Ein Dienstleisterwechsel braucht auch einen professionell gesteuerten Ausstieg
Beim FM-Start-up liegt die Aufmerksamkeit naturgemäß auf dem neuen Dienstleister. Personal wird mobilisiert, Systeme werden eingerichtet, Daten übernommen und Prozesse aktiviert. Gleichzeitig verlässt jedoch ein Dienstleister die Organisation, der häufig über Jahre Objektwissen aufgebaut hat.
Die Start-up-Microsite behandelt die Übergabe durch den Vordienstleister bereits mehrfach. Die Leistungsseite zum Übergangsmanagement fordert ausdrücklich einen geregelten Ausstiegsprozess mit Übergabe von Dokumenten, Schlüsseln und sensiblen Daten. Auch die Hauptseite nennt die Einweisung des neuen Objektteams durch Vordienstleister beziehungsweise Errichter als wichtigen Teil der Mobilisierung.
Eine eigenständige Exit-Systematik sollte daraus einen kontrollierbaren Prozess machen.
Vordienstleister-Exit und Wissenstransfer strukturiert steuern
So wird sichtbar, wo tatsächlich noch Informationsverlust droht.
Kooperation professionell steuern
Ein Dienstleisterwechsel kann wirtschaftlich oder emotional belastet sein. Die Hauptseite weist ausdrücklich darauf hin, dass passiver Widerstand des alten oder herablassendes Verhalten des neuen Dienstleisters bei Objektübergaben nicht akzeptabel sind.
Der Auftraggeber muss deshalb die Übergabe selbst führen und darf sie nicht ausschließlich den beiden Dienstleistern überlassen.
Am letzten Leistungstag sollte dokumentiert werden:
welche Leistungen abgeschlossen sind,
was vollständig übergeben wurde,
welche Restpunkte verbleiben,
welche Zugänge deaktiviert werden,
welche Betriebsmittel zurückgegeben wurden.
Wissenstransfer ist ein eigener Projektstrom
Die zentrale Frage lautet:
Welches Wissen besitzt der bisherige Dienstleister, das der neue Betreiber ab dem ersten Tag benötigt – und wie stellen wir sicher, dass dieses Wissen vor dem Ausscheiden tatsächlich übertragen und nachvollziehbar dokumentiert wird?
Damit wird der Vordienstleister-Exit vom unvermeidbaren Vertragsende zu einem aktiv gesteuerten Bestandteil des neuen Start-ups.