutzerfeedback | Beschwerde, Bewertung, Rückmeldung, Maßnahme |
Referenzdaten und Kataloge
Referenzdaten sorgen dafür, dass Daten konsistent und auswertbar bleiben. Uneinheitliche Bezeichnungen führen zu schlechten Reports und fehlerhaften Prozessen.
| Referenzdatenkatalog | Beispiele |
|---|---|
| Anlagenarten | RLT-Anlage, Aufzug, BMA, RWA, Sprinkler, Kälteanlage |
| Gewerke | Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Kälte, Brandschutz |
| Raumarten | Büro, Technikraum, Sanitär, Lager, Besprechung, Archiv |
| Flächenarten | Reinigungsfläche, Verkehrsfläche, Technikfläche, Außenfläche |
| Ticketkategorien | Störung Technik, Reinigung, Sicherheit, Entsorgung, Nutzeranfrage |
| Prioritäten | P1 kritisch, P2 hoch, P3 mittel, P4 niedrig |
| Statuswerte | offen, in Arbeit, wartet, erledigt, abgeschlossen, storniert |
| Mängelkategorien | sicherheitskritisch, betriebsrelevant, optisch, dokumentarisch |
| Dokumententypen | Prüfbericht, Plan, Genehmigung, Protokoll, Betriebsanweisung |
| Prüfarten | Sachverständigenprüfung, Funktionsprüfung, Sichtprüfung |
| Wartungsarten | Wartung, Inspektion, Prüfung, Reinigung, Kontrolle |
| Rollen | Auftraggeber, Auftragnehmer, Objektleitung, Techniker, Nachunternehmer |
| Nachweisarten | Protokoll, Foto, Ticket, Bericht, Freigabe, Zertifikat |
Pflichtfelder im CAFM-Datenmodell
Pflichtfelder müssen vor Go-live definiert werden. Ohne Pflichtfelder ist Datenqualität nicht steuerbar.
| Datenobjekt | Pflichtfelder |
|---|---|
| Standort | Standort-ID, Name, Adresse, Verantwortlicher |
| Gebäude | Gebäude-ID, Bezeichnung, Standort, Nutzung, Status |
| Geschoss | Geschoss-ID, Gebäude, Bezeichnung |
| Raum | Raum-ID, Gebäude, Geschoss, Raumnummer, Raumart, Nutzung |
| Fläche | Flächen-ID, Flächenart, Größe, Einheit, Leistungsbezug |
| Anlage | Anlagen-ID, Anlagenart, Standort, Gebäude, Raum oder Bereich, Status |
| prüfpflichtige Anlage | Anlagen-ID, Prüfart, Prüffrist, letzter Prüfstatus, Verantwortlicher |
| Wartungsobjekt | Anlagen-ID, Wartungsintervall, Tätigkeit, Starttermin, Verantwortlicher |
| Dokument | Dokument-ID, Dokumententyp, Objektbezug, Datum, Revisionsstand, Ablageort |
| Ticket | Ticket-ID, Kategorie, Priorität, Meldedatum, Raum oder Anlage, Status |
| Mangel | Mangel-ID, Quelle, Objektbezug, Kritikalität, Maßnahme, Status |
| Nachunternehmer | Firma, Leistung, Kontakt, Qualifikationsstatus |
| Nutzer | Organisationseinheit, Ansprechpartner, Bereich, Kontaktweg |
| KPI | Kennzahl, Datenquelle, Formel, Zielwert, Berichtstakt |
| SLA | Priorität, Messbeginn, Messende, Servicezeit, Ausnahmen |
Mindestdatenmodell für den Go-live
Für den Betriebsbeginn ist ein pragmatisches Mindestdatenmodell erforderlich. Es muss nicht alle Optimierungsdaten enthalten, aber die startkritischen Prozesse ermöglichen.
| Datenbereich | Mindestanforderung |
|---|---|
| Objektstruktur | Standorte, Gebäude, Geschosse und Räume sind eindeutig angelegt |
| Flächen | leistungsrelevante Flächenarten und Größen sind plausibel |
| Anlagen | kritische und wartungsrelevante Anlagen sind erfasst und verortet |
| Prüfdaten | prüfpflichtige kritische Anlagen und Fristen sind bekannt |
| Wartungsdaten | Startwartungsplan für kritische Anlagen liegt vor |
| Dokumente | startkritische Dokumente sind im DMS auffindbar oder verknüpft |
| Tickets | Meldewege, Kategorien, Prioritäten und Statuslogik sind eingerichtet |
| Nutzer | zentrale Ansprechpartner, Bereiche und Servicezeiten sind bekannt |
| Nachunternehmer | kritische Firmen, Leistungen und Nachweise sind erfasst |
| Rollenrechte | Auftraggeber, Auftragnehmer, Service Desk, Techniker und IT sind arbeitsfähig |
| Reporting | Start-up-Status, Ticketstatus, Wartung, Mängel und Risiken sind berichtsfähig |
| Ausweichprozess | Verfahren bei Systemausfall oder fehlender Schnittstelle ist definiert |
Erweitertes Ziel-Datenmodell für den Regelbetrieb
Nach Go-live kann das Datenmodell in Hypercare und Regelbetrieb weiterentwickelt werden. Das Zielmodell sollte eine höhere Detailtiefe ermöglichen.
| Datenbereich | Mindestanforderung |
|---|---|
| Objektstruktur | Standorte, Gebäude, Geschosse und Räume sind eindeutig angelegt |
| Flächen | leistungsrelevante Flächenarten und Größen sind plausibel |
| Anlagen | kritische und wartungsrelevante Anlagen sind erfasst und verortet |
| Prüfdaten | prüfpflichtige kritische Anlagen und Fristen sind bekannt |
| Wartungsdaten | Startwartungsplan für kritische Anlagen liegt vor |
| Dokumente | startkritische Dokumente sind im DMS auffindbar oder verknüpft |
| Tickets | Meldewege, Kategorien, Prioritäten und Statuslogik sind eingerichtet |
| Nutzer | zentrale Ansprechpartner, Bereiche und Servicezeiten sind bekannt |
| Nachunternehmer | kritische Firmen, Leistungen und Nachweise sind erfasst |
| Rollenrechte | Auftraggeber, Auftragnehmer, Service Desk, Techniker und IT sind arbeitsfähig |
| Reporting | Start-up-Status, Ticketstatus, Wartung, Mängel und Risiken sind berichtsfähig |
| Ausweichprozess | Verfahren bei Systemausfall oder fehlender Schnittstelle ist definiert |
Ein gutes CAFM-Datenmodell lebt von den richtigen Beziehungen zwischen Datenobjekten.
| Beziehung | Zweck |
|---|---|
| Standort zu Gebäude | räumliche und organisatorische Struktur |
| Gebäude zu Raum | Ticket-, Service- und Flächenzuordnung |
| Raum zu Fläche | Reinigungs-, Kosten- und Nutzungsbezug |
| Raum zu Anlage | schnelle Verortung bei Störungen |
| Anlage zu Wartungsplan | planmäßige Instandhaltung |
| Anlage zu Prüffrist | Betreiberpflichtensteuerung |
| Anlage zu Dokument | Nachweis und technische Information |
| Anlage zu Ticket | Störungsanalyse und Wiederholmeldungen |
| Anlage zu Mangel | Maßnahmenmanagement |
| Anlage zu Nachunternehmer | Spezialleistungssteuerung |
| Dokument zu Prüfpflicht | Audit- und Nachweisfähigkeit |
| Ticket zu Nutzer | Rückmeldung und Servicequalität |
| Ticket zu SLA | Messung von Reaktions- und Bearbeitungszeiten |
| Maßnahme zu Risiko | Steuerung kritischer Themen |
| Kostenstelle zu Raum | kaufmännische Zuordnung |
| Vertrag zu Leistung | Leistungs- und Nachtragssteuerung |
Einheitliche Bezeichnungen verhindern Dubletten und erleichtern Suche, Reporting und mobile Arbeit.
| Datenobjekt | Beispiel einer Kennung | Nutzen |
|---|---|---|
| Standort | HAM | Portfolio- und Standortbezug |
| Gebäude | HAM-GA | Gebäudezuordnung |
| Geschoss | HAM-GA-02 | Ebenenzuordnung |
| Raum | HAM-GA-02-215 | eindeutige Raumkennung |
| Anlage | HAM-GA-02-215-RLT-001 | eindeutige Anlagenkennung |
| Dokument | DOK-HAM-GA-RLT001-PRF-2026 | Dokumentenbezug |
| Ticket | TCK-2026-000123 | Vorgangsbezug |
| Mangel | MGL-HAM-GA-RLT001-001 | Mängelverfolgung |
| Wartungsauftrag | WA-HAM-GA-RLT001-Q1-2026 | Wartungssteuerung |
Anforderungen an Kennungen
| Anforderung | Erläuterung |
|---|---|
| eindeutig | jede Kennung wird nur einmal verwendet |
| dauerhaft | Kennung bleibt über den Lebenszyklus stabil |
| verständlich | Kennung kann fachlich interpretiert werden |
| systemfähig | Kennung ist in CAFM, DMS, Ticket und Reporting nutzbar |
| verknüpfbar | Kennung unterstützt Beziehungen zwischen Datenobjekten |
| exportfähig | Kennung bleibt bei Vertragsende übergabefähig |
| nicht überkomplex | Kennung bleibt im Alltag handhabbar |
CAFM-Datenmodell und Dokumentenmanagement
Das CAFM-Datenmodell muss mit dem Dokumentenmanagement abgestimmt sein. Nur so werden Dokumente im Betrieb auffindbar und prüfbar.
| Dokumentenbezug | Umsetzung im Datenmodell |
|---|---|
| Prüfbericht zu Anlage | Dokument wird mit Anlagen-ID und Prüffrist verknüpft |
| Revisionsplan zu Gebäude | Plan wird mit Gebäude, Geschoss und Raumstruktur verbunden |
| Bedienungsanleitung zu Anlage | Dokument wird dem technischen Asset zugeordnet |
| Brandschutzordnung zu Standort | Dokument wird Standort oder Gebäude zugeordnet |
| Unterweisungsnachweis zu Person / Firma | Dokument wird Rolle oder Nachunternehmer zugeordnet |
| Freigabe zu Auftrag | Dokument wird mit Vorgang und Anlage verknüpft |
| Wartungsprotokoll zu Auftrag | Protokoll wird mit Wartungsauftrag und Anlage verbunden |
| Mängelfoto zu Mangel | Foto wird mit Mangel-ID und Asset verknüpft |
| Vertrag zu Leistung | Vertrag wird mit Leistungsbereich oder Drittvertrag verbunden |
| Exit-Dokument zu Datenexport | Übergabenachweis wird mit Exportpaket verknüpft |
Tickets sind nur dann auswertbar, wenn sie mit den richtigen Datenobjekten verbunden sind.
| Ticketdatenfeld | Bedeutung |
|---|---|
| Ticket-ID | eindeutige Vorgangsnummer |
| Meldedatum | Grundlage für SLA-Messung |
| Meldeweg | Portal, Telefon, E-Mail, App |
| Nutzer | Rückmeldung und Servicequalität |
| Standort / Gebäude / Raum | räumliche Zuordnung |
| Anlage | technische Zuordnung |
| Kategorie | fachliche Zuordnung |
| Priorität | Dringlichkeit und SLA |
| Status | Bearbeitungsstand |
| Verantwortlicher | Objektteam, Gewerk, Nachunternehmer |
| SLA-Zeitstempel | Reaktion, Bearbeitung, Abschluss |
| Rückmeldung | Nutzerinformation |
| Nachweis | Foto, Protokoll, Bericht |
| Mangelbezug | Verbindung zu Mängelmanagement |
| Kostenbezug | Sonderleistung, Material, Regie |
CAFM-Datenmodell und Wartungsplanung
Die Wartungsplanung benötigt eine klare Verbindung zwischen Anlagen, Intervallen, Tätigkeiten, Zuständigkeiten und Nachweisen.
| Wartungsdatenfeld | Bedeutung |
|---|---|
| Anlagen-ID | eindeutige Zuordnung |
| Wartungsart | Wartung, Inspektion, Kontrolle, Reinigung |
| Intervall | monatlich, quartalsweise, halbjährlich, jährlich |
| Startdatum | Beginn im neuen Vertrag |
| Fälligkeit | nächster Termin |
| Tätigkeit / Checkliste | auszuführende Leistung |
| Verantwortlicher | eigener Techniker oder Nachunternehmer |
| Servicezeitfenster | betriebliche Durchführbarkeit |
| Nachweisart | Protokoll, mobile Rückmeldung, Foto |
| Mängelbezug | Feststellungen aus Wartung |
| Dokumentenlink | Wartungsunterlage oder Herstellerangabe |
| Status | geplant, in Arbeit, erledigt, überfällig |
| Eskalation | Fristüberschreitung oder kritischer Befund |
CAFM-Datenmodell und Prüfpflichten
Prüfpflichten müssen im Datenmodell besonders sauber abgebildet werden. Sie sind sicherheits- und compliance-relevant.
| Prüfpflichtendatenfeld | Bedeutung |
|---|---|
| prüfpflichtiges Asset | Anlage oder Einrichtung mit Prüfpflicht |
| Prüfart | wiederkehrende Prüfung, Sachverständigenprüfung, Funktionsprüfung |
| Prüfgrundlage | vertragliche, technische oder regulatorische Grundlage |
| letzter Prüftermin | Historie |
| nächster Prüftermin | Fristensteuerung |
| Prüfer / Sachverständiger | Verantwortlicher oder externe Stelle |
| Prüfbericht | Dokumentenverknüpfung |
| Prüfergebnis | bestanden, Mangel, nicht bestanden |
| Mängel | Feststellungen und Maßnahmen |
| Mängelfrist | Termin zur Beseitigung |
| Eskalation | kritische oder überfällige Mängel |
| Nachweisstatus | vorhanden, fehlt, unvollständig |
| Verantwortlicher | Auftraggeber, Auftragnehmer, Nachunternehmer oder Drittvertragspartner |
Mängel müssen eindeutig mit Objekten, Anlagen, Dokumenten, Prüfungen und Maßnahmen verbunden sein.
| Mängeldatenfeld | Bedeutung |
|---|---|
| Mangel-ID | eindeutige Nachverfolgung |
| Quelle | Prüfung, Wartung, Begehung, Ticket, Nutzerhinweis |
| Objektbezug | Gebäude, Raum, Fläche, Anlage |
| Beschreibung | konkrete Mangelbeschreibung |
| Kritikalität | sicherheitskritisch, hoch, mittel, niedrig |
| Verantwortlicher | zuständige Rolle oder Organisation |
| Maßnahme | geplante Korrektur |
| Fälligkeit | Termin |
| Status | offen, in Arbeit, erledigt, blockiert |
| Nachweis | Foto, Prüfbericht, Protokoll |
| Kostenbezug | Pauschale, Regie, Sonderleistung |
| Altlastenbezug | vor Go-live vorhanden oder neu entstanden |
| Eskalation | bei kritischem oder überfälligem Mangel |
| Abschlussdatum | Datum der Erledigung |
CAFM-Datenmodell und Nachunternehmer
Nachunternehmerdaten müssen mit Anlagen, Aufträgen, Nachweisen und Qualifikationen verbunden werden.
| Nachunternehmerdatenfeld | Bedeutung |
|---|---|
| Firma | Name des externen Dienstleisters |
| Leistung | Wartung, Prüfung, Entstörung, Spezialleistung |
| Vertragsbezug | Unterauftrag, Drittvertrag, Rahmenvertrag |
| Ansprechpartner | operative Kontaktperson |
| Notfallkontakt | Rufbereitschaft oder Eskalation |
| Qualifikation | Zertifikate, Fachkunden, Zulassungen |
| Unterweisungsstatus | objekt- und sicherheitsbezogene Unterweisung |
| Zutrittsstatus | Ausweise, Schlüssel, Begleitpflicht |
| zugeordnete Anlagen | Assets im Leistungsumfang |
| Nachweise | Prüfberichte, Wartungsprotokolle, Leistungsscheine |
| Systemzugriff | Ticket-, DMS- oder CAFM-Zugriff |
| Bewertung | Termintreue, Nachweisqualität, Mängelquote |
CAFM-Datenmodell und Reporting
Reporting ist nur belastbar, wenn das Datenmodell die benötigten Datenquellen und Beziehungen bereitstellt.
| Bericht / KPI | Erforderliche Daten |
|---|---|
| Wartungserfüllung | Anlagen, Wartungsplan, Fälligkeit, Status, Nachweis |
| SLA-Erfüllung | Ticket, Priorität, Zeitstempel, Status, Ausnahmen |
| Mängelstatus | Mängel-ID, Kritikalität, Fälligkeit, Verantwortlicher |
| Prüfpflichtenstatus | prüfpflichtige Anlagen, Fristen, Berichte, Mängel |
| Dokumentationsstatus | Dokumententyp, Objektbezug, Revisionsstand, Nachweisstatus |
| Datenqualität | Pflichtfelder, Dubletten, Lücken, Validierungsstatus |
| Nachunternehmerstatus | externe Aufträge, Nachweise, Unterweisungen |
| Kostenbericht | Kostenstellen, Sonderleistungen, Regie, Material |
| Nutzerbeschwerden | Tickets, Nutzer, Kategorie, Raum, Rückmeldung |
| Nachhaltigkeit | Zähler, Verbrauch, Abfall, Material, Maßnahmen |
| Hypercare-Bericht | Restpunkte, Systemfehler, Datenlücken, Ticketentwicklung |
| Exit-Status | Exportfähigkeit, Datenumfang, Dokumentenübergabe |
Datenvalidierung für das CAFM-Datenmodell
Vor dem Import oder vor der Freigabe des CAFM-Datenmodells müssen Daten validiert werden. Die Validierung ist eine eigenständige Start-up-Leistung.
| Validierungsschritt | Inhalt | Ergebnis |
|---|---|---|
| Datenquellen erfassen | CAFM, Excel, LV, Pläne, DMS, GLT, Vordienstleister | Quellenmatrix |
| Datenmodell definieren | Objekt-, Raum-, Anlagen-, Dokumenten- und Ticketstruktur | Zielmodell |
| Pflichtfelder prüfen | Mindestdaten je Datenobjekt kontrollieren | Pflichtfeldstatus |
| Dubletten prüfen | doppelte Räume, Anlagen oder Dokumente identifizieren | Dublettenliste |
| Verortung prüfen | Räume, Anlagen und Flächen räumlich zuordnen | Verortungsstatus |
| Klassifikation prüfen | Raumarten, Anlagenarten, Gewerke, Prioritäten vereinheitlichen | Taxonomiestatus |
| Prüfrelevanz prüfen | prüfpflichtige Anlagen und Fristen identifizieren | Prüfpflichtenstatus |
| Dokumentenbezug prüfen | Dokumente mit Anlagen, Räumen und Pflichten verknüpfen | Verknüpfungsstatus |
| Systemimport testen | Testimport und Fehlerprüfung | Importprotokoll |
| Berichtsfähigkeit prüfen | KPI-, SLA- und Statusberichte testen | Berichtstest |
| Restpunkte dokumentieren | offene Lücken und Fehler erfassen | Datenrestpunkteliste |
| Freigabe vorbereiten | Datenstatus für Go-live bewerten | Datenfreigabe |
CAFM-Datenmodell im Go-live-Check
Vor Go-live muss geprüft werden, ob das CAFM-Datenmodell ausreichend startfähig ist.
| Prüffeld | Go-live-Frage |
|---|---|
| Objektstruktur | Sind Standorte, Gebäude, Geschosse und Räume eindeutig angelegt? |
| Flächen | Sind leistungsrelevante Flächen plausibel und zugeordnet? |
| Anlagen | Sind kritische und wartungsrelevante Anlagen erfasst? |
| Verortung | Sind Anlagen Räumen oder Bereichen zugeordnet? |
| Prüfdaten | Sind prüfpflichtige kritische Anlagen und Fristen bekannt? |
| Wartungen | Ist der Startwartungsplan im CAFM angelegt oder vorbereitet? |
| Tickets | Können Meldungen Räumen, Anlagen und Prioritäten zugeordnet werden? |
| Dokumente | Sind kritische Dokumente verknüpft oder im DMS auffindbar? |
| Nachunternehmer | Sind kritische externe Leistungen und Firmen zugeordnet? |
| Rechte | Können alle Rollen im System arbeiten? |
| Reporting | Können Start-up-, KPI-, SLA- und Maßnahmenberichte erzeugt werden? |
| Datenqualität | Sind kritische Datenlücken bekannt und priorisiert? |
| Ausweichprozess | Gibt es einen Prozess, falls CAFM-Funktionen noch nicht vollständig verfügbar sind? |
Ampelbewertung des CAFM-Datenmodells
| Ampel | Bedeutung |
|---|---|
| Grün | Datenmodell ist für Go-live ausreichend vollständig, eindeutig, verknüpft und nutzbar |
| Gelb | Datenmodell ist grundsätzlich nutzbar, Restpunkte sind bekannt und steuerbar |
| Rot | startkritische Datenstrukturen fehlen oder sind nicht systemfähig |
| Grau | Datenmodell ist nicht belastbar bewertbar |
| Schwarz | Datenmodell oder Import ist blockiert und erfordert Eskalation |
| Blau | Datenbereich ist für Leistungsumfang nicht relevant |
Hypercare für das CAFM-Datenmodell
In der Hypercare zeigt sich, ob das Datenmodell im täglichen Betrieb funktioniert. Fehler und Lücken müssen schnell korrigiert werden.
| Hypercare-Thema | Inhalt |
|---|---|
| Raum- und Anlagenfehlzuordnungen | Tickets und Rückmeldungen auswerten |
| fehlende Assets ergänzen | Anlagen oder Räume nachführen |
| Dubletten bereinigen | doppelte Datensätze entfernen |
| Pflichtfelder ergänzen | Datenlücken schließen |
| Wartungsplan stabilisieren | Intervalle und Starttermine nachführen |
| Prüffristen ergänzen | Prüfpflichtenstatus verbessern |
| Dokumentenlinks korrigieren | DMS-Verknüpfungen herstellen |
| Ticketkategorien anpassen | Serviceprozess stabilisieren |
| Nachunternehmerdaten ergänzen | externe Zuständigkeiten und Nachweise pflegen |
| Reportingdaten prüfen | KPI und SLA plausibilisieren |
| Benutzerrechte korrigieren | Rollen und Zugriffe nachschärfen |
| Datenpflegeprozess testen | Änderungen kontrolliert einspielen |
Ein CAFM-Datenmodell bleibt nur dann stabil, wenn die Datenpflege im Regelbetrieb geregelt ist.
| Anlass | Datenpflege |
|---|---|
| neue Anlage | Asset anlegen, Standort, Wartung, Prüfrelevanz und Dokumente verknüpfen |
| Anlagenstilllegung | Status ändern, Wartung beenden, Historie sichern |
| Anlagentausch | alte Anlage abschließen, neue Anlage anlegen, Dokumente übernehmen |
| Raumänderung | Raumdaten, Nutzer, Fläche und Servicebezug aktualisieren |
| Flächenänderung | Flächenwerte, Reinigungsbezug und Kostenstellen nachführen |
| neue Prüffrist | Prüfpflichtenstruktur aktualisieren |
| neuer Prüfbericht | Dokument hochladen, Mängel erfassen, Fristen aktualisieren |
| neue Mängel | Mangel anlegen, Verantwortlichen und Termin zuordnen |
| neuer Nachunternehmer | Firma, Qualifikation, Anlagenbezug und Systemrechte pflegen |
| neuer Nutzerbereich | Ansprechpartner, Servicezeiten und Kostenstellen ergänzen |
| Vertragsänderung | Leistungsobjekte, SLA, KPI oder Preislogik anpassen |
| Systemänderung | Workflows, Rechte und Schnittstellen kontrolliert ändern |
| Exit-Vorbereitung | Datenexport prüfen und bereinigen |
Daten-Governance für das CAFM-Datenmodell
Daten-Governance legt fest, wer welche Daten pflegt, wer Änderungen freigibt und wie Datenqualität geprüft wird.
| Governance-Thema | Regelung |
|---|---|
| Datenhoheit | Auftraggeber oder definierte Rolle besitzt die fachliche Datenverantwortung |
| Datenpflege | Auftragnehmer pflegt operative Daten im vereinbarten Umfang |
| Neuanlage von Datenobjekten | Regeln für neue Räume, Anlagen, Dokumente und Nutzer |
| Änderung von Stammdaten | Freigabeprozess für kritische Änderungen |
| Löschung / Stilllegung | Daten werden nicht unkontrolliert gelöscht, sondern historisiert |
| Pflichtfeldprüfung | regelmäßige Prüfung von Mindestdaten |
| Dublettenprüfung | regelmäßige Bereinigung von Mehrfachdatensätzen |
| Rechtepflege | Benutzerrollen werden regelmäßig geprüft |
| Datenqualitätsbericht | regelmäßige Darstellung von Lücken und Fehlern |
| Schnittstellenmonitoring | Datenflüsse werden überwacht |
| Dokumentenverknüpfung | Prüfberichte und Anlagenunterlagen werden gepflegt |
| Exit-Datenprüfung | Exportfähigkeit wird regelmäßig sichergestellt |
Rollen im CAFM-Datenmodell
| Rolle | Verantwortung |
|---|---|
| Auftraggeber | Datenhoheit, Freigaben, Zielmodell, Reportinganforderungen |
| Auftragnehmer | operative Datennutzung, Pflege, Rückmeldungen und Nachweise |
| CAFM-Administrator | Systemstruktur, Rechte, Datenimport, Workflows, Exporte |
| Objektleitung | Datenqualität im Betrieb, Maßnahmen, Eskalationen |
| Techniker | Rückmeldung von Anlagen-, Mängel- und Wartungsdaten |
| Service Desk | Ticketdaten, Kategorien, Nutzerkommunikation |
| HSE / Betreiberpflichten | Prüfdaten, Mängel, Freigaben, Unterweisungen |
| Dokumentationsverantwortlicher | DMS-Verknüpfungen, Revisionsstände, Nachweise |
| Nachunternehmer | Prüfberichte, Wartungsprotokolle, Rückmeldungen |
| IT | Schnittstellen, Sicherheit, Datenschutz, technische Verfügbarkeit |
| Einkauf / Vertragsmanagement | Vertragsbezug, Drittverträge, Nachträge, Kosten |
| Management | Entscheidungen bei kritischen Daten- und Systemrisiken |
CAFM-Datenmodell und Rollenrechte
Das Datenmodell muss mit Rollenrechten verbunden sein. Nicht jede Rolle darf alle Daten sehen oder ändern.
| Rolle | Lesen | Bearbeiten | Freigeben |
|---|---|---|---|
| Auftraggeber-FM | Berichte, Tickets, Dokumente, Datenstatus | ausgewählte Stammdaten | fachliche Freigaben |
| Objektleitung | operative Daten, Tickets, Wartungen, Mängel | Maßnahmen, Status, Rückmeldungen | operative Abschlüsse |
| Techniker | eigene Aufträge, Anlagen, Dokumente | Rückmeldungen, Fotos, Mängelhinweise | eingeschränkt |
| Service Desk | Tickets, Nutzer, Räume | Ticketstatus, Priorität, Rückmeldung | Ticketabschluss nach Regel |
| CAFM-Administrator | Systemdaten | Stammdaten, Rollen, Workflows | technische Freigaben |
| HSE | Prüfpflichten, HSE-Dokumente | Sicherheitsstatus, Freigaben | HSE-Freigaben |
| Nachunternehmer | zugewiesene Aufträge | Rückmeldungen, Nachweise | keine oder eingeschränkt |
| Management | Dashboards | keine operative Pflege | Entscheidungen |
| Auditor / Prüfer | Nachweise und Berichte | keine | Prüfvermerk möglich |
Das CAFM-Datenmodell muss mit anderen Systemen abgestimmt sein.
| Schnittstelle | Datenbezug |
|---|---|
| CAFM zu Ticketsystem | Räume, Anlagen, Tickets, Prioritäten, Status |
| CAFM zu DMS | Dokumente, Prüfberichte, Anlagenunterlagen, Revisionsstände |
| CAFM zu GLT | Anlagen, Datenpunkte, Alarme, Betriebszustände |
| CAFM zu ERP | Kostenstellen, Bestellungen, Rechnungen, Material |
| CAFM zu Reporting | KPI, SLA, Wartungen, Mängel, Prüfpflichten |
| CAFM zu Nutzerportal | Meldungen, Status, Räume, Servicekatalog |
| CAFM zu mobiler App | Aufträge, Checklisten, Rückmeldungen, Fotos |
| CAFM zu Energiemonitoring | Anlagen, Zähler, Verbräuche |
| CAFM zu Nachunternehmerportal | Aufträge, Nachweise, Prüfberichte |
| CAFM zu Vertragsmanagement | Leistungsobjekte, Fristen, Drittverträge |
| CAFM zu Exit-Export | Datenrückgabe, Historien, Dokumentenbezug |
Eine hohe Datenqualität ist Voraussetzung für verlässlichen Betrieb. Datenqualität muss messbar und steuerbar sein.
| Datenqualitätskriterium | Prüffrage |
|---|---|
| Vollständigkeit | Sind alle Pflichtfelder gefüllt? |
| Eindeutigkeit | Gibt es eindeutige IDs ohne Dubletten? |
| Richtigkeit | Stimmen Daten mit Realität und Dokumenten überein? |
| Aktualität | Sind Daten auf dem aktuellen Stand? |
| Konsistenz | Stimmen Daten zwischen CAFM, DMS, Ticketsystem und LV überein? |
| Verknüpfung | Sind Datenobjekte sinnvoll miteinander verbunden? |
| Klassifikation | Sind Raumarten, Anlagenarten und Kategorien einheitlich? |
| Nachweisfähigkeit | Sind Dokumente und Protokolle den richtigen Objekten zugeordnet? |
| Prozessfähigkeit | Können Workflows auf Basis der Daten funktionieren? |
| Reportingfähigkeit | Sind KPI und SLA auswertbar? |
| Pflegefähigkeit | Sind Verantwortlichkeiten und Änderungsprozesse geregelt? |
| Exportfähigkeit | Können Daten vollständig zurückgegeben werden? |
Kennzahlen zur Datenqualität
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| Pflichtfeld-Erfüllungsgrad | Anteil vollständig gefüllter Pflichtfelder |
| Dublettenquote | Anteil doppelter oder mehrfach geführter Datensätze |
| Verortungsquote Anlagen | Anteil Anlagen mit eindeutiger Raum- oder Bereichszuordnung |
| Dokumentenverknüpfungsquote | Anteil kritischer Anlagen mit verknüpften Dokumenten |
| Prüfdaten-Vollständigkeit | Anteil prüfpflichtiger Anlagen mit gepflegter Prüffrist |
| Wartungsplan-Erfüllungsgrad | Anteil wartungsrelevanter Anlagen mit Wartungsintervall |
| Ticket-Zuordnungsquote | Anteil Tickets mit Raum- oder Anlagenbezug |
| Datenlückenquote | Anteil offener Datenlücken |
| Importfehlerquote | Fehler je importiertem Datensatz |
| Datenpflege-Termintreue | Anteil fristgerecht gepflegter Änderungen |
| Exit-Exportfähigkeit | Anteil exportierbarer relevanter Datenbereiche |
| Berichtsfähigkeit | Anteil funktionsfähiger KPI- und SLA-Auswertungen |
Risiken bei schwachem CAFM-Datenmodell
| Risiko | Ursache | Mögliche Folge | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|---|
| Wartungslücken | Anlagen fehlen oder sind nicht wartungsfähig angelegt | Wartungen werden versäumt | Anlagenvalidierung und Wartungsdatenmodell |
| Betreiberpflichtenrisiko | prüfpflichtige Anlagen oder Fristen fehlen | Prüfungen und Mängel werden nicht gesteuert | Prüfpflichtenstruktur |
| SLA nicht messbar | Tickets ohne Priorität oder Zeitstempel | Leistungsbewertung strittig | Ticket- und SLA-Datenmodell |
| schlechte Servicequalität | Räume und Nutzer nicht eindeutig | Fehlleitungen und lange Bearbeitung | Raum- und Nutzerstruktur |
| Dokumente nicht auffindbar | keine DMS-Verknüpfung | Nachweislücken | Dokumentenbeziehungsmodell |
| Reporting unbrauchbar | uneinheitliche Kategorien und Datenquellen | Management kann nicht steuern | Referenzdatenkatalog |
| Nachunternehmer nicht eingebunden | externe Leistungen nicht systematisch abgebildet | Nachweise fehlen | Nachunternehmerdatenmodell |
| Datenpflege scheitert | Verantwortlichkeiten fehlen | Datenqualität sinkt | Daten-Governance |
| Systemstart verzögert sich | Daten nicht importfähig | Go-live gefährdet | Testimport und Fehlerliste |
| Exit-Risiko | Daten nicht exportfähig | nächster Wechsel startet mit Lücken | Exit-Datenkonzept |
Typische Fehler beim CAFM-Datenmodell
| Fehler | Folge | Vermeidung |
|---|---|---|
| vorhandenes Datenmodell wird ungeprüft übernommen | alte Fehler werden fortgeschrieben | Datenmodellprüfung durchführen |
| Datenobjekte sind zu grob strukturiert | Prozesse und Reporting bleiben ungenau | passende Hierarchie definieren |
| Datenmodell ist zu komplex | Pflege wird unpraktisch | praxisgerechtes Mindest- und Zielmodell |
| Pflichtfelder fehlen | Datenqualität bleibt unverbindlich | Pflichtfeldkatalog definieren |
| IDs sind uneinheitlich | Dubletten und Suchprobleme entstehen | Namens- und ID-Konzept |
| Anlagen sind nicht verortet | Wartung und Störung verzögern sich | Raum- und Anlagenbezug herstellen |
| Prüfrelevanz fehlt | Betreiberpflichten werden nicht sicher gesteuert | Prüfpflichtenabgleich |
| Dokumente sind nicht verknüpft | Nachweise sind schwer auffindbar | DMS-Verknüpfung aufbauen |
| Tickets haben keinen Objektbezug | SLA und Ursachenanalysen sind schwach | Ticketstruktur mit Raum- und Anlagenbezug |
| Nachunternehmerdaten fehlen | externe Leistungen bleiben unsichtbar | Nachunternehmerstruktur integrieren |
| Datenpflege ist nicht geregelt | Datenqualität verschlechtert sich | Daten-Governance einführen |
| Exit wird nicht mitgedacht | Datenrückgabe wird schwierig | Exportstruktur definieren |
Checkliste CAFM-Datenmodell
| Prüfpunktthema | Leitfrage |
|---|---|
| Zielmodell | Ist klar, welche Datenbereiche im CAFM abgebildet werden sollen? |
| Objektstruktur | Sind Standort, Gebäude, Geschoss, Raum und Fläche eindeutig modelliert? |
| Asset-Struktur | Sind Anlagen, Teilanlagen und Komponenten sinnvoll strukturiert? |
| Pflichtfelder | Sind Mindestfelder je Datenobjekt definiert? |
| Referenzdaten | Gibt es einheitliche Kataloge für Anlagenarten, Raumarten, Prioritäten und Status? |
| Namenskonvention | Sind IDs und Bezeichnungen eindeutig und systemfähig? |
| Datenbeziehungen | Sind Räume, Anlagen, Dokumente, Tickets und Prüfpflichten verknüpft? |
| Wartungsdaten | Sind Wartungsintervalle, Tätigkeiten und Verantwortliche abbildbar? |
| Prüfdaten | Sind prüfpflichtige Anlagen, Fristen, Berichte und Mängel integrierbar? |
| Ticketdaten | Sind Kategorien, Prioritäten, SLA-Zeitstempel und Statuslogik definiert? |
| Dokumente | Sind Dokumententypen, Revisionsstände und Verknüpfungen abbildbar? |
| Nachunternehmer | Sind externe Firmen, Leistungen und Nachweise integrierbar? |
| Rollenrechte | Ist klar, wer Daten lesen, ändern und freigeben darf? |
| Schnittstellen | Ist das Datenmodell mit DMS, Ticketsystem, GLT, ERP und Reporting abgestimmt? |
| Datenmigration | Sind Datenquellen, Importformate und Testimport geregelt? |
| Datenqualität | Werden Vollständigkeit, Dubletten, Verortung und Verknüpfung geprüft? |
| Go-live | Ist ein startfähiges Mindestdatenmodell vorhanden? |
| Hypercare | Werden Datenlücken und Modellfehler nach Go-live verfolgt? |
| Regelbetrieb | Ist Datenpflege dauerhaft geregelt? |
| Exit | Sind Datenexport und Rückgabeformat vorbereitet? |
Ergebnisdokumente zum CAFM-Datenmodell
| Dokument | Zweck |
|---|---|
| CAFM-Datenmodellbeschreibung | fachliche Beschreibung der Datenobjekte, Felder und Beziehungen |
| Objektstrukturmodell | Standort-, Gebäude-, Geschoss-, Raum- und Flächenstruktur |
| Asset-Strukturmodell | Anlagen-, Teilanlagen- und Komponentenstruktur |
| Pflichtfeldkatalog | Mindestdaten je Datenobjekt |
| Referenzdatenkatalog | Raumarten, Anlagenarten, Status, Prioritäten, Gewerke |
| Namens- und ID-Konzept | eindeutige Kennungen für Objekte, Räume, Anlagen und Dokumente |
| Datenbeziehungsmatrix | Verknüpfungen zwischen Objekten, Assets, Tickets, Dokumenten und Pflichten |
| Datenquellenmatrix | Herkunft, Qualität und Verantwortliche der Daten |
| Migrationsplan | Vorgehen für Datenimport, Test, Korrektur und Freigabe |
| Importprotokoll | Nachweis des Test- oder Produktivimports |
| Datenqualitätsbericht | Bewertung von Vollständigkeit, Dubletten, Verortung und Lücken |
| CAFM-Rollen- und Rechtekonzept | Zugriffe, Bearbeitungsrechte und Freigaben |
| Schnittstellenmatrix | Verbindung zu DMS, Ticketsystem, GLT, ERP und Reporting |
| Go-live-Datencheck | Bewertung der digitalen Betriebsbereitschaft |
| Hypercare-Datenrestpunkteliste | offene Datenmodell- und Datenqualitätspunkte |
| Datenpflegeprozess | Governance für Änderungen im Regelbetrieb |
| Exit-Datenkonzept | Exportumfang, Format, Historien und Datenrückgabe |
Qualitätskriterien eines guten CAFM-Datenmodells
| Qualitätskriterium | Beschreibung |
|---|---|
| Vollständigkeit | relevante Objekte, Räume, Flächen, Anlagen, Dokumente und Prozesse sind abbildbar |
| Eindeutigkeit | Datenobjekte haben klare IDs, Bezeichnungen und Beziehungen |
| Praxisfähigkeit | Modell unterstützt reale FM-Prozesse und bleibt pflegbar |
| Systemfähigkeit | Daten können importiert, verarbeitet, ausgewertet und exportiert werden |
| Wartungsfähigkeit | Wartungen, Intervalle, Checklisten und Nachweise sind abbildbar |
| Prüffähigkeit | Prüfpflichten, Berichte, Mängel und Fristen sind integrierbar |
| Servicefähigkeit | Tickets, Prioritäten, Nutzer und Räume sind verknüpft |
| Nachweisfähigkeit | Dokumente, Protokolle und Freigaben sind auffindbar |
| Reportingfähigkeit | KPI, SLA, Mängel, Wartungen und Risiken sind auswertbar |
| Datenschutzfähigkeit | Rollen und Zugriffe sind kontrolliert |
| Schnittstellenfähigkeit | Datenflüsse zu DMS, Ticketsystem, GLT, ERP und Reporting sind möglich |
| Pflegefähigkeit | Änderungen können im Regelbetrieb geordnet erfolgen |
| Hypercare-Fähigkeit | Startprobleme und Datenlücken sind steuerbar |
| Exit-Fähigkeit | Daten können bei Vertragsende vollständig zurückgegeben werden |
Nutzen eines professionellen CAFM-Datenmodells
| Nutzen | Wirkung |
|---|---|
| sicherer Systemstart | CAFM kann ab Go-live produktiv genutzt werden |
| bessere Datenqualität | Stammdaten sind strukturiert, eindeutig und prüfbar |
| vollständigerer Anlagenbetrieb | Wartungen und Prüfungen werden verlässlicher geplant |
| stärkere Betreiberpflichtensteuerung | Fristen, Prüfberichte und Mängel bleiben sichtbar |
| bessere Serviceprozesse | Tickets werden Räumen, Anlagen und Nutzern korrekt zugeordnet |
| höhere Nachweisfähigkeit | Dokumente und Protokolle sind mit Objekten und Anlagen verknüpft |
| bessere SLA- und KPI-Messung | Leistungsqualität wird auswertbar |
| geringere Medienbrüche | CAFM, Ticketsystem, DMS und Reporting greifen besser ineinander |
| bessere Nachunternehmersteuerung | externe Leistungen werden systematisch eingebunden |
| bessere Managementinformation | Reports beruhen auf belastbaren Daten |
| geringere Start-up-Risiken | Datenlücken und Modellfehler werden vor Go-live sichtbar |
| kontrollierte Hypercare | Datenrestpunkte werden gezielt geschlossen |
| langfristige Datenpflege | Datenqualität bleibt im Regelbetrieb erhalten |
| wechselrobuster Betrieb | Daten bleiben bei späterem Dienstleisterwechsel übergabefähig |
FM-Connect.com: Unterstützung beim CAFM-Datenmodell
FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber bei der Entwicklung, Prüfung und Operationalisierung von CAFM-Datenmodellen im Rahmen von FM-Dienstleisterwechseln. Ziel ist es, vorhandene Daten, Vertragsanforderungen, Leistungsprozesse, Betreiberpflichten, Dokumentation, Reporting und Systemlandschaft in ein belastbares digitales Betriebsmodell zu überführen.
Wir verbinden Objektstruktur, Asset-Struktur, Flächen- und Raumdaten, Anlagenlisten, Prüfpflichten, Wartungsplanung, Ticketsystem, DMS, GLT, Nachunternehmerdaten, KPI, SLA, Reporting, Daten-Governance, Go-live-Prüfung, Hypercare und Exit-Fähigkeit zu einem konsistenten CAFM-Datenmodell.
| Unterstützungsfeld | Beitrag von FM-Connect.com |
|---|---|
| Ziel-Datenmodell entwickeln | Struktur für Objekte, Räume, Anlagen, Dokumente, Tickets und Pflichten definieren |
| Mindestdatenmodell für Go-live festlegen | startkritische Datenfelder und Beziehungen priorisieren |
| Objektstruktur aufbauen | Standort-, Gebäude-, Geschoss-, Raum- und Flächenstruktur ordnen |
| Asset-Struktur entwickeln | Anlagen, Teilanlagen, Komponenten und Kritikalität modellieren |
| Pflichtfeldkatalog erstellen | Mindestdaten je Datenobjekt festlegen |
| Referenzdaten standardisieren | Anlagenarten, Raumarten, Status, Prioritäten und Gewerke harmonisieren |
| Datenquellen bewerten | CAFM, Excel, LV, Pläne, Prüfberichte, DMS, GLT und Vordienstleisterdaten prüfen |
| Datenmigration vorbereiten | Importformate, Testimport, Fehlerlisten und Datenfreigabe strukturieren |
| Dokumentenverknüpfung herstellen | Prüfberichte, Pläne und Unterlagen mit Assets und Räumen verbinden |
| Prüfpflichten integrieren | prüfpflichtige Anlagen, Fristen, Berichte und Mängel abbilden |
| Ticketstruktur vorbereiten | Kategorien, Prioritäten, Raum- und Anlagenbezug, SLA-Logik definieren |
| Rollen- und Rechtekonzept entwickeln | sichere und arbeitsfähige Systemnutzung ermöglichen |
| Schnittstellenmatrix erstellen | CAFM mit DMS, Ticketsystem, GLT, ERP und Reporting verbinden |
| Reportingfähigkeit prüfen | KPI, SLA, Wartung, Mängel und Dokumentationsstatus auswertbar machen |
| Go-live-Datencheck durchführen | digitale Betriebsbereitschaft bewerten |
| Hypercare begleiten | Datenlücken, Modellfehler und Systemrestpunkte nachverfolgen |
| Daten-Governance etablieren | Pflege, Änderungen, Freigaben und Exportfähigkeit regeln |
| Exit-Fähigkeit sichern | Datenrückgabe, Historien und Übergabeformate vorbereiten |
Ergebnis eines professionellen CAFM-Datenmodells
Ein professionelles CAFM-Datenmodell schafft eine belastbare digitale Grundlage für den FM-Regelbetrieb. Es stellt sicher, dass Gebäude, Räume, Flächen, Anlagen, Dokumente, Tickets, Wartungen, Prüfpflichten, Mängel, Nachunternehmer, KPI, SLA und Berichte miteinander verbunden sind.
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| klare Objektstruktur | Standorte, Gebäude, Räume und Flächen sind eindeutig geordnet |
| belastbare Asset-Struktur | Anlagen und Komponenten sind verortet und klassifiziert |
| definierte Pflichtfelder | Mindestdaten sind verbindlich beschrieben |
| einheitliche Referenzdaten | Kategorien, Status und Prioritäten sind auswertbar |
| systemfähige Datenmigration | vorhandene Daten können kontrolliert übernommen werden |
| integrierte Prüfpflichten | Fristen, Berichte und Mängel sind steuerbar |
| verknüpfte Dokumentation | Prüfberichte, Pläne und Anlagendokumente sind auffindbar |
| stabiles Ticketmodell | Serviceprozesse, SLA und Nutzerkommunikation funktionieren besser |
| belastbares Reporting | KPI, SLA, Wartung, Mängel und Risiken sind auswertbar |
| klare Rollenrechte | Systemnutzung ist sicher und arbeitsfähig |
| kontrollierte Hypercare | Daten- und Modellrestpunkte werden geschlossen |
| dauerhafte Daten-Governance | Datenqualität bleibt im Regelbetrieb erhalten |
| exitfähige Datenbasis | spätere Dienstleisterwechsel werden risikoärmer |
Anspruch
Das CAFM-Datenmodell ist die digitale Grundordnung des Facility-Management-Betriebs. Es beschreibt, wie Objekte, Räume, Flächen, Anlagen, Dokumente, Wartungen, Prüfpflichten, Tickets, Mängel, Maßnahmen, Nutzer, Nachunternehmer, Kostenstellen, KPI, SLA und Berichte im System strukturiert und miteinander verbunden werden.
Beim Dienstleisterwechsel ist ein belastbares CAFM-Datenmodell besonders wichtig. Es entscheidet darüber, ob der neue Dienstleister ab Go-live systemgestützt arbeiten kann oder ob Wartungen, Tickets, Nachweise und Berichte mit manuellen Ersatzlösungen geführt werden müssen.
Ein professionelles CAFM-Datenmodell umfasst Objektstruktur, Asset-Struktur, Pflichtfelder, Referenzdaten, Datenbeziehungen, Dokumentenverknüpfungen, Ticketlogik, Wartungs- und Prüfpflichtenstruktur, Rollenrechte, Schnittstellen, Reportingfähigkeit, Datenpflege und Exit-Fähigkeit.
FM-Connect.com unterstützt Auftraggeber dabei, CAFM-Datenmodelle im FM-Start-up so zu gestalten, dass sie nicht nur technisch importierbar, sondern fachlich nutzbar, regelbetriebstauglich, nachweisfähig und langfristig steuerbar sind.




