Nicht jede FM-Leistung besitzt am selben Tag denselben Startzustand
In integrierten FM-Verträgen können gleichzeitig technische Betriebsführung, Reinigung, Security, Service Desk, Außenanlagen und weitere Services wechseln. Diese Leistungen haben sehr unterschiedliche Startvoraussetzungen.
Der bestehende Betriebs-Start-up beschreibt bereits eine umfassende Betriebsbereitschaft und der Service-Start-up prüft die Startfähigkeit einzelner Serviceprozesse.
Eine separate Servicepaket-Readiness würde diese beiden Ebenen verbinden.
Servicepakete gezielt zur Betriebsreife führen
Gesamtes FM nicht nur mit einer einzigen Ampel bewerten
Ein Gesamtstatus „Start-up 92 Prozent“ kann problematisch sein.
Ein Durchschnitt verdeckt dann das wirklich relevante Risiko.
Deshalb sollte jedes wesentliche Servicepaket eine eigene Readiness-Bewertung erhalten.
Beispiel technische Betriebsführung:
Damit entsteht eine servicegerechte Bewertung.
Trotz unterschiedlicher Services können einige Kategorien standardisiert werden:
Personal,
Prozesse,
Systeme,
Arbeitsmittel,
Daten,
Nachunternehmer,
Sicherheit,
Reporting.
So bleiben die verschiedenen Servicepakete vergleichbar.
Serviceabhängigkeiten erkennen
Leistungen funktionieren nicht immer isoliert.
Beispielsweise benötigt Reinigung:
Technische Rufbereitschaft benötigt:
Zutritt,
GLT,
Telefonnummern,
Nachunternehmer.
Eine Servicefreigabe muss deshalb auch wichtige Schnittstellen betrachten.
Gestuften Start ermöglichen
In manchen Verträgen kann es sinnvoll sein, Leistungen nicht exakt zum selben Zeitpunkt zu aktivieren.
Beispielsweise:
Service Desk startet einige Tage früher, um Nutzerkommunikation und Testtickets aufzunehmen.
Andere operative Leistungen wechseln am eigentlichen Stichtag.
Ein solcher gestufter Start muss aber vertraglich und organisatorisch eindeutig sein.
Wenn ein Servicepaket früher oder später startet, sollten bekannt sein:
Sonst entsteht doppelte oder fehlende Verantwortung.
Readiness durch reale Tests beweisen
Eine Checkliste allein reicht nicht.
Geeignete Tests sind beispielsweise:
Testticket,
Probealarm,
Bereitschaftsanruf,
Kontrollgang,
Musterreinigung,
Testbericht.
Die Pflichtenmatrix der bestehenden Microsite sieht solche Testtickets bereits als sinnvolle Operationalisierungsprüfung vor.
Gesamtfreigabe aus Servicefreigaben ableiten
Der Gesamt-Go-live ist dann nicht eine subjektive Gesamtampel, sondern eine bewusste Zusammenführung der einzelnen Servicebereitschaften.
Betriebsbereitschaft dort prüfen, wo Leistung entsteht
Die zentrale Frage lautet:
Ist jede einzelne startkritische Facility-Service-Leistung tatsächlich in der Lage, ihren vertraglichen Zweck ab ihrem konkreten Leistungsbeginn zu erfüllen?
Damit wird Readiness vom Gesamtprojektstatus zu einer überprüfbaren Servicefähigkeit.